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Wolf - Hund - Mensch

Die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung

Kurt Kotrschal

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Beschreibung

Sie bevölkern seit jeher unsere Mythen und Märchen: Wölfe. Sie waren für den Menschen immer schon Partner und Gegner, Projektionsfläche und Zentrum in der Entwicklung der menschlichen Spiritualität. Der ausgewiesene Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal rollt die Entwicklungsgeschichte des Hundes neu auf und berichtet über die ambivalente und facettenreiche Beziehung zwischen Wolf und Mensch. Er hilft uns, nicht nur unsere uralte Faszination für den Wolf besser zu begreifen, sondern lehrt uns auch den richtigen Umgang mit »dem besten Freund des Menschen«, dem Hund.

Kurt Kotrschal, Professor der Universität Wien, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle und Mitbegründer des Wolfsforschungszentrums in Ernstbrunn, Wissenschaftler des Jahres (2010).

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 10.06.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30443-6
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19,3/12,1/2,2 cm
Gewicht 242 g
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 20184

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Wolf Hund Mensch
von einer Kundin/einem Kunden aus Schwentinental am 26.01.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Da ich selber mit einem Hund zusammenlebe,lerne ich gerne immer wieder was neues hinzu. Dieses Buch hat meinen Horizont wieder ein Stück erweitert. Danke

Wolf - Hund - Mensch
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 15.10.2018

Ein sehr gutes wissenschaftliches Buch, dass zu einer besseren Verständigung zwischen Hund u. Mensch beitragen kann. Für alle zu empfehlen, die an einer "Wolfsphobie" leiden. Christine aus Linz

ein neues "Pflichtwerk" nach Erik Zimen zum Theam Wolf,- Hundeforschung
von Andreas Schmidt aus Wien am 10.10.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der bekannte Verhaltensbiologe und Autor verschiedenster Publikationen Kurt Kotrschal skizziert hier die sehr lange Beziehung des Wolfs zum Menschen sowie seines domestizierten Nachfahren – den Hund. Viel neues Material und Daten wurde dafür zusammengetragen. Die Wissenschaften befinden sich selbst in einer gewissen Veränderung... Der bekannte Verhaltensbiologe und Autor verschiedenster Publikationen Kurt Kotrschal skizziert hier die sehr lange Beziehung des Wolfs zum Menschen sowie seines domestizierten Nachfahren – den Hund. Viel neues Material und Daten wurde dafür zusammengetragen. Die Wissenschaften befinden sich selbst in einer gewissen Veränderung und im Fluss, der Autor trägt diesem Fakt hier auch Rechnung. Er beschreibt in diesem Buch einerseits Erfahrungen aus der Wolfs- und Hundeforschung sowie mancherlei Anekdoten aus dem weltweit größten, neuartigen Wolf Science Center (kurz WSC, inmitten des Wildpark Ernstbrunn in Niederösterreich). Das Verhältnis des Menschen zum Wolf veränderte sich aber auch immer wieder, beispielsweise ist er menschenähnlicher Sozialkumpan, Gott-gleich in diversen Mythen verschiedener Völker, Konkurrent (vor allem der Jäger und Bauern, heutzutage unter anderem auch in Österreich sehr aktuell), klassisches Angsttier und Vorurteilstier (Stichwort: „böser Wolf“). Vielfältige „freudsche“ Projektionen musste der Wolf über sich ergehen lassen, oftmalig auch zu seinem letalen Schaden. Es ist dieses Werk eine moderne, neuartige Aufrollung der menschlichen Beziehung zu unserem wilden „ökologischen Verwandten“ in einem Versuch einer ganzheitlichen Sichtweise. Die social brain theory oder biophilie theory findet Anwendung in diesem thematischen Kontext. Sogar eine mögliche frühe Einflussnahme des Wolfs auf andere Haustiere wie Pferde, Hirsche und andere Fluchttiere sind hier neuartig verknüpft. Es hatte möglicherweise auch gerade der Wolf viel mehr Einflussnahme auf die menschliche Entwicklung, welche in diesem Werk abgehandelt wird. Es sind aktuelle Daten von verschiedenen Kontinenten verglichen sowie manche kulturell unterschiedliche Perspektiven der Menschen zu Wölfen und zu Hunden. Der heutige Mensch wäre nicht der selbe Mensch, wenn es nicht seit frühen Zeiten den Wolf und später den Hund, als ältestes Haustier, gegeben hätte. Spannend und informativ (dank der Ergebnisse und Kundmachung neuer Datenlagen sowie Forschungsergebnisse) wurde dieses neue Beziehungsbuch zum „Canis lupus“ und „Homo sapiens“ gestaltet und sehr gut verständlich formuliert. Aufgrund der exzellenten Verständlichkeit des Schreibstiles könnten es sogar ältere Kinder und Jugendliche, insbesondere eifrige Leseratten, durch studieren. Wir sehen im Wolf Science Center ein hohes Interesse durch unaufhaltsam großen Zulauf zu unseren Wölfen aus der jüngeren Generation aber auch Älterer und vieler Pensionisten. Selbst für viele „Kenner“ von Hunden wird neue Information garantiert zu finden sein. Man kann dem Autor und Verlag Brandstätter danken, dass dieses Werk die diesbezügliche Literatur nun erweitert. Viele neue Forschungsfragen werden ebenso gestellt, die beantwortet werden sollten..


