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Der Circle

Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015, Kategorie Preis der Jugendlichen

(106)
Huxleys »Schöne neue Welt« reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz - so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten - wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles ...
Mit seinem neuen Roman »Der Circle« hat Dave Eggers ein packendes Buch über eine bestürzend nahe Zukunft geschrieben, einen Thriller, der uns ganz neu über die Bedeutung von Privatsphäre, Demokratie und Öffentlichkeit nachden-ken und den Wunsch aufkommen lässt, die Welt und das Netz mögen uns bitte manchmal vergessen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 14.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04675-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21/13,9/4 cm
Gewicht 660 g
Originaltitel The Circle
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Buch (gebundene Ausgabe)
23,70
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Buchhändler-Empfehlungen

„Lesenswert!“

Bettina Berger, Thalia-Buchhandlung Linz

Privatsphäre, nein danke, wenn sie diese Einstellung haben, dann würde ihnen die Zukunft die Dave Eggers in seinem Buch "The Circle" beschreibt gefallen. Die anderen 99 Prozent der Weltbevölkerung, die eventuell nicht mit ihren Geheimnissen hausieren gehen möchten, haben dann ein Problem.
Emoji Zwinker.
Privatsphäre, nein danke, wenn sie diese Einstellung haben, dann würde ihnen die Zukunft die Dave Eggers in seinem Buch "The Circle" beschreibt gefallen. Die anderen 99 Prozent der Weltbevölkerung, die eventuell nicht mit ihren Geheimnissen hausieren gehen möchten, haben dann ein Problem.
Emoji Zwinker.

„Alles ist sichtbar“

Helmuth Fahrngruber, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Mae Holland, eine junge und ehrgeizige IT-Spezialistin, heuert beim imaginären Unternehmen „The Circle“ an. Innerhalb kürzester Zeit legt sie einen rasanten beruflichen Aufstieg hin und findet sich rasch im Mittelpunkt einer weltweiten Community. Sie verbringt mit wenigen Ausnahmen ihre gesamte Lebenszeit am Firmen-Campus, ist rund um die Uhr online, vernetzt und befreundet mit Millionen von Followern. Das Ziel der Firma ist die totale Transparenz menschlichen Zusammenlebens: Stetige digitale Präsenz, flächendeckend eingesetzte Webcams und Datenbrillen sorgen dafür, dass Privatsphäre zu einem Relikt der Vergangenheit wird.
Die Anspielungen auf Internetgiganten wie Google, Facebook & Co liegen auf der Hand. Viele der beschriebenen Techniken sind Alltag, einige sind gerade in Entwicklung. Unbestritten verändert die sogenannte digitale Revolution in den sozialen Medien unseren Alltag in radikaler Weise.
Das Buch zeichnet eine Dystopie der Zukunft, die an „1984“ von George Orwell bzw. „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley erinnert. Teilweise wirken sowohl einzelne Geschichten als auch die Persönlichkeit der Hauptfigur etwas konstruiert und nicht ganz nachvollziehbar, wodurch der Handlungsfortlauf etwas an Reiz verliert.
Nichtsdestotrotz ist es dem Autor gelungen, das brisante Thema der totalen digitalen Überwachung spannend und unterhaltsam in einen Roman zu verpacken.
Mae Holland, eine junge und ehrgeizige IT-Spezialistin, heuert beim imaginären Unternehmen „The Circle“ an. Innerhalb kürzester Zeit legt sie einen rasanten beruflichen Aufstieg hin und findet sich rasch im Mittelpunkt einer weltweiten Community. Sie verbringt mit wenigen Ausnahmen ihre gesamte Lebenszeit am Firmen-Campus, ist rund um die Uhr online, vernetzt und befreundet mit Millionen von Followern. Das Ziel der Firma ist die totale Transparenz menschlichen Zusammenlebens: Stetige digitale Präsenz, flächendeckend eingesetzte Webcams und Datenbrillen sorgen dafür, dass Privatsphäre zu einem Relikt der Vergangenheit wird.
Die Anspielungen auf Internetgiganten wie Google, Facebook & Co liegen auf der Hand. Viele der beschriebenen Techniken sind Alltag, einige sind gerade in Entwicklung. Unbestritten verändert die sogenannte digitale Revolution in den sozialen Medien unseren Alltag in radikaler Weise.
Das Buch zeichnet eine Dystopie der Zukunft, die an „1984“ von George Orwell bzw. „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley erinnert. Teilweise wirken sowohl einzelne Geschichten als auch die Persönlichkeit der Hauptfigur etwas konstruiert und nicht ganz nachvollziehbar, wodurch der Handlungsfortlauf etwas an Reiz verliert.
Nichtsdestotrotz ist es dem Autor gelungen, das brisante Thema der totalen digitalen Überwachung spannend und unterhaltsam in einen Roman zu verpacken.

