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Selbstporträt mit Flusspferd

Roman

Wie fühlt es sich an, heute jung zu sein? Arno Geiger erzählt von Julian, einem Studenten der Veterinärmedizin, der seine erste Trennung erlebt und erstaunt ist, wie viel Unordnung so eine Trennung schafft. Um die Unordnung ein wenig zu lindern, übernimmt er bei Professor Beham die Pflege eines Zwergflusspferds, das bald den Rhythmus des Sommers bestimmt: es isst, gähnt, taucht und stinkt. Julian verliebt sich in Aiko, die Tochter des Professors, verfolgt beunruhigt, wie täglich Schockwellen von Katastrophen um den Erdball fluten und durchlebt eine Zeit des Umbruchs und Neuanfangs. Ein Roman über die Suche nach einem Platz in der Welt.
Portrait
Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011), Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015) und Unter der Drachenwand (Roman, 2018). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017) und den Joseph-Breitbach-Preis (2018).
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783446248434
Verlag Hanser
Dateigröße 4713 KB
Verkaufsrang 19602
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein amüsanter Entwicklungsroman

Helmuth Fahrngruber, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Ein Zwergflusspferd suhlt sich im Garten des schwerkranken Universitätsprofessors Beham, es ist Sommer in den 1990er Jahren. Student Julian kümmert sich um das Wohlergehen des Tieres, dessen Unbestimmtheit und Behäbigkeit seiner eigenen Gefühlswelt nicht fremd ist. Soeben hat er sich von seiner großen Liebe Judith getrennt. Der Schmerz, der daraus erwächst, vermischt sich mit dem nahendem Ende einer nicht gerade mit großen Heldentaten bestückten, doch in Summe trotzdem einigermaßen unbeschwerten Adoleszenz. Zukunftspläne? Sind seine Sache eher nicht, vielmehr verfließen die lauen Tage ins Unbestimmte. Die Sommerliebe mit der Tochter des Professors währt nur kurz. Als die Tage kürzer werden, ist die Liaison wieder zu Ende. Das kleine Flusspferd tritt seine Reise in einen Zoo ins Ausland an. Übrig bleibt ein liebenswerter reflektierter junger Mensch auf der Suche nach sich und nach seinen Platz in der Welt. Sehr unterhaltsam!

Selbstporträt.....

Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Der junge Tierarzt Julian erinnert sich nach einem zufälligen Zusammentreffen mit seiner Ex- Freundin an ihre Beziehung vor fast 10 Jahren. Damals, erstaunt über das Durcheinander das eine Trennung verursacht, muss er zu Geld kommen. Er übernimmt die Betreuung eines Flusspferdes, bei seinem Professor an der Uni.  Das Gefühlschaos diese liebestraurigen, jammernden Studenten ist einfach herrlich beschrieben. Wie immer schafft es der Autor mit wenig "Theater" punktgenau die Thematik zu treffen. Und alles  rund um die Betreuung eines Flusspferdes anzusiedeln, soll uns vielleicht auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Wie nahe Drama und Alltag doch beisammen liegen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2017
Bewertet: anderes Format

Ein "geschriebenes" Selbstporträt - über den steinigen Weg des Erwachsenwerdens, nachdem man die Jugendzeit doch so genossen hat! Auch als Sommerlektüre sehr empfehlenswert.

Das Leben, die Liebe und andere Banalitäten
von Sandra Matteotti aus Zürich am 31.10.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Julian ist 22, Tiermedizin-Student und frisch getrennt von seiner Liebe, von Judith. War die Trennung richtig? Wichtig? Auf alle Fälle bringt sie viele Umtriebe mit sich, unter anderem Geldsorgen, die er durch einen Ferienjob zu beheben sucht: Er übernimmt die Pflege eines Zwergflusspferdes. Während Julian mit dem Leben hader... Julian ist 22, Tiermedizin-Student und frisch getrennt von seiner Liebe, von Judith. War die Trennung richtig? Wichtig? Auf alle Fälle bringt sie viele Umtriebe mit sich, unter anderem Geldsorgen, die er durch einen Ferienjob zu beheben sucht: Er übernimmt die Pflege eines Zwergflusspferdes. Während Julian mit dem Leben hadert, ist das Flusspferd diesem gegenüber mehr als entspannt, es gähnt, frisst, furzt, suhlt sich im Dreck und schläft. Julian mag das Flusspferd. Er mag auch dessen Besitzer, Professor Beham und noch mehr mag er dessen Tochter, Aiko. Trotz dieser doch positiven Gefühle ist die ganze Geschichte alles andere als einfach. Selbstporträt mit Flusspferd ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von der Liebe und vom Leben. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der sich und seinen Platz in der Welt sucht und sich dabei vor immer neuen Herausforderungen sieht. Arno Geiger beschreibt auf einfühlsame Weise den Weg eines jungen Mannes auf dem Weg zu sich selber. Die Geschichte ist nicht mit-reissend oder emotional packend, aber immer menschlich, einfühlsam, tiefgründig und ab und an mit einer Prise Humor versehen. Man begleitet Julian gerne beim Erwachsenwerden und erkennt dann und wann auch Fragen, die sich wohl das ganze Leben über wieder stellen. Gegen Ende nehmen (für den Geschichtshergang unnötige) politische Ereignisse aus den Nachrichten zu viel Platz ein. Blendet man diese aus, bleibt eine ruhig fliessende, stilistisch gelungene und schön lesbare Geschichte. Fazit: Ein stilles und einfühlsames Buch. Ein Buch, das einen auf die Reise des Erwachsenwerdens mitnimmt. Sehr empfehlenswert.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein 22jähriger junger Mann auf dem Sprung ins Erwachsenenleben. Im Laufe eines Sommers macht er Erfahrungen mit den weniger schönen Dingen des Lebens und gelangt zur inneren Reife.