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Der Fall Bramard

(8)
Nach seinem großen, sprachgewaltigen Italienpanorama «Der aufrechte Mann», das ein ganz anderes Italien zeigt, als wir es kennen, kehrt Davide Longo nun wieder in seine engere Heimat, in die piemontesischen Berge, zurück. «Der Fall Bramard» schließt an seinen Roman «Der Steingänger» an, der Davide Longo in Deutschland bekannt gemacht hat und in dem es auch, wie im «Fall Bramard» um einen außergewöhnlichen Kriminalfall im Piemont ging.
Corso Bramard lebt in einem Dorf am schönsten Wanderweg der Alpen, der GTA, «Grande Traversata delle Alpi». Doch unaufgeklärte Verbrechen lasten auf den Bewohnern.
Bramard, ein schweigsamer charismatischer Kauz, war als Kommissar einem Frauenmörder auf der Spur. Kurz vor der Aufdeckung jedoch wurde seine eigene Frau zum Opfer, seine Tochter verschwand.
Zwanzig Jahre später meldet sich der Mörder mit einem anonymen Brief und einem Zitat aus dem Song «Story of Isaac» von Leonard Cohen bei ihm wieder. Bramard, der inzwischen Lehrer geworden ist und eine zarte Liebesbeziehung zu der in der Dorfbar arbeitenden Rumänin Elena unterhält, nimmt die Herausforderung an. Er begibt sich auf die Suche nach dem Mann, der sein Leben beinahe zerstörte, setzt die einzelnen Erinnerungen der Talbewohner an die letzten zwei Jahrzehnte akribisch zusammen, bis es zu einer in jeder Hinsicht überraschenden Begegnung kommt.
Ein spannungsgeladener Roman über die Nähe von Schönheit und Verbrechen und über Verletzungen, die man jahrelang in sich trägt, bis der Moment kommt, sich ihnen zu stellen und sie zu überwinden.

Davide Longo ist neben Paolo Giordano, Andrea Bajani und Michela Murgia einer der renommiertesten italienischen Autoren der jüngeren Generation. Die literarische Kraft, existenzielle Atmosphäre und sprachliche Dichte von Longos Prosa hinterlassen unauslöschliche Leseeindrücke.
Rezension
Viel mehr als ein Krimi, aber nie weniger. «Der Fall Bramard» beweist, dass Longo derzeit zu den spannendsten italienischen Schriftstellern gehört.
Portrait
Davide Longo, 1971 in Carmagnola im Piemont geboren, lebt in Turin, wo er am Literaturinstitut «Scuola Holden» unterrichtet. Er schreibt Prosa, Hörspiele und Drehbücher für Kurzfilme. Für seinen Roman „Der Steingänger“ erhielt er mehrere Preise, darunter den Premio Grinzane Cavour, den Premio Via Po und den Premio Scritture Giovane. Sein Roman „Der aufrechte Mann“ wurde von der Presse enthusiastisch aufgenommen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.04.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783644045514
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 1082 KB
Übersetzer Barbara Kleiner
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Ein gebrochener Mann
von einer Kundin/einem Kunden am 31.01.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der ehemalige Polizist Corso Bramard führt ein einsames Leben in einem kleinen Dorf in den piemontesischen Alpen. Mittlerweile arbeitet er zwar als Lehrer, doch den größten Fall seiner Polizeilaufbahn vor 20 Jahren kann er einfach nicht vergessen: Am Ende seiner Serie tötete ein Frauenmörder Bramards Ehefrau und seine Tochter... Der ehemalige Polizist Corso Bramard führt ein einsames Leben in einem kleinen Dorf in den piemontesischen Alpen. Mittlerweile arbeitet er zwar als Lehrer, doch den größten Fall seiner Polizeilaufbahn vor 20 Jahren kann er einfach nicht vergessen: Am Ende seiner Serie tötete ein Frauenmörder Bramards Ehefrau und seine Tochter verschwand spurlos . Doch ausgerechnet, als sich am trostlosen Himmel von Bramards Leben ein zarter Silberstreif zeigt, erhält er einen anonymen Brief, der vom Mörder zu stammen scheint... Ein düster- melancholischer Krimi, mit einem einsamen, aber faszinierenden Helden, dessen präzise und bildhafte Sprache eine Atmosphäre entstehen lässt, deren düsterem Sog man sich beim Lesen kaum noch entziehen kann.

von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein recht ungewöhnlicher Roman (weniger Krimi) mit interessanter Hauptfigur. Im Mittelpunkt steht die detail- und bildreiche Sprache, nicht Spannung oder Action.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Neuer spannender Italienkrimi.