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Sommer in Brandenburg

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Zwei junge Menschen, noch keine zwanzig: er ein Hamburger Schlaks aus gutbürgerlicher Familie; sie mit den dunklen Augen und dem unbefangenen Lachen, Tochter eines Wiener Zeitungsangestellten. Sie begegnen sich, sie arbeiten miteinander, sie verlieben sich – unter außergewöhnlichen Umständen. Im Sommer 1938 bereiten sich Lissy Harb und Ron Berend auf einem Landgut in Brandenburg auf ihre Ausreise nach Palästina vor; es ist eines von mehreren jüdischen Landwerken, in denen sich Jugendliche für das harte Leben im Kibbuz rüsten. Sie alle eint das Ziel, dem Terror zu entkommen, ihre einzige Hoffnung ist die Ausreiseerlaubnis …

Sommer in Brandenburg erzählt von der berührenden Beziehung zweier Menschen in einem fast idyllisch anmutenden kleinen Kosmos. Doch die Außenwelt macht sich in zunehmend barbarischer Weise bemerkbar. Wie ist eine Liebe zu leben, wenn die Spielräume immer kleiner werden?
Rezension
»In Urs Faes' Prosa glüht die Liebe dunkel und melancholisch wie bei einem García Márquez.«
Malte Herwig, DER SPIEGEL
Portrait

Urs Faes, 1947 geboren, lebt und arbeitet in Zürich. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Schweizerischen Schillerpreis und dem Zolliker Kunstpreis. Sein Roman Paarbildung stand auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 265 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783518736906
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 1741 KB
eBook
9,99
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Kundenbewertungen

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Leise, nachhaltig und bereichernd
von einer Kundin/einem Kunden am 01.04.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Die aufwühlende Geschichte von Ron und Lissy erzählt Urs Faes sehr berührend und zart. Interessant sind aber vor Allem die wahren Hintergründe der überschattete Liebe 1938 im Landwerk Ahrensdorf. Mädchen und Jungen wurden dort auf ihre Auswanderung nach Palästina vorbereitet. Am Tag arbeiteten Sie in der... Die aufwühlende Geschichte von Ron und Lissy erzählt Urs Faes sehr berührend und zart. Interessant sind aber vor Allem die wahren Hintergründe der überschattete Liebe 1938 im Landwerk Ahrensdorf. Mädchen und Jungen wurden dort auf ihre Auswanderung nach Palästina vorbereitet. Am Tag arbeiteten Sie in der Landwirtschaft oder in kleinen Werkstätten. Am Abend lernten sie gemeinsam Hebräisch und Geschichte. Es wurde gesungen und es gab kleine, gemeinsame Feiern. Faes erzählt davon und von ihren Ängsten, vor Allem aber von der Hoffnung der Jugendlichen auf die Palästina-Papiere für die Ausreise. Er verknüpft die berührenden Bilder mit einzelnen Schicksalen, an Hand derer ein Stück weitgehend unbekannte Geschichte der Hachschara lebendig wird. Der Autor verbindet geschickt Fakten mit Erdachtem und baut eine Spannung auf, denn man will unbedingt wissen, was aus Lissy und Ron geworden ist. Das dokumentarische „Nacherzählen“ der Spurensuche verleiht dem Roman darüber hinaus Wahrhaftigkeit. (Nachzulesen sind die Hintergründe auch in mehreren Veröffentlichungen über das Landwerk in Ahrensdorf.) In „Sommer in Brandenburg“ erzählt Faes von dem was gewesen sein könnte, leise, nachhaltig und überaus intensiv. Mich hat der Roman sehr berührt und bereichert.