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Tanz mit dem Schafsmann

Roman

(7)
Im Hotel Delphin gibt es eine dunkle, gruselige Zwischenwelt, in der manchmal der Lift stecken bleibt. Dann kann man dem Schafsmann begegnen. Er ist Schatten und Schutzengel des Erzählers. Und seine Botschaft lautet: "Tanzen. Immer weiter tanzen, solange die Musik spielt." Traum? Realität? Bei Murakami sind sie nicht so genau zu trennen. Mit traumwandlerischer Sicherheit versteht es der japanische Bestsellerautor, erotische Sehnsüchte in seinen Romanen zum Leben zu erwecken. "Tanz mit dem Schafsmann" ist eine wunderbar fesselnde Liebesgeschichte, verführerisch leicht erzählt und mit einem überraschenden Ende.

Rezension
"In Murakamis Büchern kann man sich in wundersamen Träumen verlieren." (Der Spiegel)
Portrait
Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, studierte Theaterwissenschaften und Drehbuchschreiben in Tokio. 1974 gründete er den Jazzclub „Peter Cat“, den er bis 1982 leitete. In den 80er Jahren war Murakami dauerhaft in Europa ansässig (u. a. in Frankreich, Italien und Griechenland), 1991 ging er in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrte. Murakami ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 472
Erscheinungsdatum 01.10.2003
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73074-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,9/11,8/3,6 cm
Gewicht 379 g
Originaltitel Dansu, Dansu, Dansu
Übersetzer Sabine Mangold
Buch (Taschenbuch)
11,30
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„Traumfrau und Schafsmann“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Der namenlose Held dieser Geschichte ist Mitte 30, geschieden und arbeitslos. Vor Jahren hat er in Sapporo in einem schäbigen Hotel genächtigt und das nicht alleine. Das einzige was er von dieser besonderen Beischläferin weiß ist, dass sie tagsüber in einen Verlag arbeitete, nachts eben für einen exklusiven Callgirl-Ring tätig und ihr Name Kiki war. Er macht sich auch die Suche nach dieser ominösen Frau und begibt sich wieder nach Sapporo. Allerdings gibt es das einst heruntergekommene Hotel Delfin, in dem er nächtigte nicht mehr es ist dem 26-stöckigen Luxushotel Dolphin gewichen. Er checkt ein und wird in eine surreale Welt gezogen, in dem das Delfin eigenartiger weise noch existiert und dort wartet für den namenlosen Besucher der Schafsmann.
Um auch „Tanz mit dem Schafsmann“ gerecht zu werden muss man erwähnen das der Autor dieses Buch eigentlich schon in den Anfängen seiner Karriere als Schriftsteller geschrieben hat und erst nachdem er in der westlichen Welt Fuß gefasst hat, auch auf Deutsch erschienen ist. Manch enttäuschter Kritiker wirft dem Autor nun Infantilität und Verwirrtheit vor, man möge mir Verzeihen, aber das kann ich in keinster Weise nachvollziehen und werfe meinerseits nun den Kritikern Unkenntnis vor. Denn gerade in dieser Mannigfaltigkeit und Trivialität der eigentlichen Handlung (=der Hauptprotagonist sucht nach einer unbekannten Frau die im wegen ihrer erotischen Ausstrahlung auch Jahre später nicht mehr loslässt) liegen Haruki Murakamis Stil und besondere Fähigkeiten. Vielleicht, aber auch nur vielleicht kann man den Autor eine nicht Ausgereiftheit vorwerfen, aber welcher Schriftsteller war denn nicht unausgegoren, gerade was seine frühesten Werke angeht? Wenn man so wie ich, den einen oder anderen Roman von Haruki Murakami bereits gelesen hat(=und das sogar mehrmals), stechen einem ein paar Dinge sofort ins Auge: ein Mitte 30-jähriger geschiedener und arbeitsloser Mann der einer ominösen Frau hinterherjagt, eine konfuse surreale Welt in der die Fäden der Geschichte erst gesponnen werden, eine Musikversessenheit, eine von Aberglauben dominierte Welt, ein bisschen Gesellschaftskritik, ein junges hübsches Mädchen und einige erotische Elemente. Hier liegt für mich eindeutig die Faszination die von Haruki Murakamis Werken ausgehen. Den Einfall die Geschichte mit dem Nebencharakter Hiraku Makumura (=ein berühmter Schriftsteller) aufzupeppen finde ich echt toll und beweist, als Detail am Rande, von seinem ausgeklügelten Humor.
