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Musik und Revolution

Die Produktion von Identität und Raum durch Musik in Zentraleuropa 1848/49

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Beschreibung

Keine Revolution kommt ohne Musik aus, und dennoch wird dieser Zusammenhang selten thematisiert. Das gilt insbesondere für das „tolle Jahr“ 1848. Der Bedarf an Revolutionsmusik war groß: jede Kompagnie einer Nationalgarde oder Akademischen Legion wollte ihre eigenen Lieder und Märsche. Diese erklangen bei Aufzügen, Fackelzügen, Fahnenweihen, in den Straßen, auf den Barrikaden, in Konzerten und sogar in den Salons. Auch bekannte Lieder wie das studentische Fuchslied oder die Kaiserhymne wurden in den Dienst der Revolution gestellt. So gut wie alle Komponisten dieser Zeit (darunter auch einige Komponistinnen) beteiligten sich an der Produktion einschlägiger Werke, viele MusikerInnen an deren Ausführung, wenngleich so mancher sich in der nachrevolutionären, neoabsolutistischen Phase wieder davon distanzierte. Auch die Konzert- und Theaterprogramme reagierten musikalisch auf die politischen Ereignisse. Im Zentrum der Untersuchung steht Wien, doch wird der musikalischen Seite der Revolution auch in Graz, Klagenfurt, Triest, Ljubljana, Zagreb, Novi Sad, Budapest, Pressburg, Prag und in Lombardo-Venetien nachgegangen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Barbara Boisits
Seitenzahl 672
Erscheinungsdatum 15.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99012-127-6
Verlag Hollitzer Wissenschaftsverlag
Maße (L/B/H) 24,6/18/5,3 cm
Gewicht 1384 g

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  • Vorwort

    Pieter M. Judson:

    About this book

    Barbara Boisits:

    Einleitung


    I. Topographische Aspekte

    Wolfgang Häusler:

    Marseillaise, Katzenmusik und Fuchslied als Mittel sozialen und politischen Protests in der Wiener Revolution 1848

    Hubert Reitterer:

    „... durch lärmende Musik und Jubelschreie aufgeweckt.“

    Die Musik (insbesondere die Katzenmusik) bei der Wiener Revolution von 1848 in den Tagebüchern des Matthias Franz Perth. (Mit einem Anhang über den Kapellmeister des akademischen Mediziner-Korps Romeo Kosak)

    Ingeborg Harer:

    „Unter Musik und Trommelschlag“

    Musikalisch-chronologische Streiflichter der Ereignisse in Graz um 1848

    Walburga Litschauer:

    „Im nächtlichen Dunkel sang der Chor am Platze“

    Klagenfurter Musikleben 1848

    Christian Fastl:

    „Was ist des Deutschen Vaterland? – Gewiß, es ist das Österreich, an Ehren und an Siegen reich.“

    Das Männerchorwesen in Österreich 1848/49

    Gregor Kokorz:

    Triest 1848

    Musik im Spannungsfeld nationaler Diskurse

    Miroslava Pejovic:

    Die Märzrevolution im „Zentrum der Peripherie“ der Habsburgermonarchie Neue Tendenzen im Musikleben Laibachs um die Mitte des 19. Jahrhunderts

    Lujza Tari:

    Revolution, War of Independence in 1848/49 and its Remembering in the Traditional Music

    Vjera Katalinic:

    Die Musikkultur in Zagreb im Jahr 1848/49

    Marijana Kokanovic Markovic:

    Das Musikleben in Novi Sad vor 1848

    Haiganus Preda-Schimek:

    Musik und Ideologie in moldo-walachischen Salons um 1848

    Jana Lengova:

    Der „Slowakische Frühling“ 1848/49 und die Musik

    Viktor Velek:

    Die Sternstunde der familia sancti Wenceslai

    Zur Rolle der auf den heiligen Wenzel bezogenen Musiktradition im Jahre 1848

    Vlasta Reittererova:

    „Schwillt die Brust, tönt der Klang.“

    Ein Revolutionslied aus Zufall


    II . Aspekte der Konterrevolution

    Björn R. Tammen:

    „O! es ist eine herrliche Morgenröthe!“

    Joseph Proksch – Revolutionär wider Willen?

    Susanne Antonicek:

    „Widrigenfalls wird mit Entlassung gedroht.“

    Die Wiener Hofmusikkapelle im Revolutionsjahr 1848

    Michaela Krucsay:

    „Bombelles und Cibini ziehen mit langen Nasen ab.“

    Katharina Cibbini-Koželuch im Spiegel der revolutionären Presse

    Gerlinde Haid †:

    „und mueß in Gottsnahm wern Soldat.“

    Die Revolutionsjahre in den Liedzeugnissen des Altausseer Bergarbeiters Johann Kain, genannt „Bachwirt“


    III. Das Repertoire

    Thomas Aigner:

    Revolutionsmusik?

    Zum Wiener Repertoire im Jahre 1848

    Erich Wolfgang Partsch:

    „Widrigenfalls wird mit Entlassung gedroht.“

    Die Wiener Hofmusikkapelle im Revolutionsjahr 1848

    Helmut Kowar:

    Die Revolution im Wohnzimmer

    Gernot Gruber:

    Revolutionen der Kunst und der Politik: ein Widerspruch?

    Zu Alfred Julius Bechers Streichquartett in A-Dur

    Dominik Šedivy:

    Alfred Julius Bechers Sinfoniefragment in d-moll

    Antonio Baldassarre:

    „Onore a questi prodi! Onore a tutta l’Italia che in questo momento e veramente grande!“

    Giuseppe Verdi und seine Musik im Kontext der italienischen Revolutionsbewegung von 1848/49


    IV. Vor- und nachmärzliche Bezüge

    Frank Hentschel:

    Gustav Schilling, Franz Brendel und das Denkmuster der Emanzipation

    Zum Befreiungsplot deutschsprachiger Musikgeschichten im Umfeld von 1848/49

    Barbara Boisits:

    „Das Wort ist frei, die Kunst ist frei.“

    Wiener Musikkritik im Revolutionsjahr 1848

    Werner Telesko:

    Das Jahr 1848 und seine Bedeutung für die Mythisierung historischer Ereignisse in der bildenden Kunst Österreichs

    Hermann Blume:

    Der tönende Memnon – Klänge zum Steinerweichen

    Musikalischer Schmerz in vormärzlichen Texten (Grillparzer, Stifter, Mayrhofer, Feuchtersleben)

    Christoph Landerer:

    1848 und die Wissenschaften

    Staatliche Bildungsplanung und der österreichische Weg in die Moderne

    Autorinnen & Autoren

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    Personenregister

    Titelregister