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Der Friedhof in Prag

ungekürzte Lesung


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Paris, 1897. Der Italiener Simonini erwacht in seiner Wohnung ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, um sich von seiner Kindheit über die Erlebnisse während des Risorgimento und der Pariser Kommune an die Gegenwart heranzutasten. Doch während er schläft, kommentiert jemand seine Einträge und entlarvt Simonini nicht nur als durchtriebenen Fälscher und Agenten, sondern auch als höchst gefährlichen Antisemiten und Mitverfasser der „Protokolle der Weisen von Zion“.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 16h 33)

Portrait
Umberto Eco (1932-2016) promovierte nach dem Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Literatur in Turin 1954 zum Dr. phil. und war anschließend als Kulturredakteur tätig. Ab 1956 arbeitete er als Dozent und Mittelalterforscher, ab 1963 als Kolumnist. 1965 erhielt er einen Lehrauftrag in Florenz, 1966 folgte eine Professur in Mailand, 1971 eine Professur für Semiotik an der Universität Bologna. Seine Werke wurden vielfach übersetzt und mit renommierten Auszeichnungen gewürdigt. Mit "Das offene Kunstwerk" veröffentlichte er 1973 eine der einflussreichsten Arbeiten zur modernen Ästhetik. Dem breiten Lesepublikum wurde der Autor zahlreicher literaturtheoretischer und kulturwissenschaftlicher Schriften vor allem durch seine Erzählprosa bekannt: Die Romane "Der Name der Rose" (1982) und "Das Foucaultsche Pendel" (1989) avancierten zu internationalen Bestsellern. In den Folgejahren erschienen u. a. "Die Insel des vorigen Tages" (1995), "Baudolino" (2001), "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" (2004) sowie "Nullnummer" (2015). Umberto Eco starb 2016 im Alter von 88 Jahren.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Gert Heidenreich, Jens Wawrczeck
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 21.06.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783844511321
Genre Belletristik
Verlag Der Hörverlag
Spieldauer 993 Minuten
Übersetzer Burkhart Kroeber
Hörbuch (MP3-CD)
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11,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Gemischte Gefühle

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Ein echter Eco, was die Qualität der Recherche betrifft, teilweise ein echter Eco in Sachen Spannung und Fabulierkunst. Die Schaffung eines Unsympathlers von großen Gnaden als Hauptfigur, wirklich gelungen. Bei der Schilderung der Fresstempel von Paris anno dazumal, nimmt man schon beim Lesen zu. Das Urthema des Buches jedoch, was Fälschung an sich bewirken kann, kommt etwas zäh daher. Die Wiederholung der abgewandelten antisemitischen Elaborate machen müde, wiewohl sie wichtiger Bestandteil des Buches sind, und zur Entstehung der "Protokolle der Weisen von Zion" führen. Es steht halt zu befürchten, dass die Leser, welche das Werk lesen sollten, a) es nicht verstehen, b) falsch interpretieren, und c) eh nicht danach greifen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
21
10
0
3
1

von einer Kundin/einem Kunden am 22.04.2017
Bewertet: anderes Format

Ein faszinierendes und spannendes Buch mit völlig unerwarteten Wendungen. Und wie immer bei Umberto Eco geistreich und brilliant geschrieben - Unterhaltung auf ganz hohem Niveau!

Manipulation der Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 22.03.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Den Tod Umberto Ecos habe ich zum Anlass genommen, endlich seinen Roman "Der Friedhof in Prag" zu lesen. Ich brauchte ein paar Seiten um in der Geschichte anzukommen, aber dann erwartete mich ein geniales Spiel mit der zarten Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit, die dem Leser zeigt, auf welch wackeligen Beinen die Wahrhei... Den Tod Umberto Ecos habe ich zum Anlass genommen, endlich seinen Roman "Der Friedhof in Prag" zu lesen. Ich brauchte ein paar Seiten um in der Geschichte anzukommen, aber dann erwartete mich ein geniales Spiel mit der zarten Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit, die dem Leser zeigt, auf welch wackeligen Beinen die Wahrheit manchmal steht und was die Menschen bereit sind zu glauben, wenn sie ihre Weltsicht bestätigt sehen. Die einzige erfundene Person in dieser Geschichte ist Capitaine Simonini und das auch nur insofern, als dass in ihm gleich mehrere reale Personen zusammengefasst wurden. Alles in allem beschreibt Eco mit diesem Roman wohl die Entstehung der "Protokolle der Waisen von Zion", dem gefälschten Dokument, das die "jüdische Weltverschwörung" beweisen sollte und das schließlich Kreise bis ins 20. Jahrhundert zog, von Hitler in "Mein Kampf" zitiert wurde und zahlreichen Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung als Grundlage und Rechtfertigung diente.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Alle Personen sind wahr in diesem Roman außer eine, und Eco zeigt, wie Menschen manipuliert werden und wir wissen ja leider, was die Folgen waren...