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Der fremde Freund. Drachenblut

Novelle

(4)

»Ich bin unverletzlich geworden. Ich habe in Drachenblut gebadet, und kein Lindenblatt ließ mich irgendwo schutzlos. Aus dieser Haut komme ich nicht mehr heraus.« Das ist das Fazit der Ich-Erzählerin, Ärztin an einem Ostberliner Krankenhaus, kinderlos, geschieden. Von einem scheinbar ganz normalen Frauenleben berichtet sie, und doch werden hinter der kühlen, spröden Fassade die Ängste, das Mißtrauen und die Frustrationen sichtbar, die sie gnadenlos von der Welt, von sich selbst, der eigenen Kindheit und von Henry trennen, ihrem Freund, der im selben Hochhaus wohnt und der ihr bis zum Ende fremd bleibt. Schonungslos und suggestiv erzählt Hein von Einsamkeit und Beziehungslosigkeit in der DDR Anfang der achtziger Jahre. Mit der Novelle Der fremde Freund, die 1982 erschien und im Westen ein Jahr später unter dem Titel Drachenblut herauskam, erlebte Christoph Hein seinen literarischen Durchbruch.

Portrait

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut.

Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 174 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783518738955
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 1148 KB
eBook
8,99
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Kundenbewertungen

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die Idee ist ok
von einer Kundin/einem Kunden aus Pirna am 10.03.2018

Nach excellenten Start verflacht es in linearer Darstellung, das Ende könnte wirklich spannender sein. das reicht erst mal, ich bin doch nicht in der Prüfung wie einige Besprechungen.

Es ist dein Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 13.08.2017
Bewertet: Taschenbuch

Es ist ein stilles Buch, das die Angst wegdrückt, die Hilflosigkeit. Die großen Gefühle, die nur riskant sind, die einen in den Himmel heben und unendlich leiden lassen. Gibt es in einer Welt, die immer mehr Konformität verlangt, überhaupt noch Platz für Gefühle? Die Frau, die Hauptperson der Novelle, ist zur Nebenfigur... Es ist ein stilles Buch, das die Angst wegdrückt, die Hilflosigkeit. Die großen Gefühle, die nur riskant sind, die einen in den Himmel heben und unendlich leiden lassen. Gibt es in einer Welt, die immer mehr Konformität verlangt, überhaupt noch Platz für Gefühle? Die Frau, die Hauptperson der Novelle, ist zur Nebenfigur ihres eigenen Lebens geworden. Ein Mann, der riskant gelebt hat, ist gestorben. Die Frau, die sich vor allem schützt, indem sie sich nichts Lebendigem aussetzt, wird in ihrer Schutzhülle, wie sie selbst sagt, "krepieren". Du stirbst, egal ob Du lebendig lebst oder nicht. Wähle.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Wer es in Der Schule nicht lesen musste - der SOLLTE es jetzt lesen. Beklemmend offenbart das Buch die Parallelkultur der DDR. Ein Klassiker der deutschen Literatur.