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Wovon wir träumten

Roman. Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 2012 und dem Albatros Literaturpreis 2014

(21)
Die bewegende Geschichte einer Gruppe von Frauen auf einer Reise ins Ungewisse ...

Mit leiser Wehmut, vielen Fragen und großen Hoffnungen im Gepäck überqueren sie den Ozean: junge Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen, um in Kalifornien japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika. Die Überfahrt wird zu einer seltsamen, oft traumartigen Passage zwischen zwei Welten – und die Ankunft in Amerika zu einem abrupten Erwachen in der Fremde, in der kaum etwas so ist wie erwartet ...

Portrait
Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, lebt heute in New York City. 2002 erschien in den USA ihr Debütroman "When the Emperor Was Divine". Sie war Guggenheim-Stipendiatin und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. "Wovon wir träumten" ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint. Er wurde 2012 mit dem PEN / Faulkner Award ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 17.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-47968-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/1,7 cm
Gewicht 154 g
Originaltitel The Buddha in the Attic
Übersetzer Katja Scholtz
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„Berührende Frauenschicksale“

Ursula Kutzer, Thalia-Buchhandlung Wien

In einer leisen, eindringlichen Sprache schildert Julie Otsuka das Schicksal einer Gruppe junger Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit Hilfe von Hochzeitsvermittlern in die USA reisen. Sie kennen ihre Zukünftigen nur von Bildern, haben die unterschiedlichsten Vorstellungen und Wünsche, und prallen oftmals sehr hart in der Realität ihres neuen Alltags auf. Ein Buch, das einen nachdenklich zurücklässt. In einer leisen, eindringlichen Sprache schildert Julie Otsuka das Schicksal einer Gruppe junger Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit Hilfe von Hochzeitsvermittlern in die USA reisen. Sie kennen ihre Zukünftigen nur von Bildern, haben die unterschiedlichsten Vorstellungen und Wünsche, und prallen oftmals sehr hart in der Realität ihres neuen Alltags auf. Ein Buch, das einen nachdenklich zurücklässt.

