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Die Judenbuche

Ein Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen

Annette von Droste-Hülshoff

(46)
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Beschreibung

Die Judenbuche" aus dem Jahre 1842 ist wohl das bekannteste Prosawerk der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848). In der Form einer Kriminalgeschichte sowie Milieustudie erzählt es über einen Mord in einer Kleinstadt, der nie aufgeklärt worden ist.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 69 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783730990254
Verlag BookRix GmbH & Co. KG
Dateigröße 761 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
46 Bewertungen
Übersicht
27
9
3
2
5

.
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Emstal am 15.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Musste das Buch für die Schule bestellen es gefällt mir sehr gut und die Geschichte ist auf jedenfall mega schön! Hab mir davor leider ein falsches bestellt was auch echt schwierig war zu lesen da ich so viele Wörter nicht kannte mit dem ist es so einfach.

sehr zufrieden
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich habe noch nicht das ganze Buch gelesen, aber es ist bisher ziemlich gut.

Historisch interessante, aber wenig spannende Novelle!
von Malka Draper aus Frankenthal am 11.11.2020
Bewertet: Einband: Geheftet

Achtung, diese Inhaltsangabe ist komplett und enthält daher Spoiler! Die Novelle erzählt die Geschichte von Friedrich Mergel, geboren im 18. Jahrhundert, der in Armut und Verwahrlosung in einer westfälischen Kleingemeinde aufwächst. Sein Vater, ein brutaler Alkoholiker, stirbt schon früh und hinterlässt eine gebrochene Ehefra... Achtung, diese Inhaltsangabe ist komplett und enthält daher Spoiler! Die Novelle erzählt die Geschichte von Friedrich Mergel, geboren im 18. Jahrhundert, der in Armut und Verwahrlosung in einer westfälischen Kleingemeinde aufwächst. Sein Vater, ein brutaler Alkoholiker, stirbt schon früh und hinterlässt eine gebrochene Ehefrau. Auch weiterhin scheint F.s Leben unter schlechtem Stern zu stehen und ist von schrecklichen Todesfällen geprägt. Er wird von seinem Onkel Simon in Obhut genommen und hilft ihm bei dessen zwielichtigen Geschäften. F. wird hochmütig und verschafft sich unter den Dorfbewohner Respekt durch Fäuste. Ihm folgt auf Tritt und Schritt der unehrliche Sohn Simons, Johannes. Wilderei und Holzdiebstahl stehen an der Tagesordnung und eine kriminelle Gang, die Blaukittel, roden still und heimlich und trotz nächtlicher Kontrollen große Teile des Waldes. Bei einem solchen Überfall stirbt der Förster und F. verheimlicht wichtige Hinweise. Auf einem großen Dorffest prahlt F. mit seiner neuen Taschenuhr und wird vom Juden Aaron aufgefordert, seine Schulden für die Uhr zu begleichen. F. flieht und fühlt sich zutiefst gedemütigt. In derselben Nacht verschwindet Aaron und wird drei Tage später tot unter einer Buche im Wald gefunden. F. und J. fliehen und bestätigen den Mordverdacht. Die jüdische Gemeinde trauert um ihren verstorbenen Glaubensgenossen und sich enttäuscht, dass die Tat nicht aufgeklärt werden kann. Sie erwerben die Buche und besehen sie mit einer hebräischen Inschrift, welche die Dorfbewohner nicht lesen können. Achtundzwanzig Jahre später taucht ein alter Mann auf, der sich als J. ausgibt und behauptet, der Sklaverei entkommen zu sein. Er wird freundschaftlich im Dorf aufgenommen, verschwindet jedoch spurlos. Er wird aufgehängt an der „Judenbuche“ gefunden und als F. identifiziert. Nun wird die Inschrift übersetzt: »Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.« Die kurze Geschichte hat nur knapp 40 Seite und liest sich dadurch ziemlich schnell in ein bis zwei Stunden. Das ist aber auch schon fast alles, was ich an Gutem sagen kann. Die Formulierungen sind prägnant und kurzgehalten, es gibt einige beschreibende Landschaftserklärungen, man merkt, dass die Autorin selbst eine große Liebe für die Landschaft hat. Die Handlung ist theoretisch spannend, aber durch die Knappheit sehr sachlich geschrieben, zum Teil mit Jahreszahlen versehen. Es ist eine Geschichte, bei der man sich am Ende wundert, wieso man sie überhaupt gelesen hat bzw. was man aus ihr mitnehmen kann. Sie gewährt einen Einblick in eine Kleingemeinde, die aus Abschottung eigene, moralisch verwerfliche, Sitten und Regeln entwirft. Sie zeigt auf, welche Auswirkungen Armut, soziale Diskriminierung und Ausgrenzung auf den Charakter haben können. Sie spielt auf religiöse Riten an und Gottes Sinn für Gerechtigkeit. Ein bisschen Stoff für Interpretationen gibt es wohl doch. Das spannendste ist wohl, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und dass die Lebensgeschichte der Personen sogar noch größtenteils nachvollzogen werden können. Insgesamt bin ich froh, dass ich diese Lektüre nicht in der Schule lesen musste!

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