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Das Haus der Tänzerin

Roman

Kate Lord Brown

(21)
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Beschreibung

Die alte Villa in den Hügeln von Valencia ist für Emma der perfekte Rückzugsort: Der verwilderte Garten duftet nach Orangenblüten, die Leute im Dorf sind hilfsbereit und schon bald eröffnet die gelernte Parfümeurin einen Blumenladen. Doch warum vermachte ihre verstorbene Mutter ihr dieses Anwesen? Immer mehr fühlt sich Emma von der geheimnisvollen Vergangenheit des Hauses angezogen. Und dann entdeckt sie ein zugemauertes Zimmer ...

"'Das Haus der Tänzerin' ist ein gelungenes Zusammenspiel vieler Elemente: Das Ergebnis ist spannend, mitreißend, dramatisch - wunderbar!", Wiener Journal, 11.10.2013

Kate Lord Brown wuchs in der englischen Grafschaft Devon auf. Nach ihrem Studium am Courtauld Institute of Art war sie zunächst als internationale Kunstberaterin tätig. Später zog sie mit ihrer Familie nach Valencia und widmete sich dort dem Schreiben. »Das Haus der Tänzerin«, ihr erster auf Deutsch erschienener Roman, stand mehrere Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde in sieben Sprachen übersetzt. Heute lebt sie in Großbritannien.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 528
Erscheinungsdatum 16.07.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30232-6
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19,2/12,1/3,4 cm
Gewicht 376 g
Originaltitel The Perfume Garden
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Elke Link
Verkaufsrang 42997

Buchhändler-Empfehlungen

Alles in einem

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Sie können es sich aussuchen: wollen Sie einen Liebesgeschichte, eine Krimi, oder einen historischen Roman? Alle drei geht nicht, oder? Doch, Kate Lord Brown beweist es nachdrücklich auf eine wunderbare Art. Äußerst geschickt verwoben präsentiert sie das Zusammenspiel verschiedener Elemente, vor dem Hintergrund Valencias, dem spanischen Bürgerkrieg und der spannenden Gegenwart.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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Spanien wirft seine Schatten voraus
von einer Kundin/einem Kunden am 23.02.2013

Ein packender (Familien)Roman, der die Zeit des spanischen Bürgerkrieges reflektiert - da dessen Auswirkungen auf die Protagonisten ein Geheimnis bis ins Jahr 2001 legen... Emma flieht nach den Anschlägen des 11.09.2001 (ihr Freund kommt in den Twin Tower ums Leben) ins ererbte Haus in Spanien/ Valencia - und "stolpert über die ... Ein packender (Familien)Roman, der die Zeit des spanischen Bürgerkrieges reflektiert - da dessen Auswirkungen auf die Protagonisten ein Geheimnis bis ins Jahr 2001 legen... Emma flieht nach den Anschlägen des 11.09.2001 (ihr Freund kommt in den Twin Tower ums Leben) ins ererbte Haus in Spanien/ Valencia - und "stolpert über die Vergangenheit" ihrer Oma Freya, die freiwillig als Krankenschwester im Bürgerkrieg gearbeitet hat. Nach und nach blättert sich die ganze Abscheulichkeit des Krieges auf, die Entbehrungen der Zeit, die tiefen Freundschaften die geschlossen wurden, die Wucht des Glaubens und der Rechtschaffenheit von Freiheitsliebe und dem Wollen einer Demokratie - und in diesem Chaos verwoben ist die Geschichte von Freya, Tom, Charles, Gerda, Rosa & Jordi, die sich erst in der zweiten Generation danach aus den Erinnerungen "befreit" und den Enkeln erzählt werden kann. In diesem Roman steckt mehr, als Titelbild und Klappentext vermuten lassen! Lassen sie sich auf diesen Schmöker mit TIEFGANG ruhig mal ein. Es lohnt sich!

Gutes Buch mit kleinen Schwächen
von Karlheinz aus Frankfurt am 29.03.2017

Das Buch wird von zwei separaten Handlungssträngen durchzogen, die sich im Laufe des Buches immer mehr annähern. Der erste der Handlungsstränge beginnt im Jahre 1939 im spanischen Bürgerkrieg. Vielleicht bilde ich es mir ein, aber selbst der Schreibstil ist dabei ein wenig anders und harmoniert besonders mit dem Jahre 1939. Hie... Das Buch wird von zwei separaten Handlungssträngen durchzogen, die sich im Laufe des Buches immer mehr annähern. Der erste der Handlungsstränge beginnt im Jahre 1939 im spanischen Bürgerkrieg. Vielleicht bilde ich es mir ein, aber selbst der Schreibstil ist dabei ein wenig anders und harmoniert besonders mit dem Jahre 1939. Hier wird äußerst anschaulich auf den Krieg und die Unmenschlichkeit des Ganzen eingegangen. Der zweite Handlungsstrang spielt im Jahr 2001 rund um die Anschläge auf das World Trade Center. Emma Temple verliert hierbei ihren Exfreund, von dem sie schwanger ist. Sie möchte sich in Spanien eine Zukunft aufbauen und zieht sich in das von ihrer verstorbenen Mutter gekauften Haus in Valencia zurück. Dort wird sie dann mit Ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Der Schreibstil kommt mir insoweit ein wenig klischeehaft vor, dennoch angenehm zu lesen. Die Handlung ist ineinander verwoben und wird immer deutlicher. Am Anfang sind die Handlungsstränge weit voneinander entfernt, vor allem der Handlungsstrang im spanischen Bürgerkrieg ist nicht einfach zu lesen, allerdings gewöhnt man sich schnell daran. Der rote Faden zieht sich immer klar durch das Buch. Die Protagonisten waren alle erstklassig dargestellt mit menschlichen Stärken und Schwächen die hervorragend heraus gearbeitet waren. Die Liebesgeschichte ist vermischt mit einer Familiensaga und nicht nur romantisch, sondern auch wirklich spannend. Leider manchmal ein wenig zu vorhersehbar. Fazit: Wunderschöner Roman der außer in ein paar kleinen Schwächen überzeugt hat, deswegen vier Sterne

Spannender Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Hennef am 11.10.2015
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Charaktere werden wunderbar beschrieben und die Handlung bleibt stets spannend und abwechsulungsreich. Ich habe zum Beispiel auch viel gelernt, und mich nach dem Buch weiter über den spanischen Bürgerkrieg informiert.