Der namenlose Held dieser Geschichte ist Mitte 30, geschieden und arbeitslos. Vor Jahren hat er in Sapporo in einem schäbigen Hotel genächtigt und das nicht alleine. Das einzige was er von dieser besonderen Beischläferin weiß ist, dass sie tagsüber in einen Verlag arbeitete, nachts eben für einen exklusiven Callgirl-Ring tätig und ihr Name Kiki war. Er macht sich auch die Suche nach dieser ominösen Frau und begibt sich wieder nach Sapporo. Allerdings gibt es das einst heruntergekommene Hotel Delfin, in dem er nächtigte nicht mehr es ist dem 26-stöckigen Luxushotel Dolphin gewichen. Er checkt ein und wird in eine surreale Welt gezogen, in dem das Delfin eigenartiger weise noch existiert und dort wartet für den namenlosen Besucher der Schafsmann.
Um auch „Tanz mit dem Schafsmann“ gerecht zu werden muss man erwähnen das der Autor dieses Buch eigentlich schon in den Anfängen seiner Karriere als Schriftsteller geschrieben hat und erst nachdem er in der westlichen Welt Fuß gefasst hat, auch auf Deutsch erschienen ist. Manch enttäuschter Kritiker wirft dem Autor nun Infantilität und Verwirrtheit vor, man möge mir Verzeihen, aber das kann ich in keinster Weise nachvollziehen und werfe meinerseits nun den Kritikern Unkenntnis vor. Denn gerade in dieser Mannigfaltigkeit und Trivialität der eigentlichen Handlung (=der Hauptprotagonist sucht nach einer unbekannten Frau die im wegen ihrer erotischen Ausstrahlung auch Jahre später nicht mehr loslässt) liegen Haruki Murakamis Stil und besondere Fähigkeiten. Vielleicht, aber auch nur vielleicht kann man den Autor eine nicht Ausgereiftheit vorwerfen, aber welcher Schriftsteller war denn nicht unausgegoren, gerade was seine frühesten Werke angeht? Wenn man so wie ich, den einen oder anderen Roman von Haruki Murakami bereits gelesen hat(=und das sogar mehrmals), stechen einem ein paar Dinge sofort ins Auge: ein Mitte 30-jähriger geschiedener und arbeitsloser Mann der einer ominösen Frau hinterherjagt, eine konfuse surreale Welt in der die Fäden der Geschichte erst gesponnen werden, eine Musikversessenheit, eine von Aberglauben dominierte Welt, ein bisschen Gesellschaftskritik, ein junges hübsches Mädchen und einige erotische Elemente. Hier liegt für mich eindeutig die Faszination die von Haruki Murakamis Werken ausgehen. Den Einfall die Geschichte mit dem Nebencharakter Hiraku Makumura (=ein berühmter Schriftsteller) aufzupeppen finde ich echt toll und beweist, als Detail am Rande, von seinem ausgeklügelten Humor.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
6
0
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 11.05.2018
Bewertet: anderes Format

Murakami in Höchstform! Geschickte Mischung aus Fiktion und Realität, Traum und Wirklichkeit und mehreren Welten! Nicht nur für Murakami-Fans ein Muss.

von einer Kundin/einem Kunden am 30.10.2016
Bewertet: anderes Format

Tanz mit dem Schafsmann ist mein absolutes Lieblingsbuch von Murakami. Was als kurzer nostalgischer Trip in ein altes Hotel gedacht war, entwickelt zu einer surrealen Reise.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Odyssee die mit Weisheiten und Skurrilitäten den Leser begeistert, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag, weil man unbedingt erfahren will, wie es ausgeht.