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Für immer

Vierfarbiges Bilderbuch. Prämiert mit dem Leipziger Lesekompass 2014.

(3)

Ein traurig-schönes und sehr besonderes Bilderbuch, das poetisch von einem großen Verlust und dem Gefühl der Trauer erzählt und davon, wie sprachlos die ganze Welt dem kleinen Egon begegnet, als sein Papa gestorben ist.

Egons Papa kommt nie mehr wieder. Er ist weg. Für immer. Gegen das »Für immer« gibt es keine Tabletten. Es wird nie wieder so sein, wie es war, sagt Mama. Aber es wird weitergehen. Aber warum sind die Menschen plötzlich so komisch? Es gibt die Flüsterer, die immer nur sagen »Das arme Kind« und die Grinser. Und die Armee der Sprachlosen. Das sind die meisten. Es ist schwer darüber zu sprechen, dabei ist es so einfach: Papa kommt nie wieder.

Rezension
„Für immer“ sind eigentlich nur zwei kurze Worte. Aber für Egon bedeuten sie, dass nie mehr etwas so werden wird wie zuvor. Gegen das „Für immer“ helfen nicht einmal die bittersten Tabletten, es helfen keine Versprechungen aus der Werbung in den Schaufenstern, es helfen weder die Versuche der betont betroffenen Flüsterer noch die der unerträglich fröhlichen Grinser oder das Schweigen der übrigen. Es ist schließlich auch schwer, es auszusprechen, dass Egons Papa tot ist. Zwei Wochen schon. Und dass das Leben trotz dem weitergeht. Aber eines weiß Egon ganz sicher: Papa wird irgendwie bei ihm sein. Nicht nur wenn Egon den roten Drachen steigen lässt, den sie zusammen gebastelt haben. Für immer!

Insbesondere durch den herausragenden Text-Bild-Bezug werden hier die Gefühle eines kleinen Jungen deutlich, der sich selbst als „Zurückgebliebener“ bezeichnet. Der Drachen ist dabei gleichsam der rote Faden, der die beiden Leben vor und nach dem unbegreiflichen Ereignis verbindet. In Vor- und Nachsatz des Bilderbuchs erzählen „Familienfotos“, wie sie wohl in jedem Familienalbum zu finden sind, von dem, was trotz allem für immer bleiben wird. Die behutsam erzählte Geschichte ist traurig, ohne trostlos zu sein und eignet sich sowohl im privaten Bereich als auch in Kita oder Schule zum gemeinsamen Betrachten und zum Eingehen auf Fragen. Ohne den Anspruch auf die eine richtige Antwort!
(Leipziger Lesekompass 2014)
Portrait

Kai Lüftner, geboren 1975, studierte Sozialpädagogik und arbeitete als Streetworker, Pizza-Fahrer, Türsteher, Werbe-, Auftrags- und Liedtexter, Comedy-Autor und Musiker. Heute produziert er vor allem Hörbücher und schreibt Kinderbücher. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 30
Altersempfehlung 5 - 7
Erscheinungsdatum 18.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-407-79546-5
Verlag Beltz
Maße (L/B/H) 28,2/21/1 cm
Gewicht 322 g
Abbildungen mit zahlreichen bunten Bildern
Auflage 5. Auflage
Verkaufsrang 31.092
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„Plötzlich und unerwartet“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Gerade noch hat Egons Vater mit ihm im Krankenhaus Drachen gebastelt. Sie hatten viel Spass dabei. Dann stirbt Egons Vater, und alles ist anders. Die Erwachsenen benehmen sich auf einmal so komisch, und flüstern "das arme Kind", manche schauen weg, manche nerven weil sie gar so schrill sind. Dabei ist alle so einfach. Papa ist weg, für immer. Ein ganz besonderes Bilderbuch. Gerade noch hat Egons Vater mit ihm im Krankenhaus Drachen gebastelt. Sie hatten viel Spass dabei. Dann stirbt Egons Vater, und alles ist anders. Die Erwachsenen benehmen sich auf einmal so komisch, und flüstern "das arme Kind", manche schauen weg, manche nerven weil sie gar so schrill sind. Dabei ist alle so einfach. Papa ist weg, für immer. Ein ganz besonderes Bilderbuch.

