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Perla

Roman

(19)

»Carolina De Robertis tritt mit diesem Roman in die Fußstapfen von Isabel Allende und Gabriel García Márquez.«
The Washington Post

Die junge Perla wächst als einziges Kind gut situierter Eltern in Buenos Aires auf: Ihre Mutter ist schön und elegant, aber unnahbar, ihr strenger Vater ein Marineoffizier, über dessen Beruf man nicht spricht und auch keine Fragen stellt. Als Perla eines Tages in der Schule ein Gedicht über die „Verschwundenen“ schreibt – missliebige Personen, die zur Zeit der Militärdiktatur aus dem Weg geräumt wurden und verschwanden –, erteilt der Vater ihr Hausarrest und straft sie mit seinem Schweigen.
Obwohl Perla ahnt, dass über der Vergangenheit ihrer Eltern ein dunkler Schatten liegt, ist ihre Liebe zu ihnen dennoch bedingungslos. Ihre Welt bricht auseinander, als eines Tages ein ungebetener Besucher vor der Tür steht. Nichts wird mehr sein wie zuvor, denn nun beginnt für sie eine Reise, die sie zwingt, sich ihrer eigenen Geschichte zu stellen.

Mit ihrem bewegenden Roman beleuchtet Carolina De Robertis einen der dunkelsten Momente in der Geschichte Argentiniens. Sie zeichnet das Porträt einer jungen Frau in Buenos Aires und deren schmerzhafte Suche nach ihren Wurzeln und nach sich selbst.

»Ein zeitloses Thema, bewegend erzählt.« FOCUS online

»Poetisch und zugleich herzzerreißend. Carolina de Robertis tritt mit diesem Roman in die Fußstapfen von Isabel Allende."
PETRA

»Literatur, die mich umhaut.«
Angela Wittmann, BRIGITTE

Rezension
Poetisch und zugleich herzzerreißend. Carolina de Robertis tritt mit diesem Roman in die Fußstapfen von Isabel Allende.
Portrait
Carolina De Robertis hat lateinamerikanische Wurzeln, denn ihre Familie stammt aus Uruguay. Die 1975 geborene Autorin wuchs in England, der Schweiz und Kalifornien auf. Im Alter von zehn Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Kalifornien, wo die Autorin heute noch lebt. Sie arbeitet für die Huffington Post und ist Übersetzerin aus dem Spanischen. Mit ihrem ersten Roman »Die unsichtbaren Stimmen« hatte sie ihren internationalen Durchbruch: Das Buch erschien in über 20 Ländern und stand in Deutschland 14 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Ebenfalls von ihr stammt der Roman »Perla« über die Geschichte der »Verschwundenen« in Argentinien.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 336 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783104017624
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 836 KB
Übersetzer Cornelia Holfelder-von der Tann
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Großartig!!“

Ursula Kutzer, Thalia-Buchhandlung Wien

Noch selten habe ich so ein bewegendes Buch gelesen. Es erzählt zwei Zeitebenen, einerseits spielt es während der Diktatur von Generals Videla, in dessen Zeit zigtausend missliebige Bürger gefoltert wurden und einfach verschwanden, andererseits beschreibt es das gegenwärtige Leben der Studentin Perla, die behütet in Buenos Aires
lebt. Ihr Vater war schon in der Videla Ära beim Militär, über dessen Tätigkeit wird allerdings geschwiegen, bis Perla herausfindet, wieviel Mitschuld ihr Vater auf sich geladen hat. Von da an ist sie zerrissen zwischen Liebe, Loyalität und Abscheu. Und alles kommt noch schlimmer. Dieses Buch ist bewegend, aufwühlend, lässt einen nicht los. Wer sich für die Geschichte Argentiniens und deren Auswirkungen auf die Gegenwart interessiert und ein wirklich gewaltiges Buch lesen möchte, darf an Perla nicht vorbeigehen!!
Noch selten habe ich so ein bewegendes Buch gelesen. Es erzählt zwei Zeitebenen, einerseits spielt es während der Diktatur von Generals Videla, in dessen Zeit zigtausend missliebige Bürger gefoltert wurden und einfach verschwanden, andererseits beschreibt es das gegenwärtige Leben der Studentin Perla, die behütet in Buenos Aires
lebt. Ihr Vater war schon in der Videla Ära beim Militär, über dessen Tätigkeit wird allerdings geschwiegen, bis Perla herausfindet, wieviel Mitschuld ihr Vater auf sich geladen hat. Von da an ist sie zerrissen zwischen Liebe, Loyalität und Abscheu. Und alles kommt noch schlimmer. Dieses Buch ist bewegend, aufwühlend, lässt einen nicht los. Wer sich für die Geschichte Argentiniens und deren Auswirkungen auf die Gegenwart interessiert und ein wirklich gewaltiges Buch lesen möchte, darf an Perla nicht vorbeigehen!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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4
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von Karin Bilka aus Aschaffenburg am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Argentinien zur Diktaturzeit. Große Erzählkunst im Stil von Allende und Márquez. Gänsehaut garantiert.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Fällt leider gegen den Vorgänger ab, dennoch atmosphärisch schön und literarisch wertvoll. Für Allende-Liebhaber.

