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Wie (a-)sozial ist die Musik?

Österreichische Musikzeitschrift 02/2015 (ÖMZ 02/2015)

Österreichische Musikzeitschrift Band 2

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Beschreibung

MusikerInnen in Mitteleuropa verhalten sich per se nicht sozialer oder asozialer als Angehörige anderer künstlerischer Berufe. Sie beweisen in Teams und Kollektiven (und bereits während der Ausbildung) bei allem strukturell vorgegebenen Konkurrenzverhalten bemerkenswerten „Korpsgeist“ und oft auch Solidarität. Ist bei ihnen eine besondere Affinität zur Wohltätigkeit oder Bosheit zu diagnostizieren? Fest steht: Durch Musik wird per se weder „der Mensch“ noch „die Welt“ besser – Letztere aber immerhin lebenswerter. Selbst maliziöse Tonkünste können niemanden „verderben“ (an diesem Punkt haben sich ältere philosophische Auffassungen als ordnungspolitisch gut gemeinte Irrtümer erwiesen). Ist die ökonomische Situation der Musikschaffenden härter oder günstiger als die in vergleichbaren Berufsfeldern? Musik steht und fällt jedenfalls in besonderer Weise im bzw. mit dem sozialen Gefüge. Es erscheint nicht müßig, dies immer wieder unter die Lupe zu nehmen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Europäische Musikforschungsvereinigung Wien
Seitenzahl 120
Erscheinungsdatum 13.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99012-205-1
Verlag Hollitzer Wissenschaftsverlag
Maße (L/B/H) 23,3/16,4/1,7 cm
Gewicht 252 g

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  • Inhalt
    Wie (a-)sozial ist die Musik?

    • Sarah Chaker: Musik als soziale Praxis oder: Ist /macht Musik sozial?

    • Harald Huber: Zur sozialen Bedeutung von Musik

    • Helène Belmine & Siegfried Settembrini: Das (A-)Soziale der Musik

    • Christian Höppner: Wie (a-)sozial ist unsere Gesellschaft? Musikalisches Erleben zwischen Inflation und Perforation

    • Magdalena Pichler: Die Revolution frisst ihre Künstler

    • Andreas J. Wiesand: Lebenslügen im Kulturbetrieb

    • Stefanie Acquavella-Rauch: Wozu dient musikalische Bildung? Das Projekt »JeKi - Jedem Kind ein Instrument«

    • Martin Hufner: Der soziale Asoziale. Künstlertum zwischen Scheitern, Reichtum und Grundeinkommen

    • Otto Brusatti & Isabella Sommer: Der Walzer als soziale Komponente der Wiener Musik um 1815

    • Volker Klotz: Starke soziale Komponenten. Geldsucht und Geldverachtung im heiteren Musiktheater

    • Arnold Jacobshagen: Asymmetrische Subventionen. Opernfinanzierung in Geschichte und Gegenwart

    Berichte Neue Oper in Europa

    • Was war eigentlich Ihre Frage? »Politisches Musiktheater heute« in Heidelberg

    • Eine neue spanische »Nationaloper«. Sotelos El Público in Madrid

    • Neue Musik zur Leichtigkeit des Seins. Dusapins Perelà in Mainz

    • Historisch-kritisches Kammermusiktheater. Ronchettis Mise en abyme in Dresden (Frieder Reininghaus)

    • Russenklitsche Regensburg. Lubchenkos Doktor Schiwago (Jörn Florian Fuchs)

    • Stimmen der anderen

    Älteres Musiktheater in Europa

    • Puccinis Gianni Schicchi und Bartóks Blaubart in Berlin

    • Jommellis Berenike in Stuttgart

    • Paisiellos Barbiere di Siviglia im Theater an der Wien

    • Offenbachs Pariser Leben an der Volksoper Wien (Frieder Reininghaus)

    • Der rotierende Rigoletto an der Staatsoper Wien (Christoph Irrgeher)

    • Mut zur Veränderung. Salzburger Saison-Zwischenbilanz (Anna-Lena Mützel)

    • Großes Kino. Korngolds Tote Stadt in Graz (Monika Kröpfl)

    • Poulencs Dialogues des Carmélites in Klagenfurt (Willi Rainer)

    • Quantitativer Zuwachs am Landestheater Linz (Michael Wruss)

    • Ein tristes Ende dämmert den Göttern (Jörn Florian Fuchs)

    • Humanismus jenseits der Hochglanz-Nische (Lena Drazic)

    Konzerte in Wien

    • Resonanzen (Stefan Gasch)

    • Wolfgang Rihm (Heinz Rögl)

    • Über Jazz und die Definition von Neuer Musik (Philip Röggla)

    Symposien

    • Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik (Andreas Wildner)

    • Wort - Ton - Gestalt. 9 Settings of Celan, Harrison Birtwistle (Jette Engelke)

    Rezensionen

    • Bücher

    • CDs

    Das andere Lexikon

    • Agitation (Stefan Schmidl)

    News

    • Soziale Bemühungen, milde Gaben, Amt und Würden, letzte Ruh

    Zu guter Letzt

    • Splitter und Splatter (Stefanie Acquavella-Rauch & Frieder Reininghaus)

    • Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe, Vorschau