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Das grüne Rollo

Roman

(10)
Theo ist gerade aufs Gymnasium gekommen, als es eines Nachts, um 23:02, mit einem Ratsch plötzlich da ist. Vor seinem Fenster bläht sich im Mondlicht ein grünes Rollo. Tagsüber verschwindet es, aber von nun an entrollt es sich jede Nacht um exakt dieselbe Zeit. Das ist unheimlich genug, und nicht nur, weil es in Theos Zuhause noch nie Rollos oder auch nur Vorhänge gab. Viel unheimlicher ist aber, dass es, wenn man genau hinschaut, Augen zu haben scheint ... Nein, keine Augen, Ferngläser. Aus dem Rollo blicken kleine Männer durch Feldstecher streng zu Theo herüber. Theo ist sich sicher, dass dort, auf der anderen Seite des Rollos, eine eigene Welt existiert. Eine grünliche Welt. Nach schlaflosen Nächten fasst er sich ein Herz und beschließt, in jene andere Sphäre hinüberzusteigen ... Vierzig Jahre später hat Theo das alles als eine Kindheitsfantasterei abgetan. Bis es plötzlich wieder da ist - das grüne Rollo.
Rezension
»Heinrich Steinfest schafft es mit traumhafter Surrealität spannend zu unterhalten und mit raffinierten Erzähl-Konstruktionen Fragen nach dem Wesentlichen zu stellen – beglückend, unterhaltsam, nachdenklich.«, Kleine Zeitung, 26.09.2015
Portrait
Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit »Ein dickes Fell«; 2014 stand er mit »Der Allesforscher« auf der Shortlist. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für »Das Leben und Sterben der Flugzeuge«.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783492970280
Verlag Piper ebooks
Dateigröße 3161 KB
Verkaufsrang 22.974
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Grün grün grün...“

Lukas Bärwald, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Alice geht durch den Kaninchenbau, Dorothy wird vom Wirbelsturm geholt und Theo taucht in das grüne Rollo ein.

Eines Tages senkt sich um 23:02 Uhr ein grünes Rollo vor das ansonsten unverhangene Fenster des 10-jährigen Jungen – und kehrt jede Nacht um exakt diese Zeit wieder. Aus grünen (Un-) Tiefen scheinen ihn Männer mit Ferngläsern zu beobachten und ein Mädchen wird offenbar gegen seinen Willen dort festgehalten. Nach anfänglichen Bedenken und dem ungläubigen Zweifel seiner Eltern überwindet er seine Ängste und springt in die unheimliche Rollowelt, in der alles so ganz anders als zu Hause gewohnt zu sein scheint.
Jahrzehnte verstreichen und als er seine Abenteuer in dieser schemenhaften Gegenwelt fast vergessen zu haben scheint, tritt das grüne Rollo plötzlich erneut in sein Leben und führt ihn an seine Grenzen und selbst darüber hinaus.

Im Nachfolger von Heinrich Steinfests 2013 für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman „Der Allesforscher“ lassen sich zahlreiche Elemente der Romantik finden: Der Einbruch des Unheimlichen in die Alltagswelt, das Motiv des gespiegelten Lebens und somit geht es schlussendlich auch in „Das grüne Rolle“ um das zentrale romantische Thema der gequälten Seele.

Der grundlegende Antrieb der Lektüre liegt im Spannungsverhältnis zwischen der realen und der phantastischen Gegenwelt und der Frage, auf welche Weisen sich beide aufeinander beziehen und ob Theos Reisen in die Rollowelt Hirngespinste, Fieberträume oder tatsächliche Übertritte zu Grunde liegen.

Das Buch gliedert sich in zwei Großkapitel, welche die jeweiligen Erlebnisse als Kind und Erwachsener umfassen und wird abgeschlossen durch die Perspektive einer außenstehenden Figur, welche den Schilderungen in ein nochmals anderes Licht rücken. Ob man die Lektüre am Ende als gewinnbringend oder enttäuschend betrachtet, wird voraussichtlich stark davon abhängen, als wie zufriedenstellend die scheinbaren Erklärungen in diesem letzten Kapitel empfunden werden.

Unabhängig davon ist der Roman eine interessante Neuerzählung rund um das klassische Kinder- und Jugendbuchmotiv des erlösenden Kindes. Seine verschiedenen Einflüsse sind dabei deutlich spürbar ohne wie ein reines Patchwork-Konstrukt zu wirken.
Alice geht durch den Kaninchenbau, Dorothy wird vom Wirbelsturm geholt und Theo taucht in das grüne Rollo ein.