Eine Frau auf der Suche nach ihrer Identität
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

2009 erschien der erste Roman „Die unsichtbaren Stimmen“ (Fischer Taschenbuch) von der Autorin Carolina de Robertis und wurde gleich weltweit ein Überraschungserfolg. Obwohl einigen Kritikern dieses Buch dem Buch „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende zu ähnlich war, konnte sie doch auch damals schon mit ihrer unglaublich schönen und poetischen... 2009 erschien der erste Roman „Die unsichtbaren Stimmen“ (Fischer Taschenbuch) von der Autorin Carolina de Robertis und wurde gleich weltweit ein Überraschungserfolg. Obwohl einigen Kritikern dieses Buch dem Buch „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende zu ähnlich war, konnte sie doch auch damals schon mit ihrer unglaublich schönen und poetischen Sprache überzeugen. Doch „Die unsichtbaren Stimmen“ war ein Buch für Einsteiger. Ihr neues Buch „Perla“ ist jetzt etwas für Profis, denn es fordert den Leser heraus. Es ist nicht einfach sich in dieses Buch hineinzulesen, aber wenn man es denn geschafft hat, ist es sehr beeindruckend, erschütternd und doch auch gleichzeitig wunderschön! Carolina de Robertis lässt Perla ihre eigene Geschichte erzählen. Sie ist die Tochter eines Marineoffiziers und wurde während der Militärdiktatur unter Jorge Rafael Videla in Argentinien geboren. Sie wuchs überaus behütet auf. Über Politik wurde auch nach dem Ende der Militärdiktatur nicht gesprochen. Als sie allerdings eines Tages von einer Freundin von den „Verschwundenen“ erfährt, fängt sie an über ihre eigene Geschichte nachzudenken und gerät dadurch in eine tiefe psychische Krise. Wer ist sie wirklich? Und was hat ihr Vater, der zu ihr doch immer so liebevoll war, während dieser Zeit gemacht? Die Autorin lässt Perla ihre Geschichte nicht stringent erzählen. „Jetzt bin ich selbst in ihrer Kreisbahn gefangen, außerstande, irgendetwas anderes zu tun, als weiterzukreisen. Es ist für mich die einzige Möglichkeit, sie zu erzählen: immer um das Zentrum herumzuwirbeln, mich in einer Spirale allmählich dem Kern zu nähern.“ (S. 65 e-book) Immer wieder eingeflochten werden auch die Erinnerungen des „Gasts“, die sehr erschütternd sind, denn dieser „Gast“ ist einer der „Verschwundenen“ Ähnlich wie Isabel Allende sind die Bücher von Carolina de Robertis immer auch etwas mystisch. Wer ist dieser „Gast“? Die Autorin erzählt die Geschichte von Perla sehr spannend. Durch ihre poetische Sprache und ihre vielen klugen Gedanken bietet sie viel Platz für eigene Interpretationen. Mich hat dieses Buch sehr nachhaltig beeindruckt. Neben der sehr ergreifenden Geschichte enthält dieses Buch auch sehr viele kluge, philosophische Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Hier ein Beispiel: „Wir gehen Bindungen ein, wir entwickeln Vertrauen, wir erzählen Geschichten, wir bemühen uns, in Worte zu fassen, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Manchmal, wenn wir großes Glück haben, sieht unser Gegenüber winzige Stückchen dessen, was wir meinen, wie Funken in einem dunklen Raum, aber nie das Ganze auf einmal, nicht mal, wenn es die beste Freundin oder der vertraute Geliebte ist, denn das Ganze ist jenseits der Sprache. Es existiert nirgends, absolut nirgends, außer in dir selbst, innerhalb deiner Haut. Dort loht es, riesig, gefährlich, ganz und gar dein.“ (S. 202 e-book) Und noch ein Lob am Rande: Dieses Buch muss eine Herausforderung für jeden Übersetzer sein. Cornelia Holfelder-von der Tann hat dies hervorragend hinbekommen! Ein wunderbares Buch für Leser, die Pascal Merciers „Nachtzug nach Lissabon“ (btb Taschenbuch) und Wolfram Fleischhauers „3 Minuten mit der Wirklichkeit“ (Knaur Taschenbuch) geliebt haben.