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  • Zum Beginn
    Wölfe und Hunde sind seit jeher in einem erstaunlichem Ausmaß unser wesensmäßiges Alter Ego. Wir lieben und hassen sie, wir achten und verachten sie, aber kaum jemand bleibt von ihnen unberührt. Seit etwa 60 000 Jahren leben Menschen mit Wölfen und ihrer mit uns sozial verträglichen Form, den Hunden, zusammen. Alle Kulturen des Homo sapiens sind in Beisein von Wölfen bzw. Hunden entstanden. Hunde sind nicht nur die längstgedienten, sondern auch die engsten Tierkumpane der Menschen. Sie sind uns wesensähnlich und können viel für uns tun, nicht nur als Polizei- oder Rettungshund. So fördert
    das Aufwachsen mit Hunden die körperliche, emotionale und geistige Entwicklung von Kindern und ihre emotionale Intelligenz. Menschen teilen mit vielen anderen Tieren, besonders aber mit Wölfen und Hunden, ihr soziales Gehirn und ihre soziale Intelligenz, die Stressphysiologie sowie andere Prinzipien der sozialen Organisation. Es ist daher nicht verwunderlich, dass echte Sozialbeziehungen zwischen Menschen und anderen Tieren möglich sind. Als Teil des "philosophischen Moduls" des menschlichen Gehirns und als eines unserer Alleinstellungsmerkmale sind Menschen "biophil", d.h. nahezu "instinktiv" an
    Natur und Tieren interessiert. Auch die menschliche Spiritualität entstand in dieser engen Naturbeziehung. Letztlich bleibt die Conditio humana ohne Bezug auf diese Natur- und Tierbeziehung unbegreifbar.
    Von Wölfen geht eine eigenartige Faszination aus. Wölfe sind seit Urzeiten Brüder und Schwestern der Menschen. Und das nicht nur in den spirituellen Vorstellungen unserer steinzeitlichen Ahnen. Vielmehr sind uns Wölfe in ihrer Lebensweise ähnlicher als selbst unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen. Wölfe und Menschen sind jeweils die innerhalb ihrer Klans freundlichsten und kooperativsten Arten ihrer Verwandtschaftsrunden, den Menschenaffen bzw. den Hundeartigen. Wenn es jedoch um die Bekämpfung gruppenfremder Artgenossen geht, sind wir beide konsequent und grausam.
    Wölfe wie ursprüngliche Menschen leben in nach innen auf Zusammenarbeit ausgerichteten Kriegergesellschaften. Mit Nachbarn leben wir im Burgfrieden, wir tauschen uns freundlich mit ihnen aus und besuchen sie und gelegentlich bekämpfen wir sie bis aufs Blut. Zudem sind Wölfe und Menschen beide Top-Beutegreifer, die mit Hilfe ihrer Anpassungsfähigkeit, ihrer Kooperationsbereitschaft und ihres klugen Köpfchens nahezu alle Lebensräume der Nordhemisphäre besiedelten. Meist eroberten Wölfe und Menschen sogar dieselben Lebensräume. Wenn sie sich arrangierten, hatten beide kaum andere Beutegreifer zu fürchten. Wo hingegen das Verhältnis kippte, war der Mensch des Wolfes schlimmster Feind; und manchmal auch umgekehrt. Mensch und Wolf sind zwar nicht bluts-, wohl aber wesensverwandt, sozusagen Mitglieder derselben ökologischen Familie, derselben geistigen Sippschaft. Familienmitglieder sind einander bekanntlich nicht egal. Meist liebt oder hasst man ein ander, hegt zueinander Einstellungen und Erwartungen, die man Fremden gegenüber gewöhnlich nicht hat.
    So leben Wolf und Mensch seit Urzeiten in einer oft ambivalenten Nahebeziehung. Kein Wunder also, dass bereits vor sehr langer Zeit aus dieser ökologischen Nahebeziehung auch eine soziale wurde, dass man sich aneinander anschloss. Ob damit anfangs neben dem spirituellen Bezug der Menschen zu Wölfen eine Nutzanwendung verbunden war, ist unbekannt. Als gesichert kann hingegen gelten, dass von den vielen Annäherungen zwischen Menschen und Wölfen einige wenige lange genug andauerten, um die Wölfe genetisch zu Hunden zu wandeln. So kam es, dass der Wolf in Form des Hundes zum Gefährten der menschlichen Kulturentwicklung wurde, zu einem Wegbegleiter über Jahrzehntausende, zum treuen Wächter, Kämpfer im Krieg, Jagdgefährten, Abfallbeseitiger oder schlicht Sozialgefährten.
    Wir wurden in Gemeinschaft mit Tieren, besonders aber mit Wölfen und Hunden, zu modernen Menschen.
  • Inhalt