„The circle must be broken“

Lisa Tritscher, Thalia-Buchhandlung Wien

Ein Buch, während dessen Lektüre ich mehrmals das Bedürfnis hatte, es gegen die Wand zu werfen oder - um es auf einfach loszuwerden - im Bus "liegen lassen" wollte, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Nicht weil es so schlecht ist, sondern weil mir Dave Egger's gesamte Idee so nahe gegangen ist, oder vielmehr weil sie mir nahe IST. Eggers beschreibt hier keineswegs eine dystopische Zukunft, nein, er nimmt die menschlichen Selbstverwirklichungsbedürfnisse und die damit einhergehende heutige Hauptbeschäftigung mit Social Media und führt sie auf den Buchseiten ein paar kleine Schritte weiter.
Die Spannungskurve und die Tiefe der Persönlichkeit der Protagonistin sind für mich fast während der gesamten Lektüre nicht wirklich angestiegen bzw. vertieft worden; gehalten am Buch haben mich aber immer wieder die großen Schockmomente, wenn ein neues Level des Social Media Wahnsinns vorgestellt, verwirklicht und somit erreicht wurde - und nach einiger Überlegung auch von mir verstanden und akzeptiert wurde. Teilweise habe ich mich schon gefragt, wann die Protagonisten zwischen Kundenanfragen beantworten, Produktrezensionen abgeben, Testen neuer Erfindungen, ständigem Kommunizieren mit allen 10 000 Mitarbeitern des Circles, ständigem Kommunzieren mit der Außenwelt und (im Fall der Proganistin) - meiner Meinung nach für den Fortgang des Buches irrelevanten - Outdoor-Aktivitäten auch noch zum Schlafen kommen, aber wie ich selbst weiß, ist das Internet immer Droge und Pushup genug.

"Der Circle" ist für mich sicherlich kein sprachliches Meisterwerk oder bisher nie dagewesenes Gedankenspiel (auch wenn er meiner Meinung nach weder mit Orwell noch mit Huxley verglichen werden kann) und - wofür er gänzlich unschuldig ist - ist er auch noch ein Roman mit einem schlechtem Nebengeschmack, weil der Markt von dystopischen Novellen derzeit ja überflutet ist und ich eigentlich nicht auf dieser Welle mitsurfen wollte. Aber - wie ich oben erwähnt habe - handelt es sich hierbei um keine düstere Zukunftsaussicht in der ein totalitäres Regime sich abmüht, hier und dort aufkeimenden Widerstand zu bekämpfen. Es geht vielmehr um das was ich hier JETZT gerade mache: um die Ausmaße, die die ständige Aufmerksamkeitssucht des Menschen, seine Suche nach Bestätigung und deren Dokumentation haben (können). Hiermit halte ich fest, dass wir uns bereits im Circle befinden.

