>> Jetzt Bestseller made in Austria entdecken

Anklage: Sterbehilfe

Machen unsere Gesetze Angehörige zu Straftätern?

(3)
Leben um jeden Preis?
Juni 2012. Das Gericht verurteilt einen 26-jährigen Mann zu drei Jahren Gefängnis. Er tötete seine Mutter, die seit sieben Jahren im Wachkoma in einem Pflegeheim lag. Ein Drama, das so nicht hätte passieren dürfen. Im Stich gelassen von der Gesellschaft und von der Politik, traf der Sohn eine unwiderrufliche Entscheidung. Wie konnte es dazu kommen?
Martina Rosenberg erzählt die authentische Geschichte eines Sohnes, der dem Leiden seiner Mutter nicht mehr tatenlos zusehen konnte – und sie stellt die Frage: Wollen wir in einer Gesellschaft leben, die mitfühlende Angehörige zu Straftätern macht?
Rezension
"Ein einfühlsamer und wichtiger Beitrag zum Thema Sterbehilfe."
Portrait
Martina Rosenberg wurde 1963 am Ammersee geboren als jüngstes von drei Kindern und einzige Tochter. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt kehrte sie mit ihrer Familie nach Deutschland und in ihr Elternhaus zurück. Sie absolvierte ein BWL-Studium mit Fachrichtung Marketing und arbeitete über sieben Jahre lang als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit für das Rote Kreuz. In dieser Zeit schloss sie ein Fernstudium als Journalistin ab. Martina Rosenberg lebt mit ihrem Mann, der gemeinsamen Tochter und ihrem Hund südlich von München.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641155797
Verlag Blanvalet
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Anklage: Sterbehilfe

Anklage: Sterbehilfe

von Martina Rosenberg
eBook
8,99
+
=
Der Mädchensucher

Der Mädchensucher

von Paula Daly
eBook
8,99
+
=

für

17,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
1
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Schrift um das brisante Thema Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Zu Recht kein Tabu Thema in unserer Gesellschaft mehr. Diskutieren und streiten Sie mit! Denkanstösse und Ideen

Das Leben am Limit - sterbenswert?
von Klaudia Szabo am 15.01.2016
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Inhalt Im Juni 2012 verurteilt ein deutsches Gericht einen jungen Mann, der seine Mutter getötet hat. Jahrelang lag sie im Pflegeheim, nachdem sie bei einem schweren Unfall eine Schädel-Hirn-Verletzung davongetragen hat. Alle in der Familie und im Bekanntenkreis sind sich sicher: Katharina hätte so nicht leben wollen, nicht als Pflegefall,... Inhalt Im Juni 2012 verurteilt ein deutsches Gericht einen jungen Mann, der seine Mutter getötet hat. Jahrelang lag sie im Pflegeheim, nachdem sie bei einem schweren Unfall eine Schädel-Hirn-Verletzung davongetragen hat. Alle in der Familie und im Bekanntenkreis sind sich sicher: Katharina hätte so nicht leben wollen, nicht als Pflegefall, nicht im Wachkoma. Jan, der Angeklagte, fühlte sich von allen im Stich gelassen – von den Gesetzen, der Bürokratie, der Politik und der Gesellschaft. Was hat ihn zu dieser unwiderruflichen Tat bewegt? Und könnte diese sogar gerechtfertigt sein? Meine Bewertung Das äußerst aufrüttelnde Buch “Anklage: Sterbehilfe – Machen unsere Gesetze Angehörige zu Straftätern?” beschäftigt sich mit einem der Themen, die in Deutschland hin und wieder sehr kontrovers diskutiert werden. Die Meinungen sind gespalten, doch Martina Rosenberg maßt sich nicht an, hier dem Leser eine eindeutige Meinung zum Thema vorzugeben. Ihr Bericht, der zwischen eigenen Empfindungen und der Erzählung von Jans und Katharinas Leben hin und her schwenkt, ist hingegen voller Fragen, die schon im Titel beginnen. Fragen, wie es dazu kommen konnte, dass ein junger Mann seine eigene Mutter tötet und dann ins Gefängnis kommt. Fragen, wieso er sich so vom Gesetz und den Beratern allein gelassen fühlte. Fragen, ob man in diesem Fall von Schuld sprechen kann. Als Jurastudentin, die sich auch privat für dieses Thema interessiert, hat mich der Fall schon vor einigen Jahren neugierig gemacht. Der Einblick in Jans Seele, die er der Autorin offenbart, in seine Vergangenheit und seine Hilflosigkeit, reizte mich schließlich sehr. Dieses Buch war somit eine gute Lektüre, leicht zu lesen und noch dazu sehr schnell, aber geblieben sind die Überlegungen, das Nachdenken, das Martina Rosenberg mit ihrer sehr persönlichen Schilderung des tragischen Falls anregt. Dass die Tat, wie sie ausgeführt wurde, rechtlich und menschlich untragbar ist, sollte jedem klar sein. Doch tatsächlich tun sich in diesem Buch auch die Fragen auf, die den Leser nicht mehr loslassen: Was würde ich wollen, wenn ich in so eine ausweglose Situation käme – als Angehöriger und als Patient? Hier pocht die Autorin – zurecht, wie ich finde – auf eine Patientenerklärung, die als Vorsorge gilt, und es den Angehörigen im Zweifelsfall leichter macht, das Sterben oder Leben durchzusetzen. Obwohl das Buch zum Teil sehr nüchtern geschrieben ist, ohne großes Trara und riesige Ausführungen, erhält man einen guten Einblick in die Familienstrukturen des Täters und auch in die Schwierigkeiten, die solch ein Unfall nach sich zieht. Lange bürokratische Prozesse, wenig Unterstützung von Experten, Pflegepersonal, das sich bei der Beratung quer stellt und mit dem erhobenen Zeigefinger droht. Mich hat das Thema sehr getroffen, und auch Martina Rosenbergs Überlegungen dazu, in denen sie aufzeigt, wie sehr man die Familie in diesem Fall auch im Stich gelassen hat. Das fängt beim behandelnden Arzt an und hört bei der Betreuerin auf, die Katharina schließlich zugeteilt bekommt, als ihr Ehemann es nach einen Burn-Out nicht mehr schafft, sich um ihre rechtlichen Angelegenheiten zu kümmern. Dass das Wohl des Patienten und Katharinas Wille hier nicht im Vordergrund standen, ist glasklar. Insgesamt hat mich das Buch sehr nachdenklich gestimmt. Dass es einen wahren Fall schildert, der nach einer kurzen Internet-Recherche für jeden zugänglich ist, macht es umso realer und greifbarer, und gibt Einblicke in das Leben der Betroffenen, die etliche Reporter nicht bekamen. Martina Rosenberg, die ihre Mutter selbst jahrelang gepflegt hat, geht mit dem Thema sehr sensibel um, und lässt dem Leser auch die Wahl, wie er Jan unds seinen Fall wahrnimmt. Dass er eine moralisch falsche Tat begangen hat, lässt sich zwar nicht bestreiten, aber inwiefern man ihn dafür verurteilt, liegt beim Leser selbst. Daher würde ich jedem, der sich für das Thema interessiert und einen konkreten Fall kennenlernen möchte, dieses Buch ans Herz legen.

