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Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Roman

(52)
Portrait
Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Bei Hanser erschienen Léon und Louise (Roman, 2011), Fast ein bisschen Frühling (Roman, 2012), Skidoo (Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens, 2012), Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (Roman, 2013), Mein Nachbar Urs (Geschichten aus der Kleinstadt, 2014), Seiltänzer (Hanser Box, 2015), Reisen im Licht der Sterne (Roman, 2015), Das Leben ist gut (Roman, 2016) und Königskinder (Roman, 2018).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 281
Erscheinungsdatum 29.07.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-24327-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 20,8/13,1/2,8 cm
Gewicht 422 g
Auflage 7
Buch (gebundene Ausgabe)
20,50
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Buchhändler-Empfehlungen

„großes Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Es kann sein, dass sich Emile Gilliéron, "Der Fälscher", Laura d'Oriano " Die Spionin" und Felix Bloch "Der Bombenbauer" über den Weg gelaufen sind. Und wenn, dann nur ein einziges Mal -1924 am Hauptbahnhof Zürich. Laura, weitgereiste, kluge Tochter einer Musikantenfamilie verdient sich als Hutverkäuferin den Lebensunterhalt. Gelegentliche Auftritte als Sängerin erleichtern das Überleben.
Androhungen lassen sie zur Spionin werden.
Felix Bloch ist ein friedliebender, freundlicher, junger Mann. Wenn es nach Felix' Vater geht, dann ist Maschinenbau die richtige Wahl als Studienfach. Er nickt nur zum Vorschlag des Vaters, denkt aber -"wenn ich überhaupt etwas mache, wird es etwas ganz und gar Nutzloses, Zweckfreies sein"..Er wird Robert Oppenheimer beim Bau der Atombombe unterstützen.
Emile Gilliéron wächst in Villeneuve als einziger Sohn des Dorfschullehrers auf. Er ist durchschnittlich. In Körperbau, Größe, Haarfarbe, Eigenschaften oder Talent. "Außer dem einen - er konnte unglaublich gut zeichnen, mit geradezu fotografischer Präzision und Vorstellungskraft." Eher beiläufig rutscht er in den Weg als Kunstfälscher
Großes Lesevergnügen
Es kann sein, dass sich Emile Gilliéron, "Der Fälscher", Laura d'Oriano " Die Spionin" und Felix Bloch "Der Bombenbauer" über den Weg gelaufen sind. Und wenn, dann nur ein einziges Mal -1924 am Hauptbahnhof Zürich. Laura, weitgereiste, kluge Tochter einer Musikantenfamilie verdient sich als Hutverkäuferin den Lebensunterhalt. Gelegentliche Auftritte als Sängerin erleichtern das Überleben.
Androhungen lassen sie zur Spionin werden.
Felix Bloch ist ein friedliebender, freundlicher, junger Mann. Wenn es nach Felix' Vater geht, dann ist Maschinenbau die richtige Wahl als Studienfach. Er nickt nur zum Vorschlag des Vaters, denkt aber -"wenn ich überhaupt etwas mache, wird es etwas ganz und gar Nutzloses, Zweckfreies sein"..Er wird Robert Oppenheimer beim Bau der Atombombe unterstützen.
Emile Gilliéron wächst in Villeneuve als einziger Sohn des Dorfschullehrers auf. Er ist durchschnittlich. In Körperbau, Größe, Haarfarbe, Eigenschaften oder Talent. "Außer dem einen - er konnte unglaublich gut zeichnen, mit geradezu fotografischer Präzision und Vorstellungskraft." Eher beiläufig rutscht er in den Weg als Kunstfälscher
Großes Lesevergnügen

„Das muss einem erst einfallen“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Es sind drei total verschiedene Schicksale, welche absolut nichts miteinander zu tun haben, die Capus dennoch immer wieder verwebt. Er tut dies dramaturgisch gewitzt, sprachlich so hinreissend, dass das Buch zur "In einem durchlesen"-Kategorie gezählt werden muss. Der Nebeneffekt, das leichthin vermittelte historische Wissen über Ereignisse, von denen man zwar weiß, dass sie geschahen, aber nicht wirklich eine Ahnung davon hat, ist kein schlechter nicht. Es sind drei total verschiedene Schicksale, welche absolut nichts miteinander zu tun haben, die Capus dennoch immer wieder verwebt. Er tut dies dramaturgisch gewitzt, sprachlich so hinreissend, dass das Buch zur "In einem durchlesen"-Kategorie gezählt werden muss. Der Nebeneffekt, das leichthin vermittelte historische Wissen über Ereignisse, von denen man zwar weiß, dass sie geschahen, aber nicht wirklich eine Ahnung davon hat, ist kein schlechter nicht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
52 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 09.06.2017
Bewertet: anderes Format

Wunderbarer Roman über gewöhnliche Menschen die ihr Leben ändern mussten, weil das Schicksal mit ihnen etwas anderes vor hatte.

von einer Kundin/einem Kunden aus Kleve am 18.12.2016
Bewertet: anderes Format

Drei Personen, drei Lebenswege, die sich gekreuzt haben könnten, und sich doch ganz anders entwickeln als gedacht. Kurzweilige Geschichte(n).

