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Bedenke Phlebas

Roman

(1)
Wider die KULTUR

In ferner Zukunft haben die Maschinen entschieden, eine perfekte Gesellschaft zu bauen. Eine Gesellschaft, die alle intelligenten Spezies der Galaxis vereinen soll. Doch nicht alle wollen sich dieser Gesellschaftsform unterwerfen ...
Der Formwandler Bora Horza Gobuchul bekommt den Auftrag, eine hochentwickelte künstliche Intelligenz, die sich auf Schars Welt zurückgezogen hat, zu finden und gefangen zu nehmen, damit sie der KULTUR nicht in die Hände fällt. Ihm dicht auf den Fersen ist die schöne Agentin Perosteck Balveda. Schars Welt ist ein Planet der Toten und wird von einem mächtigen Wesen bewacht, das nur Schutzsuchenden und Schiffbrüchigen Zugang gewährt. Für Horza verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen seiner und der Identität der Personen, deren Aussehen er annimmt ...
Portrait
Iain Banks wurde 1954 in Schottland geboren. Nach einem Englischstudium schlug er sich mit etlichen Gelegenheitsjobs durch, bis ihn sein 1984 veröffentlichter Roman Die Wespenfabrik als neue aufregende literarische Stimme bekannt machte. In den folgenden Jahren schrieb er zahllose weitere erfolgreiche Romane, darunter Bedenke Phlebas, Exzession und Der Algebraist. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der britischen Gegenwartsliteratur. Am 9. Juni 2013 starb Iain Banks im Alter von 59 Jahren.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 768
Erscheinungsdatum 14.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-31591-4
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,5/11,8/5,3 cm
Gewicht 527 g
Originaltitel Consider Phlebas
Übersetzer Rosemarie Hundertmarck
Buch (Taschenbuch)
10,30
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Ein Epos, das die grenzen von Raum und zeit sprengt
von MR.Devilappe aus Minden am 02.01.2015

Auf den ersten Blick hat „Bedenke Phlebas“ alles, was eine klassische Space Opera braucht: zwei verfeindete, hochintelligente Spezies, die einen Konflikt austragen, der die ganze Galaxis ins Verderben stürzen könnte. Es geht um ferne Welten, exotische Planeten und das ein oder andere Raumschiff-Scharmützel. Dass Banks mit seinem Science-Fiction-Debüt mehr will,... Auf den ersten Blick hat „Bedenke Phlebas“ alles, was eine klassische Space Opera braucht: zwei verfeindete, hochintelligente Spezies, die einen Konflikt austragen, der die ganze Galaxis ins Verderben stürzen könnte. Es geht um ferne Welten, exotische Planeten und das ein oder andere Raumschiff-Scharmützel. Dass Banks mit seinem Science-Fiction-Debüt mehr will, als nur ein Weltraumabenteuer erzählen, verdeutlicht bereits der Titel, der dem Gedicht „Das wüste Land“ des Literaturnobelpreisträgers T.S. Eliot entnommen ist. Bei Eliot geht es um nichts weniger als um die Krise des modernen Menschen. Und tatsächlich müssen wir nicht lange warten, bis auch der Held in „Bedenke Phlebas“ in eine heftige Identitätskrise gerät: Denn Horza ist ein Wandler – einer, der die Fähigkeit besitzt, jede menschenähnliche Gestalt anzunehmen. Diese Fähigkeit ist natürlich von außerordentlichem Nutzen, wenn man in einem sterneumspannenden Krieg agiert, doch für Horza verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen seiner eigenen und der Identität der Personen, deren äußere Gestalt er annimmt - bis er schließlich an einen Punkt gerät, an dem er sich fragen muss, wer er eigentlich wirklich ist. „Bedenke Phlebas“, der Auftakt zu Banks bahnbrechendem KULTUR-Zyklus, ist 1987 erschienen, zu einer Zeit, in der der Kalte Krieg in den letzten Zügen liegt. Ein Vergleich liegt nahe, denn schließlich stehen sich auch in Banks KULTUR-Universum zwei verschiedene Ideologien unversöhnlich gegenüber. Vorrangig aber behandelt der Roman Themen, die für die unsere Gesellschaft und unser Menschsein an sich von zentraler Bedeutung sind. Banks verpackt diese Themen in ein atemberaubend spannendes Weltraumabenteuer und haucht so dem lange stiefmütterlich behandelten Genre der Space Opera nicht nur neues Leben ein, sondern macht es mit einem Schlag salonfähig.