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Phantastisches Südamerika

Reise in eine fremde Welt

Reisetops Band 19

Reiseberichte gibt es viele, sind vielleicht der Ursprung prosaischer Literatur überhaupt – der staunende Mensch tritt fasziniert dem Neuem gegenüber. Planet Erde wurde erforscht und beschrieben, nicht bis in den letzten Winkel, aber vielleicht bis in den vorletzten.
Wozu also weitere Reiseberichte, obendrein aus Südamerika, dem hippen und angesagten Kontinent der Milleniums-Backpacker, dort wo jeder schon seinen Rucksack getragen hat?

Weil Mitteilungen an die Liebsten, gesendet als nahezu tägliche Email, ganz jungfräulich, authentisch und in vivo übermittelt werden. Weil der Autor nicht an seinem Heimcomputer mit Kaffee und Zigarette sitzt und Memoiren nachträglich für das Publikum diktiert, sondern in überfüllten Internetcafes im andinen Hochland, umgeben von schreienden und wuselnden Indianern, live in die Tasten haut.

Knapp vier Monate unterwegs ist ein unterhaltsames, humorvolles, an den Stellen, wo es um Konquista und Ausbeutung geht, aber auch kritisches Werk entstanden, das auch im Reiseboom-Zeitalter noch die Herzen von Fernweh geplagten Europäern erreicht. Immer wieder längst überfällige Schreie des indianischen Schmerzes kommen genau so zum Tragen wie das entgegengesetzte Naturbild der scheinbar doch nicht so gänzlich globalisierten Südamerikaner.

Besuche im Dschungel des Amazonas, am Fuße ecuadorianischer Vulkane und der größten Salzwüste der Welt stehen genauso auf der Agenda wie großstädtisches Treiben in Lima, Quito und Buenos Aires oder verschlafene Esel, gebratene Hühnerfüße und Insektenschwärme. Glückselige Betrachtungen der Sterne, Berge und Flüsse ergänzen sich mit politischen, historischen und sozialen Überlegungen zu einer spielerisch-neugierigen und kritisch-aufmerksamen Melange.

Offensichtlich ist hier ein Reisebericht von überzeugender Unschuld entstanden, mit dem nicht nur die Empfänger der Emails imaginär nach Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Uruguay reisen dürfen, sondern auch die Leserinnen und Leser des als Gesamtwerk erscheinenden Buches. Der Ursprung des Staunens liegt im Neuen, der Mensch verwandelt sich im Tun, die Reiseberichte aus Südamerika sind beredtes Zeugnis.
Portrait
Marco Gerhards, in den 1970er Jahren geboren in einem sterilen Krankenhaus, aufgewachsen jedoch im wärmenden Wald, umgeben von allerlei Natürlichen. Die Schulerziehung im christlichen Inferno hinderte ihn nicht daran, „Lebenskunde, Körperwelten und Geschichten“ – so das eigene Bekunden – zu studieren. Bis heute interessiert er sich für außergewöhnliche, tiefsinnige und lebensbejahende Alternativen. Neugierig besuchte er die fünf Kontinente und ist immer wieder fasziniert von der Mannigfaltigkeit der Kulturen. Momentan arbeitet er als Körpertherapeut und freier Journalist.
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  • Artikelbild-0
  • Einen Orden für ...
    TERCERO HOLA!
    Heute verteilen wir einen Orden für ...
    die Ordnung! Und dieser Orden geht nach Deutschland, dem Land der korrekten Angaben, der minutiösen Ausgaben und der geradlinigen Vorgaben.

    Selbst angelsächsische oder skandinavische Länder können da nicht mithalten, was irgendwie auch daran liegt, dass die Baumaterialien leichter und damit anfälliger sind. Den bombastischen Beton, die akkurate Falz und die bündige Leiste, die gibt es nur in Karlsruhe und Kassel.