„Poetisch und sehr berührend !“

Nicole Thannesberger, Thalia-Buchhandlung Wels, max.center

Eine sehr berührende Geschichte über eine Gruppe junger Japanerinnen, die meisten davon noch Jungfrauen befinden sich auf dem Weg nach Amerika um dort zu heiraten. Ihre Ehemänner kennen sie nur von Fotos der Heiratsvermittler. Auf der Schiffahrt nach Amerika haben sie deshalb Zeit über ihr neues Leben nachzudenken und zu spekulieren wie es sein wird eine Ehefrau zu sein. Otsuka schildert die verschiedenen Schicksale auf eine sehr berührende Weise. Sehr gut zu lesen !! Eine sehr berührende Geschichte über eine Gruppe junger Japanerinnen, die meisten davon noch Jungfrauen befinden sich auf dem Weg nach Amerika um dort zu heiraten. Ihre Ehemänner kennen sie nur von Fotos der Heiratsvermittler. Auf der Schiffahrt nach Amerika haben sie deshalb Zeit über ihr neues Leben nachzudenken und zu spekulieren wie es sein wird eine Ehefrau zu sein. Otsuka schildert die verschiedenen Schicksale auf eine sehr berührende Weise. Sehr gut zu lesen !!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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Wenn Träume, Schäume sind ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 04.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Anfang des 20. Jahrhunderts machen sich viele japanische Frauen auf den Weg nach Amerika, um dort japanische Einwanderer zu heiraten. Sie kennen ihre Ehemänner nicht und auch diese Männer haben sich ihre Frauen über einen Heiratsvermittler ausgesucht. Unter den Frauen herrscht ein großes Bangen auf der Überfahrt, aber auch... Anfang des 20. Jahrhunderts machen sich viele japanische Frauen auf den Weg nach Amerika, um dort japanische Einwanderer zu heiraten. Sie kennen ihre Ehemänner nicht und auch diese Männer haben sich ihre Frauen über einen Heiratsvermittler ausgesucht. Unter den Frauen herrscht ein großes Bangen auf der Überfahrt, aber auch die Hoffnung auf ein gutes Leben. Ihre Ankunft ist ernüchternd, denn ihre Männer sehen selten, wie die auf dem Foto aus und statt Wohlstand, erwartet sie harte Arbeit. Welche Schicksale werden sie erwarten? Wird es besser werden? Oder hat die Zukunft noch schlimmer Dinge mit ihnen vor? Wovon wir träumten, hatte mich damals angesprochen, einmal wegen des wunderschönen Buchcovers und auch weil das Thema Japan eine Rolle spielte. Aber war ich damals wirklich darauf vorbereitet, dass dieses Büchlein über Epochen geht und das Schicksal vieler Frauen wiedergibt? Ich glaube nicht wirklich, obwohl es ja klar und deutlich auf dem Buchrücken steht, hatte ich irgendwie eine andere Vorstellung. Nun habe ich es Jahre später endlich zur Hand genommen und gelesen. Ich glaube, was sofort beim Lesen auffällt, ist die gewählte Sprache der Autorin. Sie gibt nicht einer Frau eine Stimme, sondern allen, wie in einem kleinen Mikrokosmos kommt jede zu Wort, ohne wirklich zu sprechen. Die Autorin fängt ziemlich gelungen jedes Schicksal ein und gibt ihren Kapiteln immer ein übergreifendes Thema, wie, die Überfahrt, die Ankunft, das Einleben, Kinder und so weiter. Dabei erzählt sie nicht nur das Geschehene, sondern zählt endlos jedes Schicksal der Frauen auf. Was mich am Anfang allerdings unglaublich beeindruckte, wirkte bei mir mit jeder Seite abstumpfender, denn wenn man nur noch Schlechtes und Grausames liest, kann man es selber nicht mehr ertragen und verschließt sein Inneres. So konnte ich nicht jedes Schicksal tragen und ratterte nur noch die Zeilen bis Kapitelende runter. Es ist unglaublich schmerzvoll, was diese Zeit mit den Frauen gemacht hat. Was mich immer wieder noch schockt und wütend macht, ist die historische Geschichte von Amerika. Der Befreiungsstaat, wo träume wahr werden und man alles Erreichen kann und dann erfährt man, was sie mit ihren eigenen Einwanderern gemacht haben. Natürlich wird dieses Thema schön ruhig gehalten und die Vorwürfe auf andere Nationen gerichtet, ohne sich selbst an die Nase zu packen. Deshalb finde ich solche Bücher gut und fand diesen Leidensweg einer ganzen Generation wichtig, auch wenn die Schicksale nicht leicht zu verdauen sind. Diese Frauen wurden von ihren Träumen bitter enttäuscht und mussten einen schweren Leidensweg gehen. Durch ihre Traditionen geprägt fiel ihnen der Anschluss und das Leben in der neuen Welt schwer, selbst ihre Kinder verleugneten später ihre Herkunft und trotzdem haben sie ihr Schicksal ertragen und sind ihren Weg durch viele schwere Hürden gegangen, um dann doch leise zu verschwinden. Eine unglaublich mutige, aber auch traurige und berührende Geschichte.

Wovon wir träumten
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 28.11.2017

Ein zutiefst bewegendes Buch. Unzählige Schicksale, anonym, vergessen. Die Autorin lässt im Leser ein Gefühl von Identitätslosigkeit entstehen und einen schalen Beigeschmack zurück. Das mussten diese Frauen ertragen? Wie enttäuscht und desillusioniert sie gewesen sein mussten. Dieses Buch und das Schicksal so vieler Japanerinnen hat mich sehr berührt und... Ein zutiefst bewegendes Buch. Unzählige Schicksale, anonym, vergessen. Die Autorin lässt im Leser ein Gefühl von Identitätslosigkeit entstehen und einen schalen Beigeschmack zurück. Das mussten diese Frauen ertragen? Wie enttäuscht und desillusioniert sie gewesen sein mussten. Dieses Buch und das Schicksal so vieler Japanerinnen hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Ein sehr besonderes Buch!

Wertvoll
von einer Kundin/einem Kunden am 02.07.2016

Julie Otsuka erzählt von einer Gruppe Japanerinnen, die auf der Suche nach einem besseren Schicksal sind als jenes, das ihre Eltern ereilte. Sie begeben sich mit einem Schiff nach Amerika, wo sie ihre zukünftigen Ehemänner zum ersten Mal sehen und schließlich mit ihnen wohnen werden, doch die Wünsche, Erwartungen... Julie Otsuka erzählt von einer Gruppe Japanerinnen, die auf der Suche nach einem besseren Schicksal sind als jenes, das ihre Eltern ereilte. Sie begeben sich mit einem Schiff nach Amerika, wo sie ihre zukünftigen Ehemänner zum ersten Mal sehen und schließlich mit ihnen wohnen werden, doch die Wünsche, Erwartungen und folgende Enttäuschungen sind hoch. Obwohl dieses Büchlein gerade mal 160 Seiten umfasst, ist es der Autorin hervorragend gelungen, der Geschichte Tiefe und jeder Protagonistin eine Stimme zu geben. Wunderbar einfühlsam.