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Die Würde ist antastbar

Ungekürzte Ausgabe. Gelesen vom Autor

Wiegt ein Leben ein anderes auf? Was macht einen Täter zum Täter? Der Schriftsteller und Jurist Ferdinand von Schirach beschäftigt sich in seinen glänzenden Essays mit den großen ethischen Themen unserer Zeit ebenso wie mit ganz persönlichen Gedanken über die Literatur oder das Rauchen.
Portrait
Der SPIEGEL nannte ihn einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und seine Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern, die bisher in mehr als 40 Ländern erschienen sind. Sein erstes Theaterstück »Terror« wurde parallel am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. Schirach wurde mit mehreren – auch internationalen – Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis. Seinen Erfolg erklärt die französische LIBÉRATION so: »Schirachs Meisterleistung ist, uns zu zeigen, dass – egal wie monströs dessen Taten zunächst scheinen mögen – ein Mensch doch immer ein Mensch ist.« Ferdinand von Schirach lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Ferdinand von Schirach
Anzahl 3
Erscheinungsdatum 15.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783869522210
Verlag Osterwoldaudio
Auflage 3. Auflage, Ungekürzte Ausgabe
Spieldauer 173 Minuten
Verkaufsrang 1.449
Hörbuch (CD)
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17,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Schutz der Menschenwürde
von einer Kundin/einem Kunden am 22.03.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Ferdinand von Schirach regt in seinem Buch zum Nachdenken über den Art. 1 des Grundgesetzes an: Ist die Würde des Menschen wirklich unantastbar? Wie sieht die Realität aus? Er bezieht sich auf Beispiele aus Politik und Gesellschaft, erzählt persönlich aus seiner Vergangenheit. Mit seinen klar pointierten... Ferdinand von Schirach regt in seinem Buch zum Nachdenken über den Art. 1 des Grundgesetzes an: Ist die Würde des Menschen wirklich unantastbar? Wie sieht die Realität aus? Er bezieht sich auf Beispiele aus Politik und Gesellschaft, erzählt persönlich aus seiner Vergangenheit. Mit seinen klar pointierten Essays bringt er uns durch viele kreative Denkansätze zum Nachdenken und mahnt nicht alles einfach als gegeben hinzunehmen, sondern Dinge kritisch zu hinterfragen.

"Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten."
von Dr. M. am 24.08.2018
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Diese bemerkenswert unchristliche Äußerung stammt von der vorgeblichen Christin Angela Merkel und wird von Ferdinand von Schirach im ersten Essay dieses kleinen Bandes zitiert. Eigentlich geht es dort um Demokratie und Terrorismus, doch Merkels gedankenloser Satz lenkt auf das wirkliche Thema des Autors, nämlich das Festlegen, Beschreiben und Diskutieren... Diese bemerkenswert unchristliche Äußerung stammt von der vorgeblichen Christin Angela Merkel und wird von Ferdinand von Schirach im ersten Essay dieses kleinen Bandes zitiert. Eigentlich geht es dort um Demokratie und Terrorismus, doch Merkels gedankenloser Satz lenkt auf das wirkliche Thema des Autors, nämlich das Festlegen, Beschreiben und Diskutieren von Grenzlinien, deren Überschreiten grundlegende Konventionen innerhalb unserer Gesellschaft nachhaltig verändern würde. Man findet in diesem Buch viele sehr kluge Gedankengänge, ebenso aber auch ähnlich ungewollt entlarvende Sätze, wie den von Angela Merkel. Alle Essays des Bandes sind bereits im "Spiegel" erschienen. Darf man ein Passagierflugzeug abschießen, wenn es zu einem Terroranschlag benutzt werden könnte? Durfte man dem Kindesentführer Gäfgen Folter androhen, um sein Opfer zu finden als man noch Hoffnung hatte? Muss die Staatsanwaltschaft ihre Aufgaben nicht ohne Parteinahme erfüllen, und warum tut sie das neuerdings oft nicht mehr? Müssen Kinderschänder nach dem Absitzen ihrer Strafe wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden? Brauchen wir tatsächlich eine Frauenquote? Ist ein generelles Rauchverbot nicht eine Diskriminierung? Muss man Volksentscheide ablehnen, wenn man nicht an die Schwarmintelligenz glaubt? Solchen Fragen geht von Schirach in diesem Buch nach. Ganz nebenbei beantwortet er auch, warum er nicht gerne von seinem Großvater redet, dessen Name zumindest den etwas Älteren noch bekannt sein dürfte. Darüber hinaus äußert sich der Autor zum Kachelmann-Prozess, zur Sicherungsverwahrung und zu einigen anderen nicht ganz so aufregenden Punkten. Man muss von Schirach nicht unbedingt in allen seinen Ausführungen zustimmen und kann seine Gedanken und seine Texte dennoch begrüßen. Jedenfalls erging es mir so, zumal er seine Leser gut und klar durch seine Gedankenwelt zu führen vermag. Vielleicht weiß er mehr als der gewöhnliche Beobachter des Kachelmann-Schauprozesses, denn er kann sich eine indirekte moralische Verurteilung des ehemaligen Angeklagten nicht verkneifen: "Die Frau wurde über Jahre seelisch zugrunde gerichtet, sie tat nach und nach, was von ihr sexuell verlangt wurde. Und auch wenn es freiwillig war, es ist keine Frage: Kachelmanns moralische Schuld wiegt schwer." Dabei geht es von Schirach in diesem Essay eigentlich um die Schwierigkeiten in einem Strafprozess und insbesondere um die Frage, was dort "Wahrheit" ist. Sein Essay zur Gäfgen-Menschrechtsklage wegen einer tatsächlichen Folterandrohung arbeitet sich beharrlich zu den Folgen einer solchen Grenzüberschreitung vor und beschreibt sie sehr treffend. Bei dieser Gelegenheit kommt von Schirach auch zur sogenannten Schwarmintelligenz des Volkes, an die er nicht zu glauben vermag, weswegen er Volksentscheide grundsätzlich ablehnt. Das Volk hätte im Fall Gäfgen falsch entschieden, argumentiert der Autor, womit er wohl recht haben wird, denn es würde wahrscheinlich nur diesen Fall sehen und nicht den Türöffner zu einer anderen Welt, in die die meisten wohl nicht eintreten wollen würden, wenn ihnen klar sein würde, was sie dort erwarten könnte. Wer hingegen aus Prinzip Volksentscheide ablehnt, weil er nicht an die Schwarmintelligenz des Volkes glaubt, es also klarer ausgedrückt für zu dumm hält, um komplexe Fragen zu entscheiden, der muss sich dann natürlich fragen lassen, wie es denn eigentlich mit der Schwarmintelligenz einer selbsternannten Elite aussieht, die in Wirklichkeit anstelle des Volkes regiert. Demokratie müsse nach von Schirach nicht nur die Meinung der Mehrheit durchsetzen, sondern vor allem auch die Rechte von Minderheiten schützen. Ist es aber nicht so, dass diese Parteien-Demokratie, die er bevorzugt, ein Widerspruch in sich ist, weil eine Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufdrückt? Und dass ein Teil dieser Mehrheit einfach an einem solchen Possenspiel nicht mehr teilhaben will und deshalb Wahlen boykottiert, weil die da oben doch sowieso machen, was sie wollen? Davon jedenfalls steht nichts in diesem Text. Interessanterweise gibt es in diesem Buch auch einen Essay zur Frauenquote, die von Schirach freudig erregt begrüßt. Wird an dieser Stelle nicht ein komplexes Problem mit einer einfachen Verordnungsstrategie zu lösen versucht? Eine Frauenquote, die übrigens auch von vielen Frauen, die davon profitieren würden, abgelehnt wird, torpediert das von den meisten Menschen akzeptierte Leistungsprinzip. Sie greift darüber hinaus unter anderem in die unternehmerische Freiheit ein, die auch ein allgemein akzeptiertes und grundlegendes Prinzip ist. Eigentlich müsste doch ein so kluger Mensch wie der Autor auch darauf kommen, dass das Opfern solcher grundlegenden Prinzipien nicht ohne nachhaltige Folgen bleiben wird. Ist das nicht auch eine Grenzüberschreitung? Am Rande sollte vielleicht nicht unerwähnt bleiben, dass von der Seite, von der Forderungen nach einer Frauenquote kommen, auch dem Islam widerspruchslos die Tür geöffnet wird, obwohl dort völlig gegensätzliche Auffassungen vertreten werden. Man darf wirklich gespannt sein, wie sich dieser Widerspruch in Zukunft auflösen wird. Bis dahin werden sich aber noch einige männliche Kandidaten des wissenschaftlichen Mittelstandes mit dem Gedanken einer Geschlechtsumwandlung und anschließender Selbstverstümmelung befassen, um vielleicht so besser an eine der wenigen unbefristeten Stellen an einer Universität zu gelangen, zu denen sie trotz hervorragender Leistungen quotentechnisch leider nicht geeignet sind. Dass man mit einer verordneten Abschaffung einer scheinbaren Ungerechtigkeit neue Ungerechtigkeiten erzeugt, kommt dem Autor leider nicht in den Sinn. Aber das Gesetz der ungewollten Folgen wirkt unerbittlich, auch wenn man es beharrlich ignoriert. Auch wenn von Schirach bei einigen der von ihm diskutierten Grenzfragen einen Teil der komplexen Probleme oder bestimmte Folgen vermeintlicher Lösungen aus welchen Gründen auch immer einfach ausblendet, so sind andere Gedankengänge wirklich brillant, insbesondere dann, wenn sie sein Fachgebiet betreffen. Deshalb ist dieses Buch eine durchaus empfehlenswerte Lektüre, auch wenn man bei manchen Ausführungen ganz anderer Meinung sein kann.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.08.2018
Bewertet: anderes Format

Spannend & regt zum Nachdenken an, man betrachtet das Rechtssystem von einer anderen Seite. Gerade für Laien aufschlussreich!