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Der Ego-Tunnel

Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik

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Unser »Selbst« existiert gar nicht. Dies beweisen, so der Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger, die Erkenntnisse der aktuellen Forschung. Aber was bedeutet das für unser Menschenbild? Was sind die technologischen und kulturellen Konsequenzen? Brauchen wir neben der Neuroethik auch eine Bewusstseinsethik? Der Ego-Tunnel eröffnet einen ebenso faszinierenden wie fundierten Zugang zur geheimnisvollen Welt des menschlichen Geistes.
Portrait
Thomas Metzinger, geboren 1958 in Frankfurt am Main, lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt weltweit als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes. Der Ego-Tunnel ist sein erstes Buch für ein breites Publikum.

Thomas Metzinger, geboren 1958 in Frankfurt am Main, lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt weltweit als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes. Der Ego-Tunnel ist sein erstes Buch für ein breites Publikum.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 20.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30533-4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/3,2 cm
Gewicht 326 g
Originaltitel The Ego Tunnel
Übersetzer Thomas Metzinger, Thorsten Schmidt
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Revolutinär
von Samuel T. am 02.01.2015

Dieses Buch ist ein Geniestreich. Die Sprache ist nicht leicht, aber gut verständlich. Die enthaltenen Informationen aus der neusten Bewusstseinsforschung zwingen den Leser entweder sein veraltetes, auf altreligiösen Bildern abgestützes Menschen- und Weltbild abzulegen oder er wird das Buch weglegen müssen. Es werden die grundlegenden Probleme für eine Theorie... Dieses Buch ist ein Geniestreich. Die Sprache ist nicht leicht, aber gut verständlich. Die enthaltenen Informationen aus der neusten Bewusstseinsforschung zwingen den Leser entweder sein veraltetes, auf altreligiösen Bildern abgestützes Menschen- und Weltbild abzulegen oder er wird das Buch weglegen müssen. Es werden die grundlegenden Probleme für eine Theorie des Bewusstseins vorgestellt, einige elementare Bedingungen für ein Ich-Gefühl ermittelt und wesentliche ethische Fragen aufgemacht, die der Klärung bedürfen, wenn wir mit den neusten technologischen Errungenschaften, die durch die Bewusstseinsforschung ermöglicht werden, nicht in die vollkommene Überforderung geraten wollen. Intellektuelle Redlichkeit ist die Grundeigenschaft, die benötigt wird, um dieses Buch zu verkraften. Die meisten Inhalte sind nämlich absolut contraintuitiv und rütteln nicht nur am narzistischen Menschenbild, das sich viele Leute gleich einem modrigen Gespensterschiff bis heute bewahrt haben, sondern versenkt dieses gänzlich in den Tiefen des Ozeans der Rationalität und der Neurowissenschaften.