Ich hatte jetzt trotzdem das Bedürfnis dies hier alles aufzuschreiben, denn ich bin mir sicher, wenn ich dieses Buch in ein paar Jahren noch einmal lese, dass sich meine Sichtweise darauf um einiges verändert haben wird, weil Egger's finale Zukunftsversion in einigen Aspekten wahrsscheinlich schon Dutzende Schritte näher gerückt sein wird.
Ein Buch, während dessen Lektüre ich mehrmals das Bedürfnis hatte, es gegen die Wand zu werfen oder - um es auf einfach loszuwerden - im Bus "liegen lassen" wollte, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Nicht weil es so schlecht ist, sondern weil mir Dave Egger's gesamte Idee so nahe gegangen ist, oder vielmehr weil sie mir nahe IST. Eggers beschreibt hier keineswegs eine dystopische Zukunft, nein, er nimmt die menschlichen Selbstverwirklichungsbedürfnisse und die damit einhergehende heutige Hauptbeschäftigung mit Social Media und führt sie auf den Buchseiten ein paar kleine Schritte weiter.
Die Spannungskurve und die Tiefe der Persönlichkeit der Protagonistin sind für mich fast während der gesamten Lektüre nicht wirklich angestiegen bzw. vertieft worden; gehalten am Buch haben mich aber immer wieder die großen Schockmomente, wenn ein neues Level des Social Media Wahnsinns vorgestellt, verwirklicht und somit erreicht wurde - und nach einiger Überlegung auch von mir verstanden und akzeptiert wurde. Teilweise habe ich mich schon gefragt, wann die Protagonisten zwischen Kundenanfragen beantworten, Produktrezensionen abgeben, Testen neuer Erfindungen, ständigem Kommunizieren mit allen 10 000 Mitarbeitern des Circles, ständigem Kommunzieren mit der Außenwelt und (im Fall der Proganistin) - meiner Meinung nach für den Fortgang des Buches irrelevanten - Outdoor-Aktivitäten auch noch zum Schlafen kommen, aber wie ich selbst weiß, ist das Internet immer Droge und Pushup genug.

"Der Circle" ist für mich sicherlich kein sprachliches Meisterwerk oder bisher nie dagewesenes Gedankenspiel (auch wenn er meiner Meinung nach weder mit Orwell noch mit Huxley verglichen werden kann) und - wofür er gänzlich unschuldig ist - ist er auch noch ein Roman mit einem schlechtem Nebengeschmack, weil der Markt von dystopischen Novellen derzeit ja überflutet ist und ich eigentlich nicht auf dieser Welle mitsurfen wollte. Aber - wie ich oben erwähnt habe - handelt es sich hierbei um keine düstere Zukunftsaussicht in der ein totalitäres Regime sich abmüht, hier und dort aufkeimenden Widerstand zu bekämpfen. Es geht vielmehr um das was ich hier JETZT gerade mache: um die Ausmaße, die die ständige Aufmerksamkeitssucht des Menschen, seine Suche nach Bestätigung und deren Dokumentation haben (können). Hiermit halte ich fest, dass wir uns bereits im Circle befinden.

Ich hatte jetzt trotzdem das Bedürfnis dies hier alles aufzuschreiben, denn ich bin mir sicher, wenn ich dieses Buch in ein paar Jahren noch einmal lese, dass sich meine Sichtweise darauf um einiges verändert haben wird, weil Egger's finale Zukunftsversion in einigen Aspekten wahrsscheinlich schon Dutzende Schritte näher gerückt sein wird.