Eines Tages senkt sich um 23:02 Uhr ein grünes Rollo vor das ansonsten unverhangene Fenster des 10-jährigen Jungen – und kehrt jede Nacht um exakt diese Zeit wieder. Aus grünen (Un-) Tiefen scheinen ihn Männer mit Ferngläsern zu beobachten und ein Mädchen wird offenbar gegen seinen Willen dort festgehalten. Nach anfänglichen Bedenken und dem ungläubigen Zweifel seiner Eltern überwindet er seine Ängste und springt in die unheimliche Rollowelt, in der alles so ganz anders als zu Hause gewohnt zu sein scheint.
Jahrzehnte verstreichen und als er seine Abenteuer in dieser schemenhaften Gegenwelt fast vergessen zu haben scheint, tritt das grüne Rollo plötzlich erneut in sein Leben und führt ihn an seine Grenzen und selbst darüber hinaus.

Im Nachfolger von Heinrich Steinfests 2013 für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman „Der Allesforscher“ lassen sich zahlreiche Elemente der Romantik finden: Der Einbruch des Unheimlichen in die Alltagswelt, das Motiv des gespiegelten Lebens und somit geht es schlussendlich auch in „Das grüne Rolle“ um das zentrale romantische Thema der gequälten Seele.

Der grundlegende Antrieb der Lektüre liegt im Spannungsverhältnis zwischen der realen und der phantastischen Gegenwelt und der Frage, auf welche Weisen sich beide aufeinander beziehen und ob Theos Reisen in die Rollowelt Hirngespinste, Fieberträume oder tatsächliche Übertritte zu Grunde liegen.

Das Buch gliedert sich in zwei Großkapitel, welche die jeweiligen Erlebnisse als Kind und Erwachsener umfassen und wird abgeschlossen durch die Perspektive einer außenstehenden Figur, welche den Schilderungen in ein nochmals anderes Licht rücken. Ob man die Lektüre am Ende als gewinnbringend oder enttäuschend betrachtet, wird voraussichtlich stark davon abhängen, als wie zufriedenstellend die scheinbaren Erklärungen in diesem letzten Kapitel empfunden werden.

Unabhängig davon ist der Roman eine interessante Neuerzählung rund um das klassische Kinder- und Jugendbuchmotiv des erlösenden Kindes. Seine verschiedenen Einflüsse sind dabei deutlich spürbar ohne wie ein reines Patchwork-Konstrukt zu wirken.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
2
7
1
0
0

Die Frage der eigenen Existenz
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Fantastisch geschrieben, eine beeindruckende Geschichte über die Rolle von Mut, Freundschaft und der eigenen Familie. Wir begleiten Theo in die Welt hinter das grüne Rollo und durch sein weiteres Leben, welches ihn immer wieder zu seinen Anfängen zurückführt. Vor allem mit dem Ende des Romans zeigt Steinfest mal wieder die Dimensionen... Fantastisch geschrieben, eine beeindruckende Geschichte über die Rolle von Mut, Freundschaft und der eigenen Familie. Wir begleiten Theo in die Welt hinter das grüne Rollo und durch sein weiteres Leben, welches ihn immer wieder zu seinen Anfängen zurückführt. Vor allem mit dem Ende des Romans zeigt Steinfest mal wieder die Dimensionen seines Vorstellungsvermögens und fährt alles auf, was literarisch möglich ist. Ein absolutes Muss, nicht nur für die Fans von Heinrich Steinfest!

Ein Traum in Grün!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.06.2017
Bewertet: Taschenbuch

In diesem Roman lässt der Autor seiner großen Fantasie freien Lauf. Theo pendelt zwischen zwei Welten deren Grenzen sich allmählich verwischen. In ausgeklügelten Metaphern beschreibt er das Erleben des 10jährigen, der in ein fast unheimliches Abenteuer hineingezogen wird. Es ist weder ein Kinderbuch noch ein Fantasy Roman. Es... In diesem Roman lässt der Autor seiner großen Fantasie freien Lauf. Theo pendelt zwischen zwei Welten deren Grenzen sich allmählich verwischen. In ausgeklügelten Metaphern beschreibt er das Erleben des 10jährigen, der in ein fast unheimliches Abenteuer hineingezogen wird. Es ist weder ein Kinderbuch noch ein Fantasy Roman. Es ist einfach Steinfest. Schön schräg und sehr zu empfehlen!

von einer Kundin/einem Kunden am 15.05.2017
Bewertet: anderes Format

Fesselnder Roman. Steinfest beherrscht seine Kunst