Unglaublicher Blickwinkel: gut nachvollziehbar - überzeugend und unterhaltsam dargestellt
von einer Kundin/einem Kunden am 08.09.2010
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wer hat sie noch nicht bemerkt, diese kleinen Risse in der persönlichen Realität: Da sieht man plötzlich in seinem Spiegelbild, wie die eigenen Lippen zum Sprechen ansetzen, bevor man weiß, dass man etwas sagen möchte und hört dann verdutzt den selbst erzeugten, erstaunt klingenden Laut („Ohh?“) … oder, Sie sprechen... Wer hat sie noch nicht bemerkt, diese kleinen Risse in der persönlichen Realität: Da sieht man plötzlich in seinem Spiegelbild, wie die eigenen Lippen zum Sprechen ansetzen, bevor man weiß, dass man etwas sagen möchte und hört dann verdutzt den selbst erzeugten, erstaunt klingenden Laut („Ohh?“) … oder, Sie sprechen Ihren Ehepartner unterm Weihnachtsbaum mit dem falschen Vornamen an und bemerken erst an der Reaktion Ihrer Umwelt, dass da irgendetwas schief gelaufen sein könnte … In den ersten beiden Teilen des Buches beschreibt der Autor für mich (Nichtakademiker) gut nachvollziehbar (sachlich, aber nicht ohne Humor), die ursächlichen Zusammenhänge für den fundamentalsten menschlichen Irrtum. Und seine im Buch recht überschaubar dargestellte Selbstmodelltheroie erklärt auch, warum der Mensch gar nicht anders kann, als irren: Was der Mensch da wahrnimmt, das ihn Umgebende (um eine einfaches Beispiel zu nennen: die Farbe Rot) und sich (z.B. als Ich) und wie er es “verarbeitet“ , stimmt absolut nicht mit den Tatsachen (beim Beispiel Rot: so etwas was wie eine gewisse Bandbreite elektromagnetischer Wellenlängen) überein. Quasi automatisch plausibilisiert sich der Mensch (sein Gehirn) die Welt und seine eigene Bedeutung darin für ihn irgendwie stimmig zurecht. Spätestens im dritten Teil des Buches wurde mir dann aber klar , wie wenig es unseren Blickwinkel in unserer gelebten Wirklichkeit ändert, mit dieser Theorie vertraut zu sein, denn z.B. in seinen Wünschen/Appellen: Soll der Mensch u.A. nicht “Verdrängen“ und seine “Hausaufgaben“ machen - da aber meines Erachtens das “Selbstmodell-EGO“, eben auch das gehabte “Verdrängen“ wegmodelliert, bleiben solche Ermahnungen doch eigentümlich leer. Aus meiner Sicht nimmt der Autor diese sehr überzeugende Theorie und die aus dem Modell gewonnenen Erkenntnisse zu wichtig. Denn ob das Ich nun ein Gehirn hat, oder das Gehirn sich selbst tatsächlich nur ein irgendwie dingliches EGO simuliert: Für meine praktische Alltagswirklichkeit hat das doch über den Unterhaltungswert hinaus kaum eine Bedeutung. Wir Menschen bleiben im Paradox gefangen, dass das simulierte EGO blind dafür bleibt, das es kein “Ding“ ist, auch wenn es etwas anderes dazu theoretisiert hat. Und ohne dieses Gefangensein im Paradox gäbe es nichts, was davon schreiben könnte. Hat das nicht auch etwas irrwitzig Komisches, das die Evolution irgendwann zwangsläufig schon “regeln“ wird? Natürlich kann das Erkennen frustrierend sein, aber es ist auch erheiternd – mal so, mal so, wie immer schon. Ein das Ganze (Teil 1 u. 2) mehr in dieser Richtung relativierender Schluss (statt einem eher einseitig-mahnenden und ausführlichen Teil 3) hätte mir besser gefallen. Aber, dank der im Buch der “EGO-Tunnel“ von Thomas Metzinger einfach nachvollziehbar dargestellten Selbstmodelltheorie, weiß ich nun, dass diese kleinen Risse in meiner Realität (s. ganz o.) lediglich auf so etwas wie unbedeutende Stolperer im “EGO-Tunnel“ zurückzuführen sind, die eigentlich dauernd wahrgenommen werden könnten, wenn da der Trugmechanismus nicht meist so perfekt arbeiten würde. Die damit verbundene Beruhigung ist mir volle 5 Sterne wert. Zudem wurde meine das ICH betreffende Neugier fürs Erste wieder mal fast ganz befriedigt und ich fühlte mich beim Lesen sehr gut unterhalten.

Warum so kompliziert?
von einer Kundin/einem Kunden am 31.01.2010
Bewertet: gebundene Ausgabe

Das "Selbst" gibt es nicht. Es wird lediglich vom Gehirn in einem physikialischen Prozess simuliert. Wir merken nicht, dass unser Selbst nur simuliert ist (jedoch lässt sich das wissenschaftlich nachweisen). Stellt das Gehirn seine Tätigkeit ein (z.B. in gewissen Stufen des Tiefschlafes oder nach dem Tode) endet die Simulation... Das "Selbst" gibt es nicht. Es wird lediglich vom Gehirn in einem physikialischen Prozess simuliert. Wir merken nicht, dass unser Selbst nur simuliert ist (jedoch lässt sich das wissenschaftlich nachweisen). Stellt das Gehirn seine Tätigkeit ein (z.B. in gewissen Stufen des Tiefschlafes oder nach dem Tode) endet die Simulation des "Selbst". Es kann nichts davon übrig bleiben. Diese, von der Neurowissenschaft seit langem überwiegend vertretene Erkenntnis wird in Metzingers Buch so gut versteckt, dass es selbst für ein gut simuliertes Ego mehrmaligen Lesens bedarf um sie herauszukristalisieren.