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Der Schrecken verliert sich vor Ort

Roman

(24)
Als Lena auf den Zeugen aus Wien trifft, weiß sie, dass sie diesen Mann festhalten muss. Auf den ersten Blick haben Lena und Heiner nicht viel gemeinsam. Sie träumt von Ferien in der Südsee. Heiner verbringt die Nächte mit den Schrecken von Auschwitz. Die beiden wagen diese Liebe. Lena fragt sich, ob sie die Welt, in der ihr Mann zuhause ist, je verstehen wird. Heiner fragt sich, wie er sein Trauma aus Bildern und Geräuschen möglichst vollständig in den Kopf seiner Frau übertragen kann und ob es eine Grenze gibt, bis zu der man Erfahrungen weitergeben kann. Sollte er sie finden, wird er sie einreißen.
Klug, berührend und mitreißend erzählt die Autorin und Journalistin Monika Held in ihrem großen Roman die Geschichte einer Liebe in den Zeiten nach Auschwitz.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 270 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 13.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783838725352
Verlag Bastei Entertainment
Dateigröße 1842 KB
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„"Der Schrecken verliert sich vor Ort"“

Yvonne Simone Vogl, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Heiner, ein Auschwitz-Überlebender lernt Lena kennen bei den Prozessen kennen. Die Beiden verlieben sich und werden ein Paar. Doch die Vergangenheit lässt Heiner nicht los. Erinnerungen, Aufarbeitung und vorallem das Weiterleben im Hier und Jetzt sind interessante Themen. Sprachlich einfach super! Wunderbar, berührend erzählt. Sehr Empfehlenswert! Heiner, ein Auschwitz-Überlebender lernt Lena kennen bei den Prozessen kennen. Die Beiden verlieben sich und werden ein Paar. Doch die Vergangenheit lässt Heiner nicht los. Erinnerungen, Aufarbeitung und vorallem das Weiterleben im Hier und Jetzt sind interessante Themen. Sprachlich einfach super! Wunderbar, berührend erzählt. Sehr Empfehlenswert!

„das große Danach “

Ines F., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

„Der Schrecken verliert sich vor Ort“ ist ein Roman der mich persönlich sehr berührt hat. Heinz liebt Lena und Lena liebt Heinz- das ist Tatsache. Doch neben dieser zarten Liebe stehen Auschwitz, die Schrecken der Vergangenheit und Schuldgefühle. Monika Helds Buch ist keine leichte Lektüre, die Schilderungen und Geschichten von Auschwitz bedrückend. Dennoch ist es ein großartiges Buch, welches sich nicht nur mit dem Krieg selbst, sondern auch mit dem großen Danach beschäftigt. „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ ist ein Roman der mich persönlich sehr berührt hat. Heinz liebt Lena und Lena liebt Heinz- das ist Tatsache. Doch neben dieser zarten Liebe stehen Auschwitz, die Schrecken der Vergangenheit und Schuldgefühle. Monika Helds Buch ist keine leichte Lektüre, die Schilderungen und Geschichten von Auschwitz bedrückend. Dennoch ist es ein großartiges Buch, welches sich nicht nur mit dem Krieg selbst, sondern auch mit dem großen Danach beschäftigt.

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Wie lebt man mit seinen Traumata ...
von Kaffeeelse am 13.09.2018
Bewertet: Taschenbuch

