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Kabale und Liebe. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext

Reclam XL - Text und Kontext Band 19226

Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

Das 1784 erschienene und uraufgeführte Drama Kabale und Liebe (ursprünglich unter dem Titel Luise Millerin geplant) von Friedrich Schiller beschließt, in Anlehnung an Gotthold Ephraim Lessings Emilia Galotti, die Entwicklung des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert – eine literarische Form, die mit der klassizistischen Auffassung und Tragödie bricht und Probleme des häuslich-privaten Bereichs und den Konflikt der Stände zum Gegenstand der tragischen Handlung macht. In sehr direkter Weise wird in Schillers Kabale und Liebe mit seinem auf Spannung angelegten klaren Aufbau Kritik an den politischen Zuständen in der Fürstentümern geübt: Willkür, Mätressenwirtschaft, Verkauf von Landeskindern. Das bürgerliche Trauerspiel kontrastiert die verrottete Moral des Hofes mit der Tugend des Bürgertums. Im Mittelpunkt des Sturm-und-Drang-Stücks steht die tragische Liebesbeziehung zwischen Angehörigen verschiedener Stände: zwischen dem Adligen Ferdinand und der Musikertochter Luise Miller. Kabale und Liebe eroberte rasch die Bühne und gehört zu den großen Klassikern des deutschen Dramas.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.
Portrait
Friedrich Schiller (seit 1802: von; 10. 11. 1759 Marbach a. N. – 9. 5. 1805 Weimar) bildet mit Goethe den Kern der Weimarer Klassik, der bedeutendsten deutschen Literaturepoche. Schiller begann als Aufsehen erregender Sturm-und-Drang-Dichter und prägte seit 1795 als Publizist, Theoretiker, Dramatiker und Lyriker das berühmte klassische Weimarer Jahrzehnt. Schillers Dramen gehören noch heute zu den meistgespielten der deutschen Literatur, seine Gedichte, z. B. die Balladen, zählten im 19. Jahrhundert und darüber hinaus zum festen kulturellen Kanon der deutschen Literatur.
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  • Kabale und Liebe

    Anhang

    1. Zur Textgestalt

    2. Anmerkungen

    3. Leben und Zeit

    4. Der absolutistische Fürstenhof
    4.1 Pracht und Verschwendungssucht im Herzogtum Württemberg
    4.2 Mätressenwechsel unter Herzog Carl Eugen
    4.3 Soldatenhandel zur Zeit Schillers
    4.4 »Ein Dolchstoß in das Herz des Absolutismus«: H. A. Korff über die politische Sprengkraft des Dramas (1923)

    5. Die bürgerliche Familie im 18. Jahrhundert
    5.1 »Dieses Bürgertum lebt … in der Kampfstellung« – Fritz Martini zur dramatischen Situation (1952)
    5.2 Helmut Scheuer: »Väter und Töchter. Konfliktmodelle im Familiendrama des 18. und 19. Jahrhunderts« (1994)

    6. Eine Religion der unbedingten Liebe
    6.1 Karl S. Guthke: »Kabale und Liebe. Tragödie der Säkularisation« (1992)
    6.2 Ulrich Beck: »Die irdische Religion der Liebe« (1990)

    7. Literaturhinweise
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Max Kämper
Seitenzahl 155
Erscheinungsdatum 23.07.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-019226-9
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 16,7/11,3/1,2 cm
Gewicht 119 g
Abbildungen 3 schwarzweisse Fotos
Unterrichtsfächer Deutsch
Bundesländer Nordrhein-Westfalen
Schulbuch (Taschenbuch)
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Stürmische Intrige und Drängende Liebe

Sabrina Reiter, Thalia-Buchhandlung Wien, Donauzentrum

"Kabale und Liebe" ist eines der bekanntesten Dramen Friedrich Schillers und ein bedeutendes Werk des Sturm und Drang. Das Trauerspiel handelt von zwei Liebenden, Luise Miller und Ferdinand von Walter, deren Beziehung unter keinem guten Stern steht. Da sie aus verschiedenen sozialen Schichten stammen, sind ihre Väter mit dieser Verbindung alles andere als einverstanden. Ferdinand ist für Größeres vorgesehen und sein Vater lässt nichts unversucht um seinen Willen durchzusetzen. Mir hat dieses Drama gut gefallen. Es ist interessant aufgebaut und aufgrund der überschaubaren Charaktere übersichtlich und einfach zu lesen. Daher eignet sich dieses Werk hervorragend als Einstieg in die Welt der Dramen, auch wenn man eher an Prosa gewöhnt ist.

Gesselschaftliche Unsittilichkeiten.

