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Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

Mit e. Vorw. v. Rupert Neudeck

Ein Insider aus dem Diplomatischen Dienst meldet sich zu Wort
Erste Auflage erschienen im Juli 2009, nun aktualisierte und erweiterte Ausgabe (neue ISBN)17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in Afrika, zuletzt als Botschafter in Kamerun. Er hat die Ergebnisse der Entwicklungspolitik sehr genau vor Ort beobachten können. Er plädiert für eine radikale Veränderung dieser Politik. Er plädiert dafür, auf bombastische Konferenzen, Workshops, Tagungen zu verzichten und statt dessen auf die Gedanken der Afrikaner und Afrikanerinnen zu hören, die wissen, was für ihre Länder gut ist: Das Business der Barmherzigkeit muss gestoppt werden, den Herrschafftscliquen muss die Kontrolle über den Geldfluss entzogen werden. »Es gibt viele Bücher über das Scheitern dessen, was wir mit einem falschen Wort Entwicklungshilfe nannten. Dieses Buch gibt dem Gebäude den letzten Stoß. Nach seiner Zerstörung muss etwas ganz Anderes aufgebaut werden.« Rupert Neudeck

Portrait

Volker Seitz, Jahrgang 1943, war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das Auswärtige Amt tätig, unter anderem bei der EU in Brüssel und in mehreren Ländern Afrikas, und von 2004 bis zu seinem Ruhestand 2008 Leiter der Botschaft in Jaunde/Kamerun.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 01.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-26038-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/2,7 cm
Gewicht 370 g
Auflage 7. aktual. erweiterte Auflage
Buch (Taschenbuch)
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15,40
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Inspirierend und initiierend für den Bildungsfonds für Tansania.
von einer Kundin/einem Kunden aus Havixbeck am 10.06.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wie wahrscheinlich viele andere Leser dieses Buches haben auch wir uns immer wieder die zentralen Fragen gestellt: Was können wir überhaupt noch tun, um wirklich zu helfen? Wem vertrauen wir unser Geld an? Welche Projekte unterstützen Entwicklung und welche verhindern sie? Volker Seitz hat uns vor 6 Jahren mit seinem Buch ent... Wie wahrscheinlich viele andere Leser dieses Buches haben auch wir uns immer wieder die zentralen Fragen gestellt: Was können wir überhaupt noch tun, um wirklich zu helfen? Wem vertrauen wir unser Geld an? Welche Projekte unterstützen Entwicklung und welche verhindern sie? Volker Seitz hat uns vor 6 Jahren mit seinem Buch entscheidende Antworten auf unsere Fragen geliefert und grundlegende Probleme der Entwicklungszusammenarbeit faktisch und glaubhaft bestätigt, von denen wir bis dato nur eine wage Vermutung hatten. Heute, sechs Jahre nach Gründung von SCHULBANK, einem Bildungsfonds für Tansania, können wir jedem, der sich ein realistisches Bild von Wirkungsmechanismen in der Entwicklungshilfe machen will, dieses Buch von Volker Seitz uneingeschränkt empfehlen. Uns führte die Lektüre schnell zu verschiedenen Perspektivwechseln: Individuelle Potenziale fördern statt Armut bekämpfen, Eigeninitiative und Beteiligung einfordern statt wohlgemeinte Fertiglösungen zu installieren, Unternehmertum ausbilden statt in kollektive Infrastruktur zu investieren. Vielen Dank für Ihre Denkanstöße, Volker Seitz.

Aus der Sicht einer Frau
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 18.01.2017

Die Zuschüsse im Rahmen der Entwicklungshilfe werden von den Machtinhabern in den Empfängerländern als großer Erfolg gefeiert, obwohl sie langfristig nur zur Konservierung des Status quo führen und den Reformdruck schwächen. Der ehemalige deutsche Botschafter in Afrika, Volker Seitz, hat ein fantastisches Buch über diese Themati... Die Zuschüsse im Rahmen der Entwicklungshilfe werden von den Machtinhabern in den Empfängerländern als großer Erfolg gefeiert, obwohl sie langfristig nur zur Konservierung des Status quo führen und den Reformdruck schwächen. Der ehemalige deutsche Botschafter in Afrika, Volker Seitz, hat ein fantastisches Buch über diese Thematik geschrieben, das mittlerweile zu einem Klassiker unter den vor Ort arbeitenden Helfern geworden ist (zumindest denen, die etwas kritischer sind und die üblichen Floskeln der World Bank und Bono nicht für bare Münze nehmen) Blog "Aus der Sicht einer Frau"(Ich bin eine Frauenärztin mittleren Alters mit - man nennt es so schön - Migrationshintergrund und wohne in Süddeutschland. Seit Jahren schlägt mein Herz für Frauenrechte und Kinderschutz.)

Ein rundum lesenswertes Werk!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.12.2015

Wir fragen uns, warum die Menschen in Afrika zu uns kommen wollen. Das Buch zeigt die Realität in einem neuen Licht - wie wohl kein anderes zuvor. In der Entwicklungspolitik gibt es viel political correctness und Denkverbote. Damit räumt dieses Buch gründlich auf. Es ist in einer leicht verständlichen Sprache ohne Entwicklungsh... Wir fragen uns, warum die Menschen in Afrika zu uns kommen wollen. Das Buch zeigt die Realität in einem neuen Licht - wie wohl kein anderes zuvor. In der Entwicklungspolitik gibt es viel political correctness und Denkverbote. Damit räumt dieses Buch gründlich auf. Es ist in einer leicht verständlichen Sprache ohne Entwicklungshilfe-Neusprech geschrieben, dabei klar gegliedert in überschaubare und nicht zu langatmige Kapitel, die auch als Einzelstückchen wert sind, gelesen zu werden. In dem Buch werden Fragen beantwortet wie: warum ist Afrika arm und hungert?; hat die Hilfe tatsächlich zur Selbsthilfe geführt?; ist Entwicklungshilfe zum Geschäft geworden und damit zur beruflichen Grundlage für viele Menschen und damit die Bereitschaft den Afrikanern zu helfen sich aus der dauerhaften Abhängigkeit von ausländischem Beistand zu befreien, gering? Es geht um den Machterhalt der seit vielen Jahren tonangebenden Eliten, die kritische Stimmen sofort im Keim ersticken; die Vernachlässigung der Bildung und damit der Jugend; fehlende Förderung der Frauen; die Bedeutung der Diaspora; Menschenrechte; Hindernislauf im afrikanischen Geschäftsleben; Landwirtschaftspolitiken und noch bestehende Sklaverei; die Afrikapolitik Chinas und einem Volksstamm in Kamerun, die Förderung von außen ablehnt. Breiten Raum nehmen auch die positiven Beispiele wie Botswana und Ruanda sowie ausländische Hilfsorganisationen wie SOS Kinderdorf oder die Flying Doctors ein. Das Buch erlebt bereits seine 7. Auflage, die die Vorauflage aktualisiert und Ergänzungen bringt z.B. zur Flüchtlingsproblematik in die EU oder zur „Everything but arms“-Zollfreiheitsvereinbarung mit der EU. Ein rundum lesenswertes Werk!