Leben um jeden Preis?
von Everett am 28.07.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Machen unsere Gesetze Angehörige zu Straftätern? Das ist die Frage des Buches und ich denke, in gewissem Maß auf jeden Fall. Anhand des Falles eines jungen Mannes, der 2012 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wird, weil er seine Mutter nach sieben Jahren Wachkoma tötete. Die Autorin traf sich mit dem jungen... Machen unsere Gesetze Angehörige zu Straftätern? Das ist die Frage des Buches und ich denke, in gewissem Maß auf jeden Fall. Anhand des Falles eines jungen Mannes, der 2012 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wird, weil er seine Mutter nach sieben Jahren Wachkoma tötete. Die Autorin traf sich mit dem jungen Mann, Jan, der nach vielen Jahren des Leids dieses beendet hat. Der Leser erfährt über Jans Kindheit und das Leben seiner Mutter und wie es zu dem Unfall von Jans Mutter, Katharina, kam. Mit einfachen Worten wird das Drama, das dann folgt erzählt. Die Belastung der Angehörigen, emotional und finanziell. Wie allein gelassen der Ehemann und der Sohn sind. Es wird ein Weg gesucht, Katharina zu "befreien", doch sie werden einfach abgespeist, die Heimleitung mauert, der Arzt ist einfach nicht zu sprechen und der gerichtliche Weg wäre lang und kostet wieder Geld, was nicht mehr da ist. Somit nimm Jan das Ganze irgendwann selber in die Hand. Sehr, sehr verständlich ist diese Tat, finde ich. Und auf jeden Fall wäre das alles vermeidbar gewesen, wenn für solche Patienten und deren Angehörige Unterstützung und Hilfe vorhanden wäre. Auch gerade im medizinischen Bereich, denn über sieben Jahre im Wachkoma, mit künstlicher Beatmung und Ernährung und verkrampft, gelähmten Gliedmaßen ohne irgendeine Aussicht auf Besserung muss doch niemand weiter künstlich am Leben gehalten werden. Ein wichtiges, eindringliches Buch, was ohne großartigen Worte auskommt. Es reicht die einfache Schilderung der Geschehnisse und Nachfragen der Autorin um sich beim Lesen ebenso machtlos und ratlos zu fühlen wie Jan und sein Stiefvater. In diesem Bereich muss sich in Deutschland ganz dringend was ändern. Ein gutes Vorbild wären da die Niederlande.