„Utopia für Utopisten“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Die junge Mae Holland ist überglücklich einen Job im Circle, einem Internetkonzern, bekommen zu haben. Annie eine Freundin aus Studentenjahren, arbeitet bereits in dieser Firma und sie ist ihr großes Vorbild. Jeden Abend gibt es eine andere Veranstaltung in dem weitläufigen Firmengelände: eine Party oder ein prominter Sänger singt für Lau für die Circelmitarbeiter. Das Essen kostet auch nichts; Spitzengastronomie von Spitzenköchen und das noch dazu tagtäglich; und als führender Internetkonzern, sind selbst Produkte des alltäglichen Bedarfs jederzeit konsumierbar, ohne sie jedoch bezahlen zu müssen. Der Circle ist nicht nur deswegen der führende Internetkonzern, weil er so viele andere Firmen geschluckt hat und seinen Mitarbeitern einen wunderbaren Arbeitsplatz beschert, sondern weil er mit TrueYou etwas Entscheidendes möglich gemacht hat: Die Anonymität im Netz gibt es nicht mehr. Niemand kann sich hinter einer falschen Identität verstecken und die Kriminalität im Netz ist auf null gesunken. Mae versucht ständig sich an die neue Arbeitswelt anzupassen, was ihr nicht immer gleich gut von der Hand geht. Als sie eines Tages auf den mysteriösen Kalden aufmerksam wird, bringt der ihr Leben gehörig durcheinander.

The Circle von Dave Eggers ist eine wirklich sehr spannende und außergewöhnliche Geschichte, die mich vom Aufbau und der Struktur her, sehr wohl an Aldous Houxleys „Schöne neue Welt“ erinnert hat. Erzählt wird aus der Sicht der Mae Holland, und es ist nicht das Jahr 632 nach Ford, sondern eigentlich die Gegenwart, oder besser gesagt: „Eine sehr, sehr nahen Zukunft.“ Meiner Meinung nach, hinkt aber im direkten Vergleich „The Circle“ hinter „Schöne neue Welt“ ein wenig her. Denn Houxleys Werk ist bereits vor 90 Jahren das erste Mal erschienen und behandelt gegenwärtige Probleme was, wenn man die lange Zeitspanne berücksichtigt, schon sehr bemerkenswert ist; Dave Eggers hingegen, schließt von einem gegenwärtigen Ausgangspunkt auf eine nahe Zukunft. Daher wäre ich ja neugierig, wie man in 90 Jahren auf The Circle zurückblickt, allerdings werde ich das wahrscheinlich nicht mehr erleben.

Eindeutig stehen im Vordergrund die Erfahrungen die Mae im The Circle macht, und die ganz besonderen und neue Innovationen, an denen sie direkt und indirekt mitwirkt, die unter anderem den Versuch innehaben, den Menschen bis zur Perfektion gläsern zu kreieren. In diesem Zusammenhang ist mir ein Satz aus diesem Buch einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen: „Wer könnte Utopia bauen, wenn nicht Utopisten?“ Das Schockierende ist aber in diesem Roman das unbedarfte und kindliches Verhalten der Protagonisten, das manchmal wirklich etwas zu enervierend war, und die daraus erfolgende anstößig anmutende Privatsphäre, die zur letzten Ruhe gebettet wird. bzw. worden ist. An dieser Stelle könnte man/ich dem Autor ein bisschen Langatmigkeit vorwerfen, allerdings kann es auch daran liegen, dass ich immer wieder beim Lesen pausiert habe, um das Gelesene sacken zu lassen. Ein ungerechtfertigter, zweiter Kritikpunkt wären hier die klassischen Antagonisten, die zwar den sympathischeren Part in dieser Geschichte abbekommen, aber viel zu wenig an Präsenz erhalten. Dieses Ungleichgewicht ist vom Autor so gewollt, jedenfalls vermute ich es, denn so wird dem Leser durch diese Überzeichnung und durch die Unbedarftheit erst vor Augen geführt, wie wir leichtfertig mit dem Thema Social Media umgehen! Manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, hier eine durch und durch satirische Geschichte zu lesen. „The Circle“ ist ganz bestimmt eine der besten Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe und bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von diesem wirklich ausgezeichneten Autor lesen werde.
Die junge Mae Holland ist überglücklich einen Job im Circle, einem Internetkonzern, bekommen zu haben. Annie eine Freundin aus Studentenjahren, arbeitet bereits in dieser Firma und sie ist ihr großes Vorbild. Jeden Abend gibt es eine andere Veranstaltung in dem weitläufigen Firmengelände: eine Party oder ein prominter Sänger singt für Lau für die Circelmitarbeiter. Das Essen kostet auch nichts; Spitzengastronomie von Spitzenköchen und das noch dazu tagtäglich; und als führender Internetkonzern, sind selbst Produkte des alltäglichen Bedarfs jederzeit konsumierbar, ohne sie jedoch bezahlen zu müssen. Der Circle ist nicht nur deswegen der führende Internetkonzern, weil er so viele andere Firmen geschluckt hat und seinen Mitarbeitern einen wunderbaren Arbeitsplatz beschert, sondern weil er mit TrueYou etwas Entscheidendes möglich gemacht hat: Die Anonymität im Netz gibt es nicht mehr. Niemand kann sich hinter einer falschen Identität verstecken und die Kriminalität im Netz ist auf null gesunken. Mae versucht ständig sich an die neue Arbeitswelt anzupassen, was ihr nicht immer gleich gut von der Hand geht. Als sie eines Tages auf den mysteriösen Kalden aufmerksam wird, bringt der ihr Leben gehörig durcheinander.