Kundenbewertungen

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Weiterempfehlung
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 09.06.2014

Dieses Buch ist phantasievoll illustriert. Hier wurde ein schwereres Thema kindgerecht aufgearbeitet und toll dargestellt! Dieses Buch unterstützt die Erklärung und kann zudem Hilfe bei Fragen sein.

Ein Muss!
von Charlene K. aus Berlin am 12.07.2013

(...) Wie Egon die Menschen um sich herum wahrnimmt und wie er sich nach dem Tod seines Vaters fühlt, beschreibt Kai Lüftner mit wenigen und klaren Worten, die sich sofort einen Weg in das Herz des Lesers bahnen. Man kann gar nichts dagegen tun. Am liebsten möchte man Egon... (...) Wie Egon die Menschen um sich herum wahrnimmt und wie er sich nach dem Tod seines Vaters fühlt, beschreibt Kai Lüftner mit wenigen und klaren Worten, die sich sofort einen Weg in das Herz des Lesers bahnen. Man kann gar nichts dagegen tun. Am liebsten möchte man Egon in den Arm nehmen und ihm zur Seite stehen. Doch wenn man sich die Bilder von Katja Gehrmann anschaut, merkt man schnell, dass das gar keine Hilfe für den kleinen Mann wäre. Trotz seines jungen Alters ist er nämlich viel stärker und klüger als jeder Erwachsene. Und irgendwie empfindet man Stolz für den fremden Jungen, der versucht mit der veränderten Situation klarzukommen. Damit wird auch schon klar, dass die Illustrationen in diesem Buch nicht nur ein nettes Beiwerk sind. In vielen Bilderbüchern geben sie ja nur das wieder, was im Text berichtet wird. Lüftner und Gehrmann sind hingegen eine Art Symbiose eingegangen, die ich gar nicht richtig beschreiben kann. Die Zeichnungen sind praktisch eine Erweiterung der Geschichte und beinhalten Details, die handlungsrelevant sind, aber auch den jungen Zuhörern sofort ins Auge fallen. Man muss also einen Bezug zwischen Text und Bild herstellen. Das daraus ein tolles und nachhaltiges Leseerlebnis wird, rührt auch daher, dass beide in ihrem jeweiligen Teilbereich wirklich sehr gut sind. Schaut man sich zum Beispiel völlig unabhängig von der Geschichte die Zeichnungen an, fallen zuerst die liebevoll gestalteten Vorsatzseiten auf. Ich möchte gar nicht verraten, wie sie genau gestaltet sind. Das muss sich jeder selbst anschauen, weil es einfach eine hinreißende Idee ist. Auf den eigentlichen Buchseiten hat man dann durchgängig das Gefühl, dass jedes Bild bis ins Detail durchdacht ist und Katja Gehrmann ihr ganzes Herzblut in die Arbeit gesteckt hat. Gleichzeitig sind die Darstellungen aber nicht überfrachtet, sondern klar strukturiert. Auch mit dem Text verhält es sich ähnlich. Ich habe schon erwähnt, dass nicht zu viele Wörter benutzt werden. Aber jedes Wort macht den Eindruck, dass es an der perfekten Stelle sitzt und direkt aus der Gefühlswelt des kleinen Protagonisten stammt. Ich hatte wirklich an keiner Stelle das Gefühl, dass hier ein Erwachsener versucht ein Kind nachzuahmen. Trotzdem spricht Lüftner aber auch Dinge an, die nicht nur für Kinder relevant sind. Denn eigentlich macht es gar keinen so großen Unterschied, ob man klein oder groß ist, wenn man einen wichtigen Menschen verliert. Aber von dem kleinen Egon kann man sich eine Menge abschauen, wenn man nicht weiß, wie man mit solch einem Verlust umgehen soll. Fazit: Ein wirklich fantastisches Buch für Kinder und Erwachsene, das nicht nur für diejenigen gedacht ist, die wirklich gerade jemanden verloren haben. Wenn diese Buch nicht in den kommenden Monaten ohne Ende gekauft und mit den wichtigsten Preisen belohnt wird, muss man wirklich an den deutschen Lesern und Kritikern zweifeln.