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Das Papierhaus

Roman

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Als die junge Literaturprofessorin Bluma Lennon die Straße überquert, wird sie, in einen Gedichtband Emily Dickinsons vertieft, von einem Auto erfasst und ist auf der Stelle tot. Ihren Lehrstuhl in Cambridge übernimmt ein junger Kollege, den mit Bluma nicht nur die Liebe zur Literatur verband, sondern ebenfalls eine turbulente Liaison. Eines Tages erhält er ein ramponiertes Buch mit einer Widmung seiner ehemaligen Geliebten, und verstört bricht er auf, einer Spur zu folgen, die ihn um die halbe Welt führt. Dabei wird er unversehens in eine Welt geheimer Bibliotheken und mysteriöser Leser hineingezogen.

»Das Papierhaus« ist eine hintersinnige Liebeserklärung an das Lesen und die Bücher, eine virtuose Hommage an eine der seltsamsten und beglückendsten menschlichen Leidenschaften.
Rezension
»Schon nach der Lektüre (der) ersten Zeilen weiß der versierte Bücherwurm, welch Kleinod er mit Das Papierhaus in den Händen hält.«
Sabine Mahnel, literaturmarkt.info 10.11.2014
Portrait

Carlos María Domínguez wurde 1955 in Buenos Aires geboren und lebt seit Ende der 1980er Jahre als Autor und Journalist in Montevideo. Seine 2002 veröffentlichte Langerzählung Das Papierhaus wurde in 20 Sprachen übersetzt und war in Deutschland ein großer Erfolg.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 89 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.10.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783458739432
Verlag Insel Verlag
Dateigröße 9240 KB
Übersetzer Elisabeth Müller
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Vom bibliophilen Leserherz
von NiWa aus Euratsfeld am 22.04.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Bluma Lennon überquert die Straße und ist im nächsten Moment tot, weil sie ein Auto erwischt hat. Schuld daran ist Emily Dickinson, weil die junge Literaturprofessorin ihre Nase lieber in Bücher steckt als auf den Verkehr zu achten. Ihr Nachfolger an der Universität erhält ein äußerst lädiertes Buch, das... Bluma Lennon überquert die Straße und ist im nächsten Moment tot, weil sie ein Auto erwischt hat. Schuld daran ist Emily Dickinson, weil die junge Literaturprofessorin ihre Nase lieber in Bücher steckt als auf den Verkehr zu achten. Ihr Nachfolger an der Universität erhält ein äußerst lädiertes Buch, das ihn auf eine weite Reise auf den Spuren seiner Vorgängerin führt. "Das Papierhaus" wurde für passionierte Leser und Bücherwürmer geschrieben, denn von Anfang bis Ende geht es um Bibliophilie, die Liebe zum Buch, und das büchersammelnde Leserherz. Mit Blumas verfrühten Tod hat niemand gerechnet, auch nicht ihr Nachfolger, den eine Romanze mit der Literaturprofessorin verband. Eines Tages findet er ein sehr ramponiertes Buch in ihrem bzw. seinem Büro vor und geht seinem Geheimnis auf die Spur. Dieses Geheimnis ist in der Bibliophilie begründet und regt in die andere Richtung zum Nachdenken an. Ist es wirklich der Sinn des Lebens, es lesend mit der Nase im Buch zu verbringen? Wie weit kann die Gier nach Büchern gehen ohne in Wahnsinn abzudriften? Und wie sehr werden wir von Büchern beeinflusst, unabhängig davon, ob uns ihre Geschichten gefallen haben? So geht Carlos María Domínguez schon eingangs auf die Gefahren von Büchern ein, wenn er davon erzählt, wie Bluma dank Emily Dickinson ihr Ende fand, sich sein Freund Richard wegen des Autors Faulkner ein Bein brach und ein anderer Freund aufgrund eines Buches an Tuberkulose erkrankte. „Ein Auto hat sie getötet. Nicht das Gedicht.“ (S. 11) Bücher sind gefährlich, aber nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist sind sie eine reelle Gefahr. Wer Stunde um Stunde in Büchern verbringt, verlernt vielleicht sich der Realität zu widmen oder wird von der Buchwelt eingeholt … „Doch es kommt der Moment, da unsere Bücher eine unsichtbare, durch ihre Menge definierte Grenze überschreiten. Was einst unser Stolz war, wird uns zur Last, denn die Platzfrage bleibt ein Problem.“ (S. 20) Dabei ist der charmante Sprachstil besonders erwähnenswert. Mit blumigen Vergleichen, sanften Pointen und einer leidenschaftlichen Wortwahl, von der Liebe zum Buch durchströmt, erzählt der Protagonist, wie er dem lädierten Exemplar von Blumas Schreibtisch auf die Schliche kommt, und warum ihm diese Geschichte zu denken gibt. Die Handlung lässt ab ungefähr der Hälfte zu wünschen übrig, weil es mir dann doch etwas zu abstrus geworden ist. Zwar kann sie sich bis zum Ende wieder fangen, schmälert bei mir trotzdem den Gesamteindruck. Dennoch hat Carlos María Domínguez mit „Das Papierhaus“ eine Liebeserklärung an die Buchwelt sowie eine kleine, literarische Perle verfasst, in der man sich als zügelloser Leser nur wiederfinden kann.

von einer Kundin/einem Kunden am 03.02.2017
Bewertet: anderes Format

Eine ungewöhnliche Geschichte über die Liebe: zu Menschen und zu den Büchern.

von einer Kundin/einem Kunden am 03.02.2017
Bewertet: anderes Format

Für Buchliebhaber sind einige treffende Absätze drin, die ihn zum Schmunzeln bringen und auch die Geschichte ist dementsprechend passend.