    Zum Beginn

    Über dieses Buch

    Auf den Wolf gekommen - eine persönliche Beziehungsgeschichte

    Wolfsbeziehungen

    Wolfsnacht

    Partner Wolf?

    Wölfe in den Köpfen der Menschen

    Menschen, Wölfe und Raben: Eine ökologische Trias

    Beutegreifer mit Familiensinn

    Was Wölfe biologisch sind und wie das mit Menschen und Hunden zusammenpasst

    Wir sind Säugetiere und als solche Wirbeltiere

    Wolf - Hund - Mensch: Gemeinsames ...

    ... aber auch Unterschiede: Zur sozio-sexuellen Effizienz der Wölfe und zur Ineffizienz der Menschen und Hunde

    Wir teilen ein "soziales Gehirn"

    Nur Wölfe und Hunde, nicht aber Menschen gehören zu den Fleischfressern: Die
    Sippschaft der Carnivora

    Woher die Wölfe stammesgeschichtlich kamen

    Wölfe wie Menschen sind soziale Jäger und Sammler

    Wölfe und Menschen sind spezialisierte Laufjäger

    Wölfe "schufen" Pferde, Hirsche und andere Fluchttiere

    Der soziale Erfolgsfaktor?

    Wolfskulturen

    "Traditionen" oder "Kulturen"?

    Kulturen schränken den Austausch der Gene ein

    Sesshafte und nomadische Wölfe

    Zu Wesen und Verhalten von Wölfen

    Eine weise und familienorientierte Kriegergesellschaft?

    Führung in Wolfsrudeln

    Ähnlichkeiten zwischen Wölfen und Menschen

    Wolfsverhalten: Zum Einsatz arteigenen Verhaltensinventars

    Hormone modulieren Verhalten

    Von Wölfen und Menschen - eine ewige Beziehungskiste

    Biophilie und tiefes Interesse anWölfen

    Begeisterung, Ablehnung und spirituelle Wurzeln der Wolf-Mensch-Beziehung

    Wölfe und die Spiritualität der Menschen

    Wölfe und nordamerikanische Indianer

    Die Wurzeln der Spiritualität im Animismus

    Von gleicher Augenhöhe in die Abhängigkeit:Von Tieridolen zu Menschengöttern

    Der "böse" Wolf

    Wölfe als Projektionsfläche blühender und schrecklicher Phantasien

    Von den Einstellungen zum Wolf

    Einstellungen zum Wolf in Deutschland und Österreich

    Auch wild lebende Wölfe sind von Menschen abhängig, jene in Gehegen sowieso

    Verdrängung und Wiederausbreitung der Wölfe

    Schutz, Konflikte und Erfolgsgeschichten

    Wölfe in Österreich

    Wölfe essen gelegentlich Menschen, sind aber keine Menschenfresser

    Tollwut und hungrige Wölfe: Wie Menschen durch Wölfe zu Schaden kommen können

    Sicher leben mit immer mehr Wölfen

    Vom gefährlichen Beute - greifer zum Partner in der ForschungWölfe im Freiland

    Warum eigentlich Wolfsforschung?

    Das Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn

    Manager bei den Wölfen

    Die Hunde am Wolfsforschungszentrum

    Als Wolf am Wolfsforschungszentrum

    Sind menschensozialisierte Wölfe "domestiziert"?

    Intelligenzleistungen und dumme Einschränkungen

    Experimentelle Forschung am Wolf und am Wolf-Hund-Interface

    Wozu Intelligenz?

    Was wir forschen und wie wir das tun

    Aus Wölfen wurden Hunde

    Das (falsche) Wolfsbild prägte lange den Umgang mit unseren "besten Freunden"

    Was Wölfe und Hunde unterscheidet (?!)

    Mensch und Hund sind im Team nicht zu schlagen

    Hunde - unsere wichtigsten Tierkumpane, ganz nah am Wolf

    Domestikation macht sanft, verfressen, sexsüchtig und blöd (?)

    Wie sich Wölfe zu Hunden domestizierten

    Nutzhund oder Schadhund?

    Spezialisten entstehen

    Menschengesellschaften sind Hundegesellschaften

    Rassehunde

    Hundehaltung heute

    Ausblick

    Dank

    Ausgewählte Literatur

    Ausgewählte Links

    Abbildungsnachweis