Accabadora

WAT Band 768

Michela Murgia

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Beschreibung

Eine Geschichte über Mutter und Tochter, wie sie noch nie erzählt worden ist. Ein Roman, in dem das archaische und das moderne Italien aufeinandertreffen.

Wie Mutter und Tochter leben Bonaria Urrai und die sechsjährige Maria zusammen. Die Bewohner des sardischen Dorfes sehen den beiden verwundert nach und tuscheln, wenn sie die Straße hinunterlaufen. Dabei ist alles ganz einfach: Die alte Schneiderin hat das Mädchen zu sich genommen und zieht es groß, dafür wird Maria sich später um sie kümmern.

Als vierte Tochter einer bitterarmen Witwe war Maria daran gewöhnt, »die Letzte« und eine zu viel zu sein. Nun hat sie ein eigenes Zimmer in dem großen reinlichen Haus Bonarias, wo alle Türen offen stehen und sie jeden Raum betreten darf. Doch ein Geheimnis umweht die stets schwarz gekleidete, wortkarge Frau, die mitunter nachts, wenn Maria schlafen soll, Besuch erhält und dann das Haus verlässt. Es scheint, als würde Bonaria in zwei Welten leben. Das Mädchen spürt, dass sie nicht danach fragen darf. Erst sehr spät entdeckt sie die ganze Wahrheit.

Michela Murgia erzählt in einer schnörkellosen, poetischen Sprache aus einer scheinbar fernen, doch kaum vergangenen Welt. Von zwei Generationen, zwei Frauenleben, von einem alten, lange verschwiegenen Beruf. Dieser Roman ist sinnlich, radikal und verblüffend gegenwärtig.

Produktdetails

Verkaufsrang 39452
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 22.08.2014
Verlag Verlag Klaus Wagenbach
Seitenzahl 176 (Printausgabe)
Dateigröße 1587 KB
Übersetzer Julika Brandestini
Sprache Deutsch
EAN 9783803141682

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Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Dieses Buch ist eine Entdeckung. In einer hochpoetischen Sprache erzählt die 38-jährige Autorin von einer ungewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung auf Sardinien. Die alte Schneiderin Bonaria Urrai nimmt die 6-jährige Maria zu sich. Das kleine Mädchen fühlt sich wohl bei der Pflegemutter, doch mit der Zeit spürt sie auch, dass die... Dieses Buch ist eine Entdeckung. In einer hochpoetischen Sprache erzählt die 38-jährige Autorin von einer ungewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung auf Sardinien. Die alte Schneiderin Bonaria Urrai nimmt die 6-jährige Maria zu sich. Das kleine Mädchen fühlt sich wohl bei der Pflegemutter, doch mit der Zeit spürt sie auch, dass diese ein Geheimnis umgibt. Die Geschichte spielt in den 50er Jahren, aber das Leben erscheint uns nahezu archaisch. Als Maria den wahren Beruf ihrer geliebten Tzia entdeckt, kommt es zum Bruch zwischen den beiden Frauen. Maria verlässt die Insel und erst als Bonnaria pflegebedürftig wird, kehrt sie zurück. Absolut lesenswert!

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

In einem sardischen Dorf der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wird von einer archaischen und ländlichen Welt erzählt. Eine Mutter gibt ihre vierte Tochter Maria an die kinderlose Bonaria Urrai als fill´e anima. Bonaria Urrai ist eine Accabadora, also eine Frau, die des Nachts von der Familie herbeigerufen wird um den Ste... In einem sardischen Dorf der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wird von einer archaischen und ländlichen Welt erzählt. Eine Mutter gibt ihre vierte Tochter Maria an die kinderlose Bonaria Urrai als fill´e anima. Bonaria Urrai ist eine Accabadora, also eine Frau, die des Nachts von der Familie herbeigerufen wird um den Sterbenden gewaltsam das Leben zu nehmen. Es ist die Geschichte vom Leben und Sterben und die Geschichte zweier Frauen.

von einer Kundin/einem Kunden am 21.06.2021
Bewertet: anderes Format

Beeindruckende Geschichte über ein archaisch anmutendes Sardinien vor etwa zwei Generationen. Maria, unerwünschter Esser einer bitterarmen, kinderreichen Familie wird innerhalb ihres Dorfes von Tzia Bonaria "adoptiert", aber diese hat ein dunkles Geheimnis. Tragisch,karg-poetisch

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