Fabian Greiter, Thalia-Buchhandlung Linz

Ein Adliger der eine Bürgerliche liebt? Unvorstellbar! Zumindest zu Schillers Lebzeiten. Und genau das wird kritisiert. Es kommt wie es kommen muss: Die Protagonisten sind tot und die Trauer groß. Was lernen wir daraus? Gesellschaftliche Zwänge sind schlecht, Suizid noch schlechter. Schreibt euch das hinter die Ohren liebe Kinder.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Optimal für den Unterricht
von einer Kundin/einem Kunden aus Werder (Havel) am 27.03.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Preis-Leistungsverhältnis ist hier sehr gut. Es ist halt ein Buch, welches optimal für den Schulunterricht gemacht ist. Ansonsten ist Kabale und Liebe ein typischer Klassiker, das man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Da es hier nichts zu bemängeln gibt, gibt es volle fünf Sterne.

Gesellschaftskritik anno 1784
von Jakob B. aus Laberweinting am 08.12.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der junge adelige Ferdinand, geleitet von aufklärerischen Ideen und Emotion zugleich, liebt die bürgerliche Luise. Doch sowohl die Eltern Luisens als auch Ferdinands halten von dieser utopischen Beziehung nichts. Durch eine Intrige wird versucht, die Liebenden zu entzweien, was aber fehlschlägt, da Ferdinand aus Besessenheit Lui... Der junge adelige Ferdinand, geleitet von aufklärerischen Ideen und Emotion zugleich, liebt die bürgerliche Luise. Doch sowohl die Eltern Luisens als auch Ferdinands halten von dieser utopischen Beziehung nichts. Durch eine Intrige wird versucht, die Liebenden zu entzweien, was aber fehlschlägt, da Ferdinand aus Besessenheit Luise und anschließend sich selbst vergiftet, damit er sie im Himmel heiraten kann. Schiller hat dieses bürgerliche Trauerspiel 1784 veröffentlicht, es zählt bis heute zu seinen erfolgreichsten Werken und ist ein echter „Klassiker“ der Sturm-und-Drang-Zeit. Hier wird die Gesellschaft kritisiert – insbesondere der absolutistische Hof, das zu konservative Bürgertum, die Intrigenvielfalt, das Mätressenwesen usw. Doch heute noch genießt dieses Werk hohe Aktualität, da sich die Gesellschaft noch nicht grundlegend geändert hat.

Meine Meinung
von einer Kundin/einem Kunden aus Michendorf am 23.09.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Luise Miller und Ferdinand von Walter lieben sich. Allerdings ist ihre Liebe verboten, da die feudale Ständegesellschaft es verbietet. Und so schmieden der hinterlistige Sekretär Wurm, der Präsident von Walter und der schleimige Hofmarschall von Kalb eine feingesponnene Intrige, die dem Liebespaar letztendlich den Tod bringt … ... Luise Miller und Ferdinand von Walter lieben sich. Allerdings ist ihre Liebe verboten, da die feudale Ständegesellschaft es verbietet. Und so schmieden der hinterlistige Sekretär Wurm, der Präsident von Walter und der schleimige Hofmarschall von Kalb eine feingesponnene Intrige, die dem Liebespaar letztendlich den Tod bringt … Du hast ein Herz, lieber Walter. Ich kenne es. Warm wie das Leben ist deine Liebe und ohne Schranken wie's Unermessliche – Schenken sie einer Edeln und Würdigern – sie wird die Glücklichsten ihres Geschlechts nicht beneiden - - (Tränen unterdrückend.) mich sollst du nicht mehr sehn – Das eitle betrogene Mädchen verweine seinen Gram in einsamen Mauern, um seine Tränen wird sich niemand bekümmern – Leer und erstorben ist meine Zukunft – Doch werd ich noch je und je am verwelkten Strauß der Vergangenheit riechen. (Indem sie ihm mit abgewandtem Gesicht ihre zitternde Hand gibt.) Leben Sie wohl, Herr von Walter. Meine Meinung: Als wir es im Deutschunterricht ausgeteilt bekamen, haben wir alle natürlich gestöhnt. Auch das noch! Ein altes Buch in komischer Sprache geschrieben. Das dachte ich auch zuerst. Die erste Szene las ich drei Mal und verstand sie trotzdem nicht. Ich las trotzdem weiter. Und so langsam gewöhnte ich mich an die Sprache, die Handlungen, die ständigen Dialoge. Ich konnte mit Luise mitfühlen, aber auch mit Lady Milford. Immer wenn Kalb seinen Auftritt hatte, musste ich schon unwillkürlich grinsen. Mir war auch von Anfang an klar, dass beide sterben würden. Trotzdem ging mir ihr „Limonaden-Tod“ sehr nahe. Und: Ich hatte es freiwillig und ohne Aufforderung zu Ende gelesen. Fazit: Ein tolles, wenn auch altes Buch. Auf jeden Fall ein Klassiker! Und Leseratten, die Romeo & Julia lieben, müssen es gelesen haben ...