Der Protagonist dieses Buches von Monika Held, Heiner Rosseck, hat Auschwitz erfahren müssen, weil er ein Kommunist ist und hat überlebt. Er sagt beim Auschwitz-Prozess gegen seine Peiniger aus und lernt dabei Lena kennen; sie empfinden eine gewisse Anziehung, Neugier und verlieben sich schließlich. Beide erforschen den Anderen. Er... Der Protagonist dieses Buches von Monika Held, Heiner Rosseck, hat Auschwitz erfahren müssen, weil er ein Kommunist ist und hat überlebt. Er sagt beim Auschwitz-Prozess gegen seine Peiniger aus und lernt dabei Lena kennen; sie empfinden eine gewisse Anziehung, Neugier und verlieben sich schließlich. Beide erforschen den Anderen. Er ist Österreicher und sie eine Deutsche. Eine aus dem Volk der Täter. Diese simple Tatsache ist für Heiner nicht ganz so einfach. Und neben diesem geistert noch vieles mehr in dem Kopf von Heiner herum. Er versucht damit zu leben, sich seinen Traumata zu stellen und beginnt sich durch die Anwesenheit von Lena und seiner Gefühle für sie zu verändern. Und auch in ihr geschehen Neuerungen, auch Lena versucht zu begreifen, warum Heiner empfindet, was er empfindet und denkt, was er denkt. Dieses ganze Miteinander hat die Autorin für meine Begriffe in eine gute Form gebracht. Ihre Charaktere sind nachvollziehbar gezeichnet und die Empfindungen beider Personen perfekt geschildert. Dabei ist diese Geschichte nicht von Emotionen überfrachtet, vielleicht gerade weil das Grundthema ja kaum in Worte fassbar ist. Gerade deshalb hat sich bei mir eine große Nähe zu beiden Hauptcharakteren eingestellt. Als besonders gelungen empfand ich, dass das Hauptaugenmerk auf der Zeit nach Auschwitz liegt. Wie lebt man nach und mit solchen Erlebnissen? Was für Auswirkungen haben solche Traumata auf Menschen? Natürlich wird auch in Rückblicken über Geschehnisse in Auschwitz berichtet. Und immer, wenn ich so etwas lese, höre und sehe, frage ich mich wie man so etwas anderen Menschen antun kann. Aber Menschen sind Menschen sind Menschen! Der zweite gelungene Teil in diesem Buch war dann eine Reise nach Polen mit einem Blick auf das Geschehen um die Solidarnosc und der Besuch verschiedener Freunde und Überlebender von Auschwitz; und ihre Arten mit dem Erlebten umzugehen. Insgesamt ein für mich sehr gutes Buch mit dem Vermerk: Unbedingt Lesen!!! "Was geschehen ist, ist geschehen, ausgeübt von einem Kulturvolk. Und das es geschehen ist, bedeutet, dass es wieder geschehen kann. Menschen, und zwar kultivierte, kluge Menschen, sind zu Taten fähig, die wir ihnen nicht zugetraut haben. Und wo es irgendein Anzeichen, einen Hauch davon wieder geben könnte, müssen wir eingreifen. Unsere gottverdammte Pflicht nach Auschwitz ist, das niemals zu vergessen. Es bleibt ein ewiges Thema. Ich glaube nicht, dass wir aufhören sollten, uns damit zu beschäftigen." (Auszug aus dem Nachwort von Margarete Mitscherlich aus diesem Buch)

Atemberaubend!
von einer Kundin/einem Kunden am 29.05.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Im Jahr 1965 lernt Heiner auf einem Gerichtsflur in Frankfurt die Ünersetzerin Lena kennen. Heiner ist Auschwitz Überlebender, lebt in seiner Heimatstadt Wien und kennt kaum ein anderes Thema als die furchtbarste Zeit seines Lebens. Lena lässt sich ein auf dieses gemeinsame Leben, dass von einer gewissen Dunkelheit geprägt... Im Jahr 1965 lernt Heiner auf einem Gerichtsflur in Frankfurt die Ünersetzerin Lena kennen. Heiner ist Auschwitz Überlebender, lebt in seiner Heimatstadt Wien und kennt kaum ein anderes Thema als die furchtbarste Zeit seines Lebens. Lena lässt sich ein auf dieses gemeinsame Leben, dass von einer gewissen Dunkelheit geprägt ist. Während sie selbst quirlig und lebenslustig ist, kriecht Heiner nur aus seinem Versteck um sich mit seinem ehemaligen Mithäftlingen auszutauschen und Carepakete für sie zu packen. Dennoch ist diese Liebe für mich wunderbar. Sie ist an keine Bedingungen geknüpft. An Heiners 70. Geburtstag feiern sie drei Leben: Das "davor" dauerte Zweiundzwanzig Jahre, das Leben "dort" war ewig und das Leben "danach" bestand an diesem Tag aus fünfundvierzig Jahren, fünfundzwanzig mit Lena. Innerhalb der Geschichte, driften Heiners Gedanken immer wieder in die Vergangenheit ab und ich habe oft schwer schlucken - ja sogar das Buch weglegen müssen, über die Grausamkeiten, die aus dem Arbeitslager berichtet wurden. Petra Hartlieb beschreibt dieses Buch in ihrem Roman "Meine wundervolle Buchhandlung" als das berührendste Buch, dass sie jemals über den Holocaust gelesen hat. Dem kann ich nur beipflichten. Es gehört auf jeden Fall in meine Top 10 der bewegendsten Bücher.