The Circle von Dave Eggers ist eine wirklich sehr spannende und außergewöhnliche Geschichte, die mich vom Aufbau und der Struktur her, sehr wohl an Aldous Houxleys „Schöne neue Welt“ erinnert hat. Erzählt wird aus der Sicht der Mae Holland, und es ist nicht das Jahr 632 nach Ford, sondern eigentlich die Gegenwart, oder besser gesagt: „Eine sehr, sehr nahen Zukunft.“ Meiner Meinung nach, hinkt aber im direkten Vergleich „The Circle“ hinter „Schöne neue Welt“ ein wenig her. Denn Houxleys Werk ist bereits vor 90 Jahren das erste Mal erschienen und behandelt gegenwärtige Probleme was, wenn man die lange Zeitspanne berücksichtigt, schon sehr bemerkenswert ist; Dave Eggers hingegen, schließt von einem gegenwärtigen Ausgangspunkt auf eine nahe Zukunft. Daher wäre ich ja neugierig, wie man in 90 Jahren auf The Circle zurückblickt, allerdings werde ich das wahrscheinlich nicht mehr erleben.

Eindeutig stehen im Vordergrund die Erfahrungen die Mae im The Circle macht, und die ganz besonderen und neue Innovationen, an denen sie direkt und indirekt mitwirkt, die unter anderem den Versuch innehaben, den Menschen bis zur Perfektion gläsern zu kreieren. In diesem Zusammenhang ist mir ein Satz aus diesem Buch einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen: „Wer könnte Utopia bauen, wenn nicht Utopisten?“ Das Schockierende ist aber in diesem Roman das unbedarfte und kindliches Verhalten der Protagonisten, das manchmal wirklich etwas zu enervierend war, und die daraus erfolgende anstößig anmutende Privatsphäre, die zur letzten Ruhe gebettet wird. bzw. worden ist. An dieser Stelle könnte man/ich dem Autor ein bisschen Langatmigkeit vorwerfen, allerdings kann es auch daran liegen, dass ich immer wieder beim Lesen pausiert habe, um das Gelesene sacken zu lassen. Ein ungerechtfertigter, zweiter Kritikpunkt wären hier die klassischen Antagonisten, die zwar den sympathischeren Part in dieser Geschichte abbekommen, aber viel zu wenig an Präsenz erhalten. Dieses Ungleichgewicht ist vom Autor so gewollt, jedenfalls vermute ich es, denn so wird dem Leser durch diese Überzeichnung und durch die Unbedarftheit erst vor Augen geführt, wie wir leichtfertig mit dem Thema Social Media umgehen! Manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, hier eine durch und durch satirische Geschichte zu lesen. „The Circle“ ist ganz bestimmt eine der besten Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe und bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von diesem wirklich ausgezeichneten Autor lesen werde.