    In Ecuador gibt es das, was es auch in Tunesien, Thailand und Turkmenistan gibt, nämlich ein Fünfe gerade sein lassen, ein Hauptsache Dach überm Kopf, ein Take it easy.
    Das äußert sich in zerstörten Straßen, aufgerissenen Gehwegen, verranzten Blechkarren und vor allen Dingen behelfsmäßigen Behausungen. Das Abklebeband zur akkuraten Malerarbeit kennt man hier nicht, es wird gepinselt so weit das Auge reicht, und der ein oder andere Strich geht da gerne mal daneben. Fugen im Kachelwerk sind ja gut und schön, aber müssen die alle ordentlich gezogen sein? Und ´nen Boden legen, egal ob Estrich oder PVC, ist keine Angelegenheit fürs geometrische Raumverständnis, sondern funktioniert wie ein Besuch auf dem Ort der Stille. Fallen lassen, abputzen, abziehen - fühlt sich gut an, muss aber nicht gut aussehen. Der Putz, der Mörtel, die Fassade, die hochgezogene Mauer, sie alle fristen hier ein fragmentarisches Dasein, hier fällt was runter, da guckt was raus, am Liebsten Leitungen für Wasser, Strom und Gas. Kein Anblick für Ästhetiker, schon gar nicht für Silikon-Fanatiker, die mit der Kartusche in der Hand alles zudichten wollen.
    Sollte das jemand in Quito versuchen, er wäre bis ins Jahr 4287 beschäftigt und wurde doch nicht fertig, weil in der Zeit so viele neue, unfertige, das lethargische Loch in der Wand vorziehende Wohnungen gebaut würden, dass Kartuschen-Karlo nicht nachkäme und sich vor Gram suizidieren müsste.

    Welche Qualität hinter Ordnung und Sauberkeit, welche hinter Laisser-faire und Praktikabilität steht, kann sich jeder beim nächsten Anblick einer weißen, ordentlichen, fleckfreien Mauer selbst fragen. ...
  • Vorwort - Gesendet an Liebe
    Reiseberichte aus Südamerika
    „Auf dem Weg nach ...
    Ecuador
    Quito
    Einen Orden für ...
    Animales y plantas
    Q wie Qöln
    Mindo es lindo
    Nach sieben kommt 8
    Blick zum Himmel
    Warum ist die Banane krumm?
    Adventsspezial
    Feuchtfröhliches Stadtfest
    Rundlauf
    Ein Schreiber
    Sensation
    Briefe an die Redaktion!
    Das liebste Geräusch
    Straße der Tiere
    Mit Pharao zum Mond
    Quala Lumpur
    In eigener Sache
    Adios Quito
    Adios Pharao
    Chachimbiro
    Tiere zu verkaufen!
    Cambio del sol
    Des Teufels Nase
    Feiertag!
    Ecuador Adios!
    Peru
    Peru für Hartgesottene
    Sprache des Meeres
    Peruaner
    Dringlichkeit
    Werthers Echte
    Noch drei Tage!
    Erschöpfungen
    Lima
    Straßenverkauf
    Ringo ist ein Star!
    Speisen auf Reisen
    Zwei Schlangen
    Drogen
    Dschungelfieber I
    Dschungelfieber II
    Dschungelfieber III
    Dschungelfieber IV
    Tormento
    Copacabana
    Und Du Peru!
    Briefe an die Redaktion II
    TomTulpe
    Bolivien
    Zeitlügen
    Matjes Horring
    Tierfreunde
    La Paz
    Coroico
    Imagination
    Alexander von Humboldt
    Karneval in Bolivien
    Neues von Tieren
    Silber!!! Es ist echtes Silber!!!
    20 Bolivianos
    Was ich gern wäre - Zweiter Versuch
    Wüstensafari und raus
    Chile
    Die Wüstengrenze zwischen Bolivien und Chile …
    Aufi geht´s, neue alte Welt!
    Pflanzen
    Backpacker
    Reiseheimat
    Scheele
    Ende der Kritik
    Stinkbomben
    Argentien
    Ahrtal
    Buenos Aires
    Fast ein Appendix
    Zum letzten Atemzug bereit
    Uh-Ruguay
    Amerika
    Links liegen lieben
    Lesen (Topptipps)
    Floplights
    Toplights
    Deutschland
    Si claro, Los animales son maligroso, fantastico
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Altersempfehlung 18 - 99
Erscheinungsdatum April 2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86040-208-5
Verlag Interconnections medien & reise e.K.
Maße (L/B/H) 20,8/14,6/1,7 cm
Gewicht 294 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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16,40
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inkl. gesetzl. MwSt.
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