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Knochenpalast

Novelle

Andrzej Bart

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Beschreibung

Warschau in den fünfziger Jahren: Die Lyriklektorin Sabina lebt mit ihrer Großmutter, ihrer Mutter und ihrem Bruder Arkadiusz zusammen. Sie ist schon fast dreißig, aber unverheiratet und damit in den Augen der anderen eine alte Jungfer. Die Großmutter ist das Familienoberhaupt, die Mutter beugt sich widerspruchslos allen Anordnungen des Regimes, der Bruder malt Traktoristinnen und pflegt Kontakte zu den Parteigranden – zu seinem eigenen Vorteil.
In Sabina regt sich zaghafter Widerstand, als ihre Familie nach einem Dekret eine alte Dollarmünze aushändigen soll, ein Erinnerungsstück an den Großvater. In ihrem Bauch soll die Münze ein sicheres Versteck finden. Da tritt überraschend ein anscheinend perfekter Verehrer in ihr Leben. Leider entpuppt er sich als Geheimdienstagent, der von ihrem Geheimnis weiß und Sabina erpressen will. Sie muss handeln.
In knapper, lakonischer Sprache beschreibt Andrzej Bart in 'Knochenpalast' die Repression im kommunistischen Polen und erzählt gleichzeitig eine rasante Kriminalkomödie voller schwarzem Humor.

»Andrzej Bart ist der neue Star der polnischen Literatur.«
Marta Kijowska, Neue Zürcher Zeitung

»Bart erzählt seine böse Liebesgeschichte mit pechschwarzem Humor und einer ziemlich perfekten Mischung aus Witz, Schrecken, Melancholie und historischen Details.«
Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur

»Eine satirische Novelle, bei der uns das Lachen immer wieder im Halse stecken bleibt.«
Marta Kijowska, Südwestrundfunk SWR2 Literatur

»Im letzten Drittel der Novelle zeigt Andrzej Bart endgültig, dass er ein Meister der Komposition ist.«
Gabi Rüth, WDR5 Bücher

»Mit giftgrün schillernder Ironie nimmt sich Andrzej Bart der jüngeren polnischen Geschichte an - verpackt in eine böse Lovestory.«
Katrin Hillgruber, Bayerischer Rundfunk, BR2 Diwan

Andrzej Bart, geboren 1951, ist Filmschaffender und einer der bedeutendsten polnischen Schriftsteller der Gegenwart. Sein zweiter Roman »Rien ne va plus« wurde mit dem renommierten Kościelski-Preis ausgezeichnet. Sein Roman »Die Fliegenfängerfabrik« war für den NIKE-Preis nominiert. Die Verfilmung seiner Novelle 'Knochenpalast' war unter dem Titel Rewers Polens Beitrag für den Oscar 2009.

Albrecht Lempp (1953-2012), übersetzte Werke von Anna Bolecka, Janusz Głowacki, Stanisław Lem, Maria Nurowska, Jerzy Pilch, Janusz Rudnicki und Wojciech Tochman. Mehrere Jahre war er für die Verbreitung polnischer Literatur im Ausland tätig, wofür er 2007 mit dem Transatlantyk-Preis des polnischen Buchinstituts ausgezeichnet wurde.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 11.02.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89561-296-1
Verlag Schöffling
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/2,2 cm
Gewicht 324 g
Originaltitel Rewers
Auflage 1
Übersetzer Albrecht Lempp

Buchhändler-Empfehlungen

Etwas ungewöhnlich

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Etwas ungewöhnlich ist der Ort der Handlung, nämlich das Warschau der 50er Jahre. Dafür gelingt es dem Autor hervorragend die Stimmung der Zeit, die Methoden der kommunistischen Regierung rüber zu bringen. Dies in Form einer mit viel schwarzem Humor versehenen Kriminalkomödie. Jedenfalls werden Sie nach Lektüre nie wieder auf die Idee kommen eine Münze zu schlucken. aber diese Idee hatten Sie ja ohnehin nicht...

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 04.10.2017
Bewertet: anderes Format

Eine unterhaltsame, schwarzhumorige Gesellschaftssatire, die im stalinistischen Warschau der 1950er Jahre spielt. Lesenswert!


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