„Hatten wir doch schon“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Damals hieß es allerdings noch "Schöne Neue Welt", und ward geschrieben von einem gewissen Aldous Huxley. Welcher nunmehr einen genuinen Nachfolger in Dave Eggers gefunden hat. Nae ist überglücklich, sie hat eine Anstellung bei "The Circle" gefunden. Das ist jene Firma, welche Apple, Twitter, Facebook & Co aufgekauft hat. Alle User werden mit einer einzigartigen Internetidentität ausgestattet, mit der alles abgewickelt werden kann. Geleitet von den drei Weisen soll, bzw. wird der Internetkriminalität keine Chance mehr gegeben. Für Firmenangehörige gibt es Gratiskonzerte der Popstars, ganz zu schweigen von der täglichen Essensaufnahme, welche natürlich kostenlos ist. Allerdings, und das macht doch überhaupt nichts aus, müssen sich die Angestellten zur Verfügung stellen, als Versuchskaninchen für neue Techniken. Es kann doch nicht schlecht sein, den gläsernen Menschen vor sich zu haben, oder? Damals hieß es allerdings noch "Schöne Neue Welt", und ward geschrieben von einem gewissen Aldous Huxley. Welcher nunmehr einen genuinen Nachfolger in Dave Eggers gefunden hat. Nae ist überglücklich, sie hat eine Anstellung bei "The Circle" gefunden. Das ist jene Firma, welche Apple, Twitter, Facebook & Co aufgekauft hat. Alle User werden mit einer einzigartigen Internetidentität ausgestattet, mit der alles abgewickelt werden kann. Geleitet von den drei Weisen soll, bzw. wird der Internetkriminalität keine Chance mehr gegeben. Für Firmenangehörige gibt es Gratiskonzerte der Popstars, ganz zu schweigen von der täglichen Essensaufnahme, welche natürlich kostenlos ist. Allerdings, und das macht doch überhaupt nichts aus, müssen sich die Angestellten zur Verfügung stellen, als Versuchskaninchen für neue Techniken. Es kann doch nicht schlecht sein, den gläsernen Menschen vor sich zu haben, oder?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
106 Bewertungen
Übersicht
47
42
11
4
2

Faszinierend und erschreckend zugleich...
von einer Kundin/einem Kunden am 15.08.2018
Bewertet: Taschenbuch

Das "gläserne" Zeitalter hat schon längst begonnen..., davor verstecken kann man sich aber schon lange nicht mehr. Beeindruckende Zukunftsvision, die eigentlich schon zu unserer Realität geworden ist. #socialmedia #thecircle #digitaletransparenz

von einer Kundin/einem Kunden am 15.08.2018
Bewertet: anderes Format

Diese nur allzu nah erscheinende Zukunftsvision ist einfach nur erschreckend. Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Read; mit kritischem und reflektierendem Verstand!

Eine Vision?
von einer Kundin/einem Kunden am 11.03.2017
Bewertet: Taschenbuch

Das Buch beschreibt die beängstigende Vision eines Überwachungsstaates völlig neuer Qualität, der seine bedrohliche Wirkung vor allem durch die allzu große Nähe zu unserer aktuellen Realität erfährt. Man beginnt zwangsläufig den eigenen Umgang mit den digitalen Medien zu hinterfragen und darüber nachzudenken inwieweit dieser schleichende Prozess den noch wirklich... Das Buch beschreibt die beängstigende Vision eines Überwachungsstaates völlig neuer Qualität, der seine bedrohliche Wirkung vor allem durch die allzu große Nähe zu unserer aktuellen Realität erfährt. Man beginnt zwangsläufig den eigenen Umgang mit den digitalen Medien zu hinterfragen und darüber nachzudenken inwieweit dieser schleichende Prozess den noch wirklich Fiktion oder schon Realität ist. Sehr clever. Sehr zwangsläufig. Sehr furchteinflössend.