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Der eingebildete Kranke

Komödie in drei Akten

Molière: Der eingebildete Kranke. Komödie in drei Akten

Erstdruck: Paris 1682. Uraufführung: Paris, 10.2.1673. Erstdruck: Paris, 1673. Hier nach der Übers. v. Wolf Heinrich Graf Baudissin. Originaltitel: Le malade imaginaire

Vollständige Neuausgabe.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2016, 2. Auflage.

Textgrundlage ist die Ausgabe:
Molière: Der eingebildete Kranke. Übers. v. Wolf Heinrich Graf Baudissin, 31.-35. Tsd., Leipzig: Verlag Phillip Reclam jun., 1945.

Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt.

Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Honoré Daumier, Der eingebildete Kranke, 1863.

Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 88
Erscheinungsdatum 22.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8430-3195-0
Verlag Books on Demand
Maße (L/B/H) 22,8/15,9/1,1 cm
Gewicht 272 g
Übersetzer Wolf Heinrich Graf Baudissin
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Ein hochaktuelles Buch, eine wundervolle Komödie
von H. Seewald aus Berlin am 19.05.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Obschon die Medizin seit dem Zeitalter des Sonnenkönigs gewaltige Fortschritte gemacht hat, so ist dieses Buch doch nach wie vor aktuell hinsichtlich der Patienten-Beschaffung, wie sie durch einen Großteil der Ärzteschaft in Kumpanei mit der Pharmaindustrie betrieben wird. Da werden zum Beispiel völlig normale Werte für Blutdruc... Obschon die Medizin seit dem Zeitalter des Sonnenkönigs gewaltige Fortschritte gemacht hat, so ist dieses Buch doch nach wie vor aktuell hinsichtlich der Patienten-Beschaffung, wie sie durch einen Großteil der Ärzteschaft in Kumpanei mit der Pharmaindustrie betrieben wird. Da werden zum Beispiel völlig normale Werte für Blutdruck und Cholesterin als krank eingestuft, die Grenze zwischen "gesund" und "nicht gesund" vorsätzlich verschoben, mit dem einzigen Ziel, Krankenkassen und Patienten zu schröpfen. Nicht das Wohl der Patienten ist die Motivation dieser Leute, sondern die nackte Gier nach Profit. Das Buch "Die Krankheitserfinder" von Jörg Blech sei in diesem Zusammenhang wärmstens empfohlen. Es lassen sich leider, wie zu Molieres Zeiten, leicht- und autoritätsgläubige Menschen einreden, ihnen würde was fehlen, sie wären krank. Für diese Pseudo-Patienten ist "Der eingebildete Kranke" die richtige Medizin. Molieres Meisterwerk ist aber weitaus facettenreicher, doch dieses herauszufinden sei der geneigten Leserin und dem geneigten Leser überlassen, wobei ich viel Vergnügen wünsche.

...und der Esel, das bist du
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 20.05.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zwei heitere, kurzweilige Komödchen ganz in Moliéres typischem Stil. Heute muss man von seinem Vater zum Glück nicht mit einem Doktorensohn zwangsverheiratet werden, damit der Vater seine Hypochondrie kostengünstig behandeln lassen kann. Puh!

Unter die Ärzte gefallen
von Polar aus Aachen am 11.10.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Stück sollte man turnusgemäß auf dem deutschen Ärztekongress zur Aufführung bringen. Nicht dass sich dadurch die Beiträge senken ließen, aber was aus einem Mensch wird, der seinem Arzt mehr vertraut als seiner Familie, zeichnet Molière bissig nach. Das Stück verkommt leider allzu oft deutschen Bühnen im Klamauk. Dabei han... Dieses Stück sollte man turnusgemäß auf dem deutschen Ärztekongress zur Aufführung bringen. Nicht dass sich dadurch die Beiträge senken ließen, aber was aus einem Mensch wird, der seinem Arzt mehr vertraut als seiner Familie, zeichnet Molière bissig nach. Das Stück verkommt leider allzu oft deutschen Bühnen im Klamauk. Dabei handelt es sich um eine scharfe Analyse menschlicher Abgründe und eines gesellschaftlichen Missstandes. Nur wußte Molière auch, dass man Kritik besser in ein Lachen verpackt. Wer macht sich nicht gerne über Hyperchonder lustig. Vor allem wenn sie wie bei Molière nicht sehen wollen, was um sie herum geschieht, bereit sind, gar die eigne Tochter zu opfern, um die Arztgebühren zu senken. Molière Stück hat die Jahrhunderte überlebt, vor allem, weil sich nicht viel zwischen Patient und Arzt geändert hat. Die medizinische Versorgung strebt ein Höchstmaß an, neue Behandlungsmethoden erlauben den Menschen ein längeres Leben. Das Leben hinter der Statistik, abseits der Atteste, zwischen auf Heilung bedachter Patienten und den Göttern in Weiß ist, wie bei Molière zu sehen, demselben Spott ausgesetzt.