Capus
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 19.07.2016

In dem Buch von Alex Capus geht es um drei historische Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich wohl niemals begegnet sind. Emile Gilliéron ist ein begnadeter Zeichner, der mit Schliemann nach Griechenland reist und später für den kurzsichtigsten aller Briten Arthur Evans sensationsarme Ausgrabungen in archäologische Wundertüten verwandelt. Emiles... In dem Buch von Alex Capus geht es um drei historische Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich wohl niemals begegnet sind. Emile Gilliéron ist ein begnadeter Zeichner, der mit Schliemann nach Griechenland reist und später für den kurzsichtigsten aller Briten Arthur Evans sensationsarme Ausgrabungen in archäologische Wundertüten verwandelt. Emiles Fähigkeiten prädestinieren ihn förmlich für diese Aufgabe. Er dehnt die Wahrheit, um seine prestigeversessen Auftraggeber zufriedenzustellen und seine Kassen zu füllen. Capus erzählt augenzwinkernd und bravourös vor mediterraner Kulisse ein Schelmenstück, das in der nüchternen Aufklärung der Neuzeit endet. Die Spionin Laura d’Oriano will eigentlich Sängerin werden, nicht so eine halbseidene Chanson Interpretin, wie die strumpfbandzeigende Mutter, nein, eine richtig ernst zunehmende Sangeskünstlerin, aber ach, am Konservatorium stellen die Lehrer fest, ihr fehlt es an einer herausragenden Stimme. Für eine Sängerin kein ganz unwichtiges Detail gibt Laura ihren Jugendtraum auf. Andere Talente bringen unsere Protagonistin durchaus erfolgreich durch das Leben, bis sie an Mann und Kinder gerät und fast der spießbürgerlichen Provinz an heim fiel. Der Weg bis zur Spionin ist dann nur noch kurz, der 2. Weltkrieg schreibt schließlich die sonderbarsten Lebensläufe und so wird aus Laura eine Spionin im Kampf gegen den Mussolini Faschismus. Laura d’Orianos Leben wird von Capus in einer typischen „Frau krempelt die Ärmel auf“ Manier erzählt, das liest sich gefällig, ziemlich spannungsarm und routiniert. An zwei Stellen leuchtet mir die Motivation der Protagonistin nicht ein. Nun denn. Die Unannehmlichkeiten ihrer letzten Tage spart Alex Capus aus, vermutlich, um den Rahmen eines Unterhaltungsromans nicht gänzlich zu sprengen. Alex Capus gibt Laura d’Oriano ein Gesicht, tiefer lässt er nicht blicken. Bei weitem interessanter erzählt ist das Leben des Bombenbauers Felix Bloch, als junger Mann ein überzeugter Pazifist wird er Atomphysiker, weil ihm der Beruf ausreichend sinnlos erscheint, um nicht der Kriegsmaschinerie dienen zu müssen. Schließlich landet er in Los Alamos, wo er an der ersten Atombombe arbeitet. Eine faszinierende Persönlickkeit, ebenso faszinierend erzählt. Alex Capus hat die Lebensläufe seiner Protagonisten recherchiert und die Leerstellen mit seiner Fantasie gefüllt. Wenn mich „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ auch nicht vollends überzeugt hat muss ich doch sagen mich über weite Strecken des Buches einfach gut unterhalten zu haben. Alex Capus hat eine Art Geschichten zu erzählen, vor der man sich gern verneigen möchte. Quasi sofort entsteht ein Lesesog, alles ist klug ausformuliert, kein Wort zu viel oder zu wenig und immer pulsierend voll Leben. Vermutlich ist der Mann in der Lage Telefonbücher und Gebrauchsanweisungen unterhaltsam zu schreiben. Das Buch ist lustig, wenn es nach Kreta geht und geschichtliche Ereignisse und Ausgrabungsstätten nach Gutdünken gestaltet und uminterpretiert werden. Es macht nachdenklich und traurig, als Felix Bloch unter die Uni Nazis gerät und wird tiefsinnig in seiner Wandlung, die vielleicht gar keine ist. Einzig mit Laura wurde ich nicht besonders warm. Alex Capus ist ein Autor von dem ich gerne mehr lesen werde!