  • Artikelbild-0
  • London, 11. September 2001
    Das Problem, Em, liegt darin, dass sie also die Ärzte gesagt haben, es wäre "ein Abschluss" für mich (was für ein schauderhaftes Wort), wenn ich dir einen Brief hinterlasse. Ich sagte: "Glauben Sie wirklich, ich kann die Erfahrung eines ganzen Lebens in einem einzigen Brief zusammenfassen? Kann ich alles, was ich meiner Tochter sagen will, auf ein paar wenige Seiten Papier bringen?" Ich kann es nicht. Du kennst mich. Ich habe doch nie aufgehört, weiterzuquasseln, mein Schatz.
    Emma kam in diesem Moment ein Bild von Liberty in den Sinn ihre Mutter am Küchentisch bei ihrer Großmutter Freya sitzend. Das musste Ende der Siebzigerjahre gewesen sein, denn vor der Morgensonne bildeten Libertys kastanienbraune, im Stil von Kate Bush gewellte Haare einen Heiligenschein, und im Radio lief Blondie. Beim Reden gestikulierte sie mit den Armen, und Freya konnte sich kaum halten vor Lachen. Emma hatte es sich im Hundekorb neben dem Ofen gemütlich gemacht und aß Toast, während sie mit Charles neuem Boxerwelpen kuschelte. Das hatte sie noch in Erinnerung den charakteristischen Geruch von zu Hause, von frisch gebrühtem Kaffee, knusprigem Toast, den trockenen Keksgeruch des Hundes, während er an dem grünen Emailschild mit der Aufschrift "Head Girl" spielte, das an ihrem Wollpullover steckte. Manche Menschen erinnern sich anhand von Bildern oder Liedern, aber bei Emma war es stets der Duft. Liberty hatte ihr viel beigebracht, und schon als Kind erkannte sie instinktiv die harmonischen Noten des Duftakkords, der für sie "zu Hause" ausmachte.
    "Emma, Liebes, nun steh doch auf", hatte Freya damals gesagt. "Deine Schuluniform ist ganz voller Haare." Emma erinnerte sich, wie warm der Hund war, an seinen zarten hellbraunen Bauch, der sich an ihre kleine Hände schmiegte. Sie erinnerte sich, wie Liberty sie gekitzelt hatte, bis sie beide kichernd auf dem Boden lagen, während der kleine Hund um sie herumsprang. Wenn ihre Mutter sie umarmte, atmete Emma den Duft ihres Parfums ein. Rosen für sie roch Liberty immer wie ein Rosengarten in voller Blüte; warm, sonnendurchflutet, ein reines soliflore.
    Du merkst gleich, ich habe es ein wenig übertrieben. Ich habe dir eine ganze Schachtel Briefe zurückgelassen, für jede Gelegenheit, die mir nur einfällt, einen. Und mein letztes Notizbuch habe ich dazugelegt. Ich würde mich freuen, wenn du da weitermachst, wo ich aufgehört habe, Em. Versprich mir, dass du es weiterführst. Benutze es. Fülle es mit wundervollen Dingen.
    Emma stützte den Ellbogen auf den Koffer neben ihr. Sie war monatelang auf Reisen gewesen, aber während sich der Routemaster-Doppeldecker der Linie 22 durch den Mittagsverkehr auf der King s Road quälte, spürte sie, wie all die Zeit von ihr abfiel. Es war ein typischer kühler, grauer Londoner Tag, ein leichter Herbstwind blies Laub über die Gehsteige. Nichts hatte sich geändert, nur sie selbst. Die Übelkeit, die sie seit Monaten verfolgte, stieg wieder in ihr auf, und sie wühlte in ihrer Tasche nach einem Pfefferminzbonbon. Das Futter war zerrissen, und während sie Libertys Brief las, fuhr sie mit dem Zeigefinger am Saum entlang, suchte jedoch vergeblich. Schon hundert Mal hatte sie mit gezücktem Stift die letzte Seite im Notizbuch ihrer Mutter aufgeschlagen, war jedoch erstarrt, unfähig, an der Stelle weiterzuschreiben, wo Liberty aufgehört hatte. Nichts kam ihr wundervoll genug vor. Ein letztes Mal überflog Emma den Brief. Sie hatte nur diesen einen mit auf ihre Reisen genommen und ihn so oft gelesen, dass das Papier an den Falzen schon auseinanderbrach. Die Briefe warteten in einem schwarzen Lackkästchen in Libertys Werkstatt auf sie, ungeöffnet. Nachdem das Testament ihrer Mutter verlesen worden und Joe abgereist war, war Emma stundenlang dagesessen und hatte im Licht der Morgendämmerung, das durch das schräge Glasdach fiel, das Kästchen angestarrt. Sie hatte es in die Mitte von Libertys Tisch gestellt einer eigens gebauten