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Schwalben

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Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs: Die Deutschbaltin Fee Quint und der estnische Fischer Kalju Kask wollen trotz aller Standesunterschiede heiraten, doch im Herbst 1939 wird das Land von sowjetischen Truppen besetzt. Damit werden die Zukunftspläne jäh zerrissen und Fee muss mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen. Bald wird sie als Lazarettschwester nach Frankreich geschickt, während Kalju mit einem versprengten Rest seiner Truppe nach Finnland flieht. Ein Wiedersehen scheint unmöglich, doch setzt Fee alles daran, ihn wiederzufinden. Während des Russlandfeldzugs kommt Fee nach Estland zurück und sie trifft Kalju wieder, der auf Seiten der Deutschen kämpft. Als aber mit der Niederlage der Wehrmacht ihre Heimat endgültig verloren ist, beschließen sie, Widerstand gegen die sowjetischen Besatzer zu leisten und lassen sich damit auf ein lebensgefährliches Unterfangen ein. Meret, Fees Enkelin, kommt in der Jetzt-Zeit für ihre Firma nach Estland und nimmt das Versprechen mit, Kaljus Schicksal aufzuklären. Sie schließt nicht nur selbst Freundschaft mit einem Esten, sondern entdeckt auch, dass ihre Wurzeln in diesem Land noch tiefer liegen als sie erwartet hatte.
Portrait
Ira Christiana Ebner, geboren 1977, entdeckte ihr Talent fürs Schreiben bereits in ihrer Jugend. Auch ihr Interesse an Zeitgeschichte und anderen Kulturen und Ländern erwachte sehr früh. Im Jahr 2012 veröffentlichte Ira Ebner den Zweiteiler "Himmel, Erde, Schnee", der ein breites Panorama der "Singenden Revolution" in Estland zeichnet. Mit dem Baltikum verbinden sie persönliche Beziehungen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 347 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.06.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783845912257
Verlag Aavaa Verlag
Dateigröße 522 KB
eBook
4,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Wären wir Schwalben, flögen wir nach Hause.
von Susanne Schatz am 17.09.2018
Bewertet: eBook (PDF)

Die tragisch schöne Liebesgeschichte rund um die Deutschbaltin Fee und den Esten Kalju spielt in Estland in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Eindrucksvoll werden die Gefühle und Ereignisse, die auf Fee einströmen erzählt. Sie ist geprägt von Trennung, Flucht und Verrat und führt Fee quer durch Europa. Die Einzelheiten... Die tragisch schöne Liebesgeschichte rund um die Deutschbaltin Fee und den Esten Kalju spielt in Estland in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Eindrucksvoll werden die Gefühle und Ereignisse, die auf Fee einströmen erzählt. Sie ist geprägt von Trennung, Flucht und Verrat und führt Fee quer durch Europa. Die Einzelheiten der Liebe zwischen Fee und Kalju werden als Erinnerungen der verwitweten Fee erzählt. So erfährt Fees Enkelin Meret von der Vergangenheit ihrer Großmutter und den dunklen Flecken in ihrer Familiengeschichte. Gemeinsam begeben sie sich auf die Reise in das heutige Estland. Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut regergiert und man kann sich in die Gefühle und Gedanken der einzelnen Charaktere gut hineinversetzten. Man verspürt regelrecht die bittersüße Sehnsucht von Fee und trauert mit ihr um eine verlorene Liebe. Es hat mich sehr berührt und man hofft, obwohl man es besser weiß, auf ein Happy End für Kalju und Fee. Fast so wie bei den Titanikfilmen, wo man immer hofft, das Schiff möge wieder Erwarten doch nicht untergehen. Die Erzählform finde ich gut gewählt, auch wenn man neugierig auf Merets Geschichte zurück bleibt. Die Beschreibung von Estland wecken in mir den Wunsch dieses Land zu bereisen und all die beeindruckenden Orte zu besuchen. Eine wunderschöne historische Liebesgeschichte ist hier Ira Ebner gelungen, die ich Freunden dieses Genres nur ans Herz legen kann.

Frei sein wie die Schwalben
von Amouliani aus Bad Münstereifel am 04.08.2014

Liebe, Krieg, Unterdrückung und der Freiheitskampf estnischer Widerstandskämpfer gegen die russische Besetzung sind die zentralen Themen des Buches von Ira Ebner. Auf den rund 370 Seiten lernt man einiges über das heutige, vor allem aber über das Estland zur Zeit des 2. Weltkrieges kennen. Gut recherchiert und spannend erzählt... Liebe, Krieg, Unterdrückung und der Freiheitskampf estnischer Widerstandskämpfer gegen die russische Besetzung sind die zentralen Themen des Buches von Ira Ebner. Auf den rund 370 Seiten lernt man einiges über das heutige, vor allem aber über das Estland zur Zeit des 2. Weltkrieges kennen. Gut recherchiert und spannend erzählt ist die Geschichte um Fee Quint, der Deutschbaltin, und dem Fischer Kalju Kask, die nach diversen Schicksalsschlägen im November 1943 heiraten. Die Hochzeit verläuft blitzschnell, zum Feiern fehlen Zeit und Geld. Auch die Familien sind längst auseinander gerissen. Und die Geschwister der beiden könnten gegensätzlicher gar nicht sein. Fees Bruder Gero ist überzeugter Nationalsozialist, der Bruder Kaljus, Toomas, dagegen ein hundertprozentiger Kommunist. Schon zu eigentlich friedlichen Zeiten prügeln sich die beiden, denn Gero kann es nicht hinnehmen, dass ausgerechnet seine Schwester einen einfachen estnischen Fischer liebt. Die Deutschbalten hielten sich über Jahrhunderte für etwas Besseres ... Diese Ansicht teilen auch Fees Eltern. Letztendlich sind sie aber etwas liberaler eingestellt und stimmen resigniert der Beziehung zu. Der Roman beginnt im heutigen München. Meret muss beruflich nach Estland und besucht vor der Abreise ihre Großmutter Fee, die dort aufgewachsen ist und, wie erwähnt, ihre große Liebe erlebte, bis der Krieg sie für vier Jahre trennte. Eine weitere Trennung erfolgte dann 1947. Meret ist fasziniert von den Erinnerungen der „Amama“ und begibt sich in Estland auf Spurensuche. Als sie zurück kommt ist sie ihren Job los, weil sie sich weigerte in Tallinn eine kleine Firma über den Tisch zu ziehen. Stattdessen, aber auch stolz und erleichtert, reist sie einige Monate später wieder nach Estland, diesmal in Begleitung ihrer „Amama“. Der Buchtitel „Schwalben“ irritiert zunächst, macht aber Sinn, wenn man sich vor Augen hält, dass es der Traum des Liebespaares ist, irgendwann frei zu sein „wie die Schwalben“. Ein fast aussichtsloser Wunsch angesichts der russischen Übermacht. Und dann gibt es noch Kaisa, auch sie liebt Kalju … Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten! Wer sich für historische Romane interessiert und etwas über Estland erfahren möchte (was wissen wir schon über dieses Land?), sollte das Buch lesen.