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Dem Leben entfremdet

Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe

Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden.

Wir leben in einer vollkommen durchkonstruierten Welt und sind unfähig, lebendig, mitfühlend und emphatisch die Wirklichkeit wahrzunehmen. Anlass für eine Fundamentalkritik an unserer Zivilisation durch den bedeutenden Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker Arno Gruen.

Portrait
Gruen, Arno
Arno Gruen, 1923 in Berlin geboren, 1936 Emigration in die USA, 1961 Promotion als Psychoanalytiker bei Theodor Reik. Tätigkeit als Professor und Therapeut an verschiedenen Universitäten und Kliniken, daneben seit 1958 psychoanalytische Privatpraxis. Seit 1979 lebte und praktizierte Arno Gruen in der Schweiz. Zahlreiche Fachpublikationen und Buchveröffentlichungen. Arno Gruen starb im Oktober 2015 in Zürich.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 01.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-34836-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,3/12,3/2 cm
Gewicht 206 g
Verkaufsrang 33703
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Empathie & Solidarität
von einer Kundin/einem Kunden am 13.09.2017

Ein bewegendes Plädoyer für ein Leben voller Empathie und Solidarität. Arno Gruen ergründet eindrücklich, wie Unsicherheiten in unserer Gesellschaft schon in frühester Kindheit entstehen und in einem übertriebenen Streben nach Sicherheit und Primitivität enden. Dieses Buch macht bewusst, wie bedeutsam Engagement und Mitgefühl im... Ein bewegendes Plädoyer für ein Leben voller Empathie und Solidarität. Arno Gruen ergründet eindrücklich, wie Unsicherheiten in unserer Gesellschaft schon in frühester Kindheit entstehen und in einem übertriebenen Streben nach Sicherheit und Primitivität enden. Dieses Buch macht bewusst, wie bedeutsam Engagement und Mitgefühl im Zusammenleben sind!

Dem Leben entfremdet
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2014

Was bringt Eltern dazu, die Lebendigkeit und Lebenslust ihrer Säuglinge als störend oder gar bedrohend zu erfahren? Ein Kind solcher Eltern wird dann bald voller Angst und Unbehagen sein. So lernt es früh, dass der Teil in ihm, der sein eigenes ursprüngliches Selbst ist, die Beziehung zu den Eltern gefährdet und desh... Was bringt Eltern dazu, die Lebendigkeit und Lebenslust ihrer Säuglinge als störend oder gar bedrohend zu erfahren? Ein Kind solcher Eltern wird dann bald voller Angst und Unbehagen sein. So lernt es früh, dass der Teil in ihm, der sein eigenes ursprüngliches Selbst ist, die Beziehung zu den Eltern gefährdet und deshalb schlecht ist. Das Eigene wird unversehens zum Fremden gemacht. Dieses eigene Fremde aber muss von nun an beständig bekämpft werden. So wird es unterdrückt und durch ein erwartetes Verhalten ersetzt. Wie verheerend sich die frühkindliche Abspaltung des Eigenen auswirken kann: zu einer „potentiellen Quelle eines inneren Terrors“,. Denn die „Nicht-Achtung“ der ursprünglichen Bedürfnisse und Wahrnehmungen des Kindes lässt in diesem eine tiefe Unsicherheit entstehen, die den Menschen dann permanent nach Sicherheit jagen, nach kompensatorischer Größe und Macht, nach Herrschaft und Besitz streben lassen. Da das Eigene als solches nicht sein darf und zum Fremden wird, das zuerst innen, dann – als Projektion – auch außen unterdrückt, gehasst und gedemütigt werden muss, „ist die Geschichte der großen Zivilisationen (letztlich) die Geschichte der Unterdrückung unserer empathischen Natur.“ Von diesem „Verrat am Selbst“ ausgehend, erklärt der Autor in seinem neuen Buch beispielsweise auch die Finanzkrise, deren Ursprung in der „Idee der Größe“ zu suchen sei, „die dem menschlichen Bedürfnis entspringt, seiner grundsätzlichen Unsicherheit zu entkommen“. Wenn wir den Prozess der Selbstentfremdung unterbrechen, uns selbst mit all unseren Schwächen und unserem Selbst annehmen und die Schwächen anderer respektieren, dann können wir uns selbst und andere wieder lieben lernen.“ Ein eindrückliches und lesenswertes Buch von einem großartigen Autor.