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Licht

Erzählung

Sonderreihe

(4)
"Dieses Buch, das in einer hochpoetischen, von Leidenschaft durchglühten, Sprache geschrieben ist, zu loben oder nicht zu loben, fällt gleichermaßen schwer. Denn das Erstaunen überwiegt das Entzücken, die Nachdenklichkeit jede ablehnende oder zustimmende Empfindung. Wie ist das möglich bei einer Erzählung, die von nichts anderem erzählt als einer Liebe?
Was Fremdheit unter Menschen ist, hier unter Liebenden, kann wohl nicht schockierender erzählt werden. Meckel will sagen: Wir kennen einander nicht. Licht ist Blendung. Die Nachdenklichkeit, die zurückbleibt, entkräftet die formalen Einwände. Meckel war nie besser als in diesem gegen alle Vernunft konzipierten Buch."
Portrait
Christoph Meckel, geboren 1935 in Berlin, studierte Grafik in Freiburg und München. Lebt als Schriftsteller und Zeichner in Berlin und Frankreich. Veröffentlichung von rund 25 Büchern: Lyrik, Grafik und Zeichnung, Illustration zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.05.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783485060691
Verlag Nymphenburger
Dateigröße 325 KB
eBook
4,99
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Poetisch, traurig, schön
von Xirxe aus Hannover am 06.10.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das kleine Büchlein beginnt mit einem wunderbaren Liebesbrief, geschrieben von Dole, der Geliebten des Ich-Erzählers Gil - doch leider ist er nicht an ihn, sondern an einen anderen Mann gerichtet. Gil entdeckt dieses Schreiben im Laub auf der Terrasse, wo es offenbar verloren gegangen ist, behält diesen Fund aber... Das kleine Büchlein beginnt mit einem wunderbaren Liebesbrief, geschrieben von Dole, der Geliebten des Ich-Erzählers Gil - doch leider ist er nicht an ihn, sondern an einen anderen Mann gerichtet. Gil entdeckt dieses Schreiben im Laub auf der Terrasse, wo es offenbar verloren gegangen ist, behält diesen Fund aber für sich. Stattdessen wird er zum Misstrauenden und zum Beobachter Doles: 'Und nachdem ich es (das Vertrauen) verloren habe, jetzt, dieses unerbittliche Hinsehn, kalt, scharf, skrupellos und genau.....Unabwendbarer, unablässiger Blick. Unruhe, Zweifel und instinktive Beschuldigung. Dole kann jetzt sagen was sie will - nichts mehr ist glaubhaft.' Doch gleichzeitig blickt er auf ihre gemeinsame Zeit zurück, ihre Reisen, ihr Leben in der Stadt, ihre Vorlieben und Abneigungen. Es ist keine Geschichte mit Spannungsbögen oder einer Handlung die auf einen Höhepunkt zusteuert, die hier erzählt wird. Gil schildert stattdessen in einer sehr poetischen Sprache in eher kurzen Episoden seine Erinnerungen an die glückliche Zeit mit Dole, wie auch sein Empfinden nach der Entdeckung des Briefes. So lebt das Buch mehr von der Atmosphäre als von der tatsächlichen Geschichte.

Überwältigende Sprache
von einer Kundin/einem Kunden am 23.06.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Gil findet ein Brieffragment, geschrieben von Dole, seiner Frau, Freundin, Geliebten und engen Vertrauten, Teil eines Liebesbriefes und merkt schon bald, dass er nicht an ihn gerichtet ist. Vertrautes kehrt sich zum Misstrauen, vieles ist auf einmal in Frage gestellt, erst recht , wo Dole ihm seine Fragen nicht... Gil findet ein Brieffragment, geschrieben von Dole, seiner Frau, Freundin, Geliebten und engen Vertrauten, Teil eines Liebesbriefes und merkt schon bald, dass er nicht an ihn gerichtet ist. Vertrautes kehrt sich zum Misstrauen, vieles ist auf einmal in Frage gestellt, erst recht , wo Dole ihm seine Fragen nicht mehr beantworten kann, da sie verunglückt ist. Sprachlich dicht, poetisch, gewaltig- auch zum mehrmals lesen!

Unwirklich traumhaft...
von Zitronenblau am 10.07.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine tragische Erzählung um einen Mann und seiner Liebe zu einer Frau, die ihn betrügt. Hierbei wird schon klar, dass es nicht um die Liebe zwischen einem Mann und einer Frau geht, sondern welche Perspektive der Lesende erfasst und welches Leid, welche Abhängigkeit zwischen den beiden herrscht. Mit lyrischen... Eine tragische Erzählung um einen Mann und seiner Liebe zu einer Frau, die ihn betrügt. Hierbei wird schon klar, dass es nicht um die Liebe zwischen einem Mann und einer Frau geht, sondern welche Perspektive der Lesende erfasst und welches Leid, welche Abhängigkeit zwischen den beiden herrscht. Mit lyrischen Anwandlungen schafft Meckel eine kraftvoll verzauberte Atmosphäre. Wie Traum, wie ein Schweben scheint die Wirklichkeit und verliert sich dadurch sebst in der Erzählung, sodass dieses Buch ein ästethetisch-tragisches ist, jedoch aber auch nur eine einzige großartige Metapher auf die Liebe wie ein Licht, bei dem auch Schatten fällt. Empfehlenswert, aber eben eine Geschichte mit absurdem Ende...