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Lord Jim

Roman

Fischer Klassik Plus

(4)

Ein Klassiker der Weltliteratur

›Lord Jim‹ ist neben der Erzählung ›Herz der Finsternis‹ das wohl bekannteste Werk Joseph Conrads. Das Meer und die Menschen, die es bereisen, sind das große Thema dieses Klassikers. Lord Jim trifft als Offizier an Bord der »Patna« eine fatale Entscheidung. Er muss fliehen, vor sich selbst und den Demütigungen der anderen. Erst auf einer einsamen Insel gelingt es ihm, über sich selbst hinauszuwachsen.
Ein ungeheurer, genialer Roman, der auch über ein Jahrhundert nach seinem Entstehen fasziniert. Auf neue Weise konfrontiert die Übersetzung von Manfred Allié die Leserinnen und Leser mit Joseph Conrads erschütternder Modernität - der Leidenschaft, der poetischen Kraft und psychologischen Tiefe seines Werks.

Rezension
der Roman haut einen um! […] Es ist wirklich erstaunlich und beglückend am Älterwerden, dass man auf einmal die Muße entwickelt für solch ein Buch.
Portrait
Joseph Conrad, geboren 1857, wuchs als Waise bei seinem Onkel in Krakau auf. 1874 ging er zunächst nach Frankreich, wurde 1886 britischer Staatsbürger und machte als Seemann seine Leidenschaft zum Beruf. Als er 1890 die Seefahrt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, verarbeitete er seine Reiseerlebnisse in seinen Erzählungen. ›Lord Jim‹ (1900) und ›Das Herz der Finsternis‹ (1902) gehören zu seinen berühmtesten Werken. Joseph Conrad starb 1924 in England.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.02.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783104028491
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 1081 KB
Übersetzer Manfred Allié
eBook
3,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Buchhändler-Empfehlungen

„Unbedingt lesen!“

Dr. Ralf ROTHER, Thalia-Buchhandlung Wien

Einer von den großen Romanen Joseph Conrads. Sollte unbedingt gelesen werden! Einer von den großen Romanen Joseph Conrads. Sollte unbedingt gelesen werden!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 18.05.2018
Bewertet: anderes Format

Neben "Herz der Finsternis" der vielleicht beste und schönste Roman von Joseph Conrad. Ein Meilenstein der Weltliteratur um die Themen Versagen, Schuld und Wiedergutmachung.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Klassischer Abenteuer- und Kulturroman mit viel Zeit- und Lokalkolorit. Reichhaltig und toll geschrieben.

Zeitloses Meisterwerk eines großartigen Erzählers
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 08.09.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Joseph Conrad. Den meisten wird der Name heutzutage nur in Verbindung mit seinem bekanntesten Roman „Herz der Finsternis“ und dessen Vietnam-Verfilmung „Apokalypse Now“ von Francis Ford Coppola ein Begriff sein. Sein wohl bestes Werk veröffentlichte der gebürtige Pole allerdings bereits zwei Jahre früher. „Lord Jim“ handelt vom jungen Bootsmann... Joseph Conrad. Den meisten wird der Name heutzutage nur in Verbindung mit seinem bekanntesten Roman „Herz der Finsternis“ und dessen Vietnam-Verfilmung „Apokalypse Now“ von Francis Ford Coppola ein Begriff sein. Sein wohl bestes Werk veröffentlichte der gebürtige Pole allerdings bereits zwei Jahre früher. „Lord Jim“ handelt vom jungen Bootsmann Jim, dessen Lebensgeschichte aus der Sicht von Kapitän Marlow, das alter ego des Autors Conrad, rückblickend erzählt wird. In den Gewässern des Fernen Ostens der Jahrhundertwende trifft Jim in schwerer Bedrängnis eine folgenschwere Fehlentscheidung die sein Leben verändert. Er verlässt mitsamt Kapitän und zwei Besatzungsmitgliedern in Hast das leckgeschlagen geglaubte Schiff Patna und überlasst die aus Pilgern bestehende Fracht ihrem Schicksal. Angeklagt und für schuldig befunden, droht Jim, der bar jeglicher außergewöhnlicher Fähigkeiten trotzdem stets geglaubt hat, für besondere Aufgaben bestimmt zu sein, sein Gewissen zur unerträglichen Last zu werden. Allein Marlowe steht ihm in dieser Zeit bei und versucht ein ums andere Mal Jims Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Was wie eine spannende Ausgangsposition klingt, ist der hart erkämpfte Inhalt der ungefähr ersten 200 Seiten. „Lord Jim“ ist ein schweißtreibender Marathonlauf. Conrads mühsame, verschränkte und oftmals ausschweifende Erzählweise kommt sehr langatmig daher und erfordert viel Geduld und Langmut vom Leser. Immer wieder muss man schwer atmend das Buch zur Seite legen und verschnaufen, um die kommende Passage in Angriff nehmen zu können. Mitunter ist das besonders am Anfang extrem nervig, da das Obskure und Geheimnisvolle der eigentlichen Geschichte nur nach und nach aufgelöst wird. Wer sich jedoch darauf einlässt und die oben beschriebenen Probleme zu überwinden versteht, wird letztendlich von einem Plot belohnt, der nicht nur auf dem höchsten Niveau der Sprachkunst fußt, sondern gleichzeitig durch einen enormen Spannungsbogen und die ungeheuer reale Brutalität der geschilderten menschlichen Schicksale besticht. Conrads Schilderungen von Meer, Küsten, Inseln, Hafenagenten und kleinen Gaunern vermögen den geneigten Leser auch mehr als hundert Jahre nach der Veröffentlichung noch zu packen und in den Bann zu ziehen. Ohne an irgendeiner Stelle in Sentimentalität zu verfallen, erweckt der Autor, der selbst lange Jahre Seefahrer war, beim Leser Sympathie für den Protagonisten, dem sein Versagen tragischerweise bis zum Schluss seines Lebens nachhängt. Obwohl er stets neue Aufgaben in Angriff nimmt, holt ihn die „Tatsache“ immer wieder ein und stellenweise scheint es fast als „wäre die Welt nicht groß genug für Lord Jim“. Sicherlich wirkt die Geschichte, und hier insbesondere das Ende konstruiert. Der Güte, dem Charme und der Klasse dieses Romans tut dies jedoch keinen Abbruch. Trotz der aufgewandten Anstrengung bleibt die Lektüre, nicht nur aufgrund der tollen Thematik, ein Genuss. Insgesamt ein zeitloses Meisterwerk eines großartigen Erzählers, das einen Platz im Bücherregal einer jeden echten Leseratte verdient hat.