Eine große Liebe mit einer schweren Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden am 26.01.2018
Bewertet: Taschenbuch

?Was geschehen ist, ist geschehen, ausgeübt von einem Kulturvolk. Und dass es geschehen ist, bedeutet, dass es wieder geschehen kann. Menschen, und zwar kultivierte, kluge Menschen, sind zu Taten fähig, die wir ihnen nicht zugetraut haben. Und wo es irgendein Anzeichen, einen Hauch davon wieder geben könnte, müssen wir... ?Was geschehen ist, ist geschehen, ausgeübt von einem Kulturvolk. Und dass es geschehen ist, bedeutet, dass es wieder geschehen kann. Menschen, und zwar kultivierte, kluge Menschen, sind zu Taten fähig, die wir ihnen nicht zugetraut haben. Und wo es irgendein Anzeichen, einen Hauch davon wieder geben könnte, müssen wir eingreifen. Unsere gottverdammte Pflicht nach Auschwitz ist, das niemals zu vergessen. Es bleibt ein ewiges Thema. Ich glaube nicht, dass wir aufhören sollten, uns damit zu beschäftigen.? Dies ist der letzte Satz aus dem Nachwort zu dem Roman ?Der Schrecken verliert sich vor Ort? von Monika Held, den Margarete Mitscherlich im Mai 2012 geschrieben hat. Und ich finde, damit hat sie vollkommen Recht, und deshalb möchte ich Ihnen dieses in seinem Grauen doch so wunderschöne Buch an Herz legen. Monika Held ist eine 1943 geborene Autorin und Journalistin, die sehr engagierte Sachbücher und Romane verfasst. Ihr aktueller Roman verbindet eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit einer Reise in die Vergangenheit. Monika Held erzählt von den drei Leben des Heiner und von seiner schwierigen Liebe zu Lena. Das erste Leben von Heiner dauerte 22 Jahre. Er wurde in Wien geboren und wuchs behütet auf. Sein Vater war ein radikaler Sozialdemokrat und Staatsbeamter im ?Roten Wien? und hat ihn schon früh auf die politischen Umstände aufmerksam gemacht und damit dafür gesorgt, dass Heiner sich den Sozialisten in Wien angeschlossen hat. Mit 22 Jahren verhaften die Nationalsozialisten ihn und stecken ihn in das KZ Auschwitz. Hier beginnt sein zweites Leben, das immer noch anhält. Sein drittes Leben begann nach Ausschwitz. Doch diese Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern es werden immer mal wieder einzelne Facetten davon in die eigentliche Geschichte von Heiner und Lena eingebunden. Lena lernt Heiner 1965 in Frankfurt bei dem Auschwitz-Prozess kennen. Sie ist eine junge Dolmetscherin, die aus dem polnischen übersetzt und Heiner ein Zeuge. Als Heiner fast zusammenklappt, hilft sie ihm. Daraus entwickelt sich dann nach und nach erst ein Gespräch, dann eine Freundschaft und schließlich Liebe, die in einer Heirat mündet. Die Geschichte wechselt zwischen Erinnerungen von Heiner aus seinem ersten und zweiten Leben in die Gegenwart. Es wird sehr sensibel in kurzen, prägnanten Sätzen die Schwierigkeit dieser Liebe erzählt. Wie geht eine Frau, die zehn Jahre jünger als ihr Mann ist und die schwierige Zeit des Nationalsozialismus unbeschwert in der Schweiz überlebt hat, mit den Erinnerungen ihres Mannes um. Sollte Heiner die Vergangenheit endlich ruhen lassen, oder muss Lena lernen, damit zu leben, auch wenn sie es nie wirklich nachempfinden kann. Als Heiner und Lena 1981 nach Polen aufbrechen, um den Menschen, die sich gegen das Kriegsrecht des Staates auflehnen und für die Rechte der Gewerkschaft Solidarnosc kämpfen, lernt sie ehemalige Mithäftlinge von ihm kennen. Dadurch versteht sie ihn langsam immer besser. