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89/90

Roman

(11)
Das Lebensgefühl einer rebellischen Generation am Ende der DDR

Sie sind der letzte Jahrgang, der noch alles mitmachen darf – damals in Dresden vom Sommer vor der Wende bis zur Wiedervereinigung: die lauen Freibadnächte und die Ausweiskontrollen durch die »Flics« auf der »Rue«, die Konzerte im FDJ-Jugendklub »X. Weltfestspiele« oder in der Kirche vom Plattenbaugebiet, wo ein Hippie, den sie »Kiste« nennen, weil er so dick ist, mit wachsamem Blick Suppe kocht für die Punks und ihre Pfarrerstöchter.

Sie sind die Letzten, die noch »vormilitärischen Unterricht« haben. Und sie sind die Ersten, die das dort Erlernte dann im Herbst 89 erst gegen die Staatsmacht anwenden. Und schließlich gegeneinander. Denn was bleibt dir denn, wenn du zum Fall der Mauer beiträgst, aber am nächsten Tag trotzdem eine Mathe-Arbeit schreiben musst, wenn deine Freundin eine gläubige Kommunistin ist und die Kumpels aus dem Freibad zu Neonazis werden?

Von der Unschuld des letzten Sommers im »Tal der Ahnungslosen« bis zu den Straßenschlachten rund um die deutsche Einheit: Peter Richter beschreibt in seinem autobiografischen Roman das chaotische Ende der DDR aus der Sicht eines damals Sechzehnjährigen – pointiert, authentisch und sprachlich brillant. Coming of Age im Schatten von Weltgeschichte.

Rezension
"Ich habe lange keinen Roman mehr gelesen, der mir so viel über die Wirklichkeit mitgeteilt hat, in der ich lebe, wie "89/90" von Peter Richter."
Portrait
Peter Richter wurde 1973 in Dresden geboren. Er ist Kulturkorrespondent der »Süddeutschen Zeitung« in Berlin. Von 2012 bis 2017 arbeitete er im New Yorker Büro der Zeitung. Als Buchautor wurde er mit Titeln wie „Blühende Landschaften“ und „Deutsches Haus“ bekannt. Sein Roman "89/90" wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641136949
Verlag Luchterhand Literaturverlag
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Peter Richters Roman "89/90" spielt, wie es schon der Titel verrät, in den Jahren 1989/1990 zur Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Geschichte folgt den Ereignissen aus der Sicht eines sechszehnjährigen Jugendlichen aus Dresden.
Richter schafft es einerseits auf fesselnde Art und Weise die Monate und Tage vor dem Mauerfall zu beschreiben, in denen die Menschen eigentlich ganz normal ihr Leben lebten. Natürlich haben sie bemerkt, dass sich etwas in ihrem Land tut, aber dennoch wurden viele von den Geschehnissen auch überrascht. Und dann plötzlich ging alles ganz schnell, die Wende, erste freie demokratische Wahlen und die Wiedervereinigung. Aber nicht alles war nur rosig mit dem Eingreifen des "goldenen Westens" und auch das erzählt Richter schnörkellos und ehrlich. Arbeitslosigkeit überrollte den Osten, die Menschen waren überfordert mit dem neuen unbegrenzten (Konsum-)Möglichkeiten und vor allem die Ausbreitung rechtsradikaler Ideen war in den Neuen Bundesländern ein riesen Problem.

"89/90" ist ein gutes und ehrliches Buch über die Wende, erzählt aus der Sicht eines DDR-Jugendlichen, wodurch hier nichts beschönigt wird. Alles hat seine guten und schlechten Seiten. Richters Roman ist gut geschrieben, hat allerdings auch seine Längen. Nichtsdestotrotz sehr lesenswert!
Peter Richters Roman "89/90" spielt, wie es schon der Titel verrät, in den Jahren 1989/1990 zur Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Geschichte folgt den Ereignissen aus der Sicht eines sechszehnjährigen Jugendlichen aus Dresden.
Richter schafft es einerseits auf fesselnde Art und Weise die Monate und Tage vor dem Mauerfall zu beschreiben, in denen die Menschen eigentlich ganz normal ihr Leben lebten. Natürlich haben sie bemerkt, dass sich etwas in ihrem Land tut, aber dennoch wurden viele von den Geschehnissen auch überrascht. Und dann plötzlich ging alles ganz schnell, die Wende, erste freie demokratische Wahlen und die Wiedervereinigung. Aber nicht alles war nur rosig mit dem Eingreifen des "goldenen Westens" und auch das erzählt Richter schnörkellos und ehrlich. Arbeitslosigkeit überrollte den Osten, die Menschen waren überfordert mit dem neuen unbegrenzten (Konsum-)Möglichkeiten und vor allem die Ausbreitung rechtsradikaler Ideen war in den Neuen Bundesländern ein riesen Problem.

"89/90" ist ein gutes und ehrliches Buch über die Wende, erzählt aus der Sicht eines DDR-Jugendlichen, wodurch hier nichts beschönigt wird. Alles hat seine guten und schlechten Seiten. Richters Roman ist gut geschrieben, hat allerdings auch seine Längen. Nichtsdestotrotz sehr lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
7
3
0
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 25.07.2017
Bewertet: anderes Format

Unbeschönigt und mit einer klaren Echtheit berichtet der junge Dresdner Autor Peter Richter von seinen aufbrausenden Erlebnissen als Jugendlicher zur Zeit der Wende.

von einer Kundin/einem Kunden am 24.07.2017
Bewertet: anderes Format

Einfach nur großartig. Man sollte dieses Buch unbedingt lesen.

von einer Kundin/einem Kunden am 24.07.2017
Bewertet: anderes Format

Geschichtsstunde mit Unterhaltungswert. Was und wie Peter Richter von scheinbar unbegrenzter Freiheit, Spaß und Gesetzlosigkeit erzählt, habe ich so noch nicht gelesen.