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Irrungen, Wirrungen

(ungekürzte Lesung)

HörGut! Klassik

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Bei einer Bootspartie lernen sich die Näherin Lene Nimptsch und der junge Baron Botho von Rienäcker kennen und verlieben sich. Aber die unstandesgemäße Beziehung hält dem gesellschaftlichen Druck nicht stand. Das Paar entsagt dem gemeinsamen Glück. Bei seinem Erscheinen 1887 rief Theodor Fontanes gesellschaftskritischer Roman einen literarischen Skandal hervor.

Sabine Falkenberg hat im Staatstheater Oldenburg, der Kieler Oper und dem Deutschen Schauspielhaus unter anderem die Minna in "Minna von Barnhelm", die Sally Bowles in "Cabaret" und die Seeräuberjenny in der "Dreigroschenoper" gespielt. Daneben spielte sie zahlreiche Episodenhauptrollen in ARD, ZDF und KIKA. Ihre Stimme kennen wir als die von Helen Hunt, Shirley McLaine, Penelope Cruz und Mira Sorvino und als Sprecherin von Alice Schwarzers "Der große Unterschied". Im HörGut! Verlag hat sie bislang "Die Judenbuche" und "Irrungen, Wirrungen" eingelesen.

Theodor Fontane, geboren am 30. Dezember 1819 in Neuruppin, gestorben am 20. September 1898 in Berlin, entstammt einer Hugenottenfamilie. Fontane arbeitete zunächst als Apotheker, bevor er 1851 die Arbeit als Journalist und Schriftsteller aufnahm. 1852 ging Fontane als Auslandskorrespondent nach London und kehrte 1860 als Redakteur der "Kreuzzeitung" nach Berlin zurück.

In den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870 folgte Fontane als Kriegsberichterstatter den preußischen Armeen. Im Oktober 1870 geriet er kurz in französische Internierung. 1870 begann Fontane als Theaterkritiker bei der "Vossischen Zeitung", für die er bis 1889 Kritiken schrieb. Fontanes bekannte Frauenromane entstanden alle nach seinem 60. Lebensjahr.

Wichtige Werke Fontanes sind: "Wanderungen durch die Mark Brandenburg"(1862¿82), "Grete Minde" (1880), "L¿Adultera"(1882), "Schach von Wuthenow" (1883), "Irrungen, Wirrungen" (1888), "Stine" (1890), "Effi Briest" (1895) und "Der Stechlin" (1899).
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3
Sprecher Sabine Falkenberg
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 10.09.2007
Sprache Deutsch
EAN 4056198022115
Verlag HörGut! Verlag
Spieldauer 312 Minuten
Format & Qualität MP3, 312 Minuten
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Kundenbewertungen

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#wennausbuechernliebewirdrezension
von einer Kundin/einem Kunden am 05.03.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

An Reclam Hefte gehe ich immer mit gemischten Gefühlen heran. Doch bei diesem Buch war meine Sorge unbegründet. Romane liebe ich ja und selbst dieser altertümlichere Roman hat mich überzeugen können. Trotzdem finde ich ihn etwas langweilig, aber die Story ist mega schön. Es hat mir richtig gut gefallen, selbst der Schreibstil ... An Reclam Hefte gehe ich immer mit gemischten Gefühlen heran. Doch bei diesem Buch war meine Sorge unbegründet. Romane liebe ich ja und selbst dieser altertümlichere Roman hat mich überzeugen können. Trotzdem finde ich ihn etwas langweilig, aber die Story ist mega schön. Es hat mir richtig gut gefallen, selbst der Schreibstil war wunderschön, auch wenn man nicht alles unbedingt auf anhieb verstand (dafür gibt es ja den Lektürenschlüssel;)) Ich hätte nur im Verlauf des Buches mehr von Lene gehört, nach der Trennung von Botho, wobei dies im großen und ganzen auch ok war. Ich kann auch die Entscheidung von Seiten Lene verstehen. Also mein Fazit lautet, die BESTE Schullektüre, die ich bis dato gelesen habe

Nicht nur Schullektüre
von einer Kundin/einem Kunden aus Duisburg am 12.05.2016
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ich sage euch, nach sicherlich drei Seiten setzt der Genuss ein. OK, ist es kein leichter Stoff. Und jetzt brauche ich nur noch die Ruhe alles zu lesen. Ehrlich, ich liebe ebooks. Ich bin der Meinung, dieses Werk verdient es. Der Leser muss sich allerdings anstrengen, das Buch zu verarbeiten. Zu Beginn ist es etwas anstrengend z... Ich sage euch, nach sicherlich drei Seiten setzt der Genuss ein. OK, ist es kein leichter Stoff. Und jetzt brauche ich nur noch die Ruhe alles zu lesen. Ehrlich, ich liebe ebooks. Ich bin der Meinung, dieses Werk verdient es. Der Leser muss sich allerdings anstrengen, das Buch zu verarbeiten. Zu Beginn ist es etwas anstrengend zu lesen, aber das gibt sich zügig.

Leider nur Durchschnitt...
von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nach einigen, bisher sehr eindrucksvollen Romanen von Theodor Fontane konnte mich „Irrungen, Wirrungen“, 1888 erschienen, irgendwie nicht erreichen. Die Figuren haben wenig exemplarisches, wenig von der Fontane sonst so eigenen Ironie, Frische und Individualität. Alles erscheint hölzern, die Handlung schleppt sich, hat wenig Rei... Nach einigen, bisher sehr eindrucksvollen Romanen von Theodor Fontane konnte mich „Irrungen, Wirrungen“, 1888 erschienen, irgendwie nicht erreichen. Die Figuren haben wenig exemplarisches, wenig von der Fontane sonst so eigenen Ironie, Frische und Individualität. Alles erscheint hölzern, die Handlung schleppt sich, hat wenig Reiz. Zentral ist allerdings einmal mehr die unstandesgemäße Liebe; Protagonisten sind Botho, aus reicher Familie kommend, und Lene, Bürgerliche. Man verliebt sich, will schließlich heiraten. Als Botho allerdings von der prekären finanziellen Lage seiner Familie hört und die eigene Mutter ihn bedrängt, die finanziell gutsituierte Cousine Käthe zu ehelichen, gibt Botho klein bei und die Beziehung wird aufgelöst. Damit erlangt Botho zwar eine sichere, aber wenig emotionale Be-ziehung. Lene hingegen lernt im Laufe des Romans schließlich Gideon kennen, der sie später bittet ihn zu heiraten. Um reinen Tisch zu machen, erzählt sie Gideon von ihren vorangegangenen Beziehungen, insbesondere jedoch von derjenigen mit Botho. Beide Männer treffen sich und Botho muss sich am Ende eingestehen, dass Gideon der bessere Mann für Lene ist. Bekannt ist, dass der Roman von Zeitgenossen – er erschien als Fortsetzungsroman in der Vossischen Zeitung – als zu freizügig empfunden wurde; eine Charakterisierung, die heute nicht mehr nachvollzogen werden kann. Für mich leider einer der weniger „runden“ Fontane-Romane. Nicht zu vergleichen bspw. mit „Unterm Birnbaum“, wo die Handlung eine wunderbar düstere, spannungsvolle Aura heraufbeschwört. Und die „Jenny Treibel“ sprüht vor Witz, Ironie und herrlichen Charakteren, deren Doppeldeutigkeit dem Leser förmlich ins Auge sprang. Hiervon ist „Irrungen, Wirrungen“ weit entfernt.