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Musik ist alles und alles ist Musik

Erinnerungen und Einsichten

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Musik bringt Menschen zusammen, schafft Beziehungen und verleiht ihnen Bedeutung – Daniel Barenboim hat es in seiner langen Karriere wie kaum ein zweiter Künstler verstanden, die gesellschaftliche Dimension der Musik herauszustellen. In diesem Buch erzählt er von der Macht der Musik als schöpferischer Akt, als sinnliches Vergnügen, als friedenstiftende Kraft. Gedanken und Reflexionen eines großen Künstlers von Weltrang — weit über die Sphäre der Musik hinaus.
Portrait

Daniel Barenboim wurde 1942 als Enkelsohn jüdisch-russischer Einwanderer in Buenos Aires geboren. Sein Debüt als Dirigent gab er 1967 mit dem New Philharmonia Orchestra in London. 1991 wurde Barenboim Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra, und seit 1992 ist er Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 10.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30716-1
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,5/12/1,2 cm
Gewicht 144 g
Originaltitel La musica è un tutto
Übersetzer Christiane Landgrebe
Buch (Taschenbuch)
10,30
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Klare, präzise und verständliche Einsichten
von Michael Lehmann-Pape am 17.03.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Natürlich geht es viel um Musik in diesem Buch. Sehr konkret im Übrigen. Natürlich geht Barenboim dabei in den überschaubaren Texten nicht komplett ganze Werke wie den „Don Giovanni“ oder „Carmen“ oder die „Walküre“ Takt für Takt durch. Er beschränkt sich in den Gesprächen über konkrete Werke (und auch hier und... Natürlich geht es viel um Musik in diesem Buch. Sehr konkret im Übrigen. Natürlich geht Barenboim dabei in den überschaubaren Texten nicht komplett ganze Werke wie den „Don Giovanni“ oder „Carmen“ oder die „Walküre“ Takt für Takt durch. Er beschränkt sich in den Gesprächen über konkrete Werke (und auch hier und da über Komponisten wie Verdi, Mozart, Wagner) auf das, was ihm Wesentlich ist an diesen Werken, was ihm einen Schlüssel zum Verständnis ganzer „Musikwelten“ eröffnet hat. Die Wichtigkeit der Rhythmik bei Verdi, zum Beispiel. Oder, dass manche Werke und Komponisten eben keine Übertreibung verzeihen. Dass bei Mozart jede Vorentscheidung, jeder Versuch eines Dirigenten oder Regisseurs, Schwerpunkte zu setzen, eigene Interpretationen heraus hören zu lesen in direkter Folge zu seiner „Störung“ des Werkes führen. „Mozarts Größe ist einzigartig. Mozart ist so genial, so einmalig, weil er keinerlei Übertreibung gestattet. Wenn man bei Mozart etwas betonen will, schadet man der Sache, weil man die Natürlichkeit, Einfachheit und Spontaneität beeinträchtigt. Mozart sagt die komplexesten und tiefsinnigsten Dinge auf die einfachste Art“. Ganz klar und präzise kommt Barenboim auf die wichtigen Punkte, erläutert diese immer wieder auch dem Laien sehr verständlich und eröffnet so einen „ganz einfachen“ Blick auf „komplexe Musik“, immer an konkreten Beispielen aufgeführt. Vielleicht, so erklärt er selbst, mag das daran liegen, das er einen anderen Weg zum Dirigenten ging, dass er lange Zeit Pianist war, Musiker, die „typische“ Entwicklung eben nicht gegangen ist. So aber war es ihm auch möglich, seine erste große Herausforderung als Dirigent, den „Don Gioavanni“ mit Peter Ustinov in einer Autobahnraststätte unter Hilfe von Servietten anzugehen, eben hier und da andere Wege einzuschlagen, frische Blicke auf die Stücke zu finden. Blicke, die auch weit über die Musik in diesem Buch hinausgehen. Welche die Politik streifen, Wagner in seiner antisemitischen Haltung auch als Kind seiner Zeit erläutert, ohne ihn damit zu einfach zu entschuldigen. Er aber ebenso das Judentum und den Staat Israel anhält, die Nationalsozialisten nicht im nach hinein mit ihrer Vereinnahmung Wagners durchkommen zu lassen. Barenboim selbst war es, der zu Zeiten erstmalig in Israel selbst mit dem Orchester im Konzert Wagner spielte (und der hier auch erläutert, wie gewollt skandalisiert das damals wurde). Sei es in thematischen Essays oder Vorträgen (Israelisch-arabischer Konflikt; Wagner und Israel; Ethik und Ästhetik u.a.), sei es in den im Buch aufgenommenen sehr konkreten Interviews (Carmen; Walküre, Don Giovanni u.a.), immer bleibt der Leser auf der Höhe des Gesagten und kann dem roten Faden Barenboims folgen. Jeder Zeile spürt man den reflektierten Menschen und Musiker ab. Präzise und klar im Ausdruck, fundiert in seiner Sachkenntnis, überzeugend in seinen politischen und menschlichen Argumenten, Ansichten und Einsichten bietet dieser schmale Band einen wunderbar zu lesenden Eindruck in die Arbeit und die innere Betrachtung der Musik und der Welt durch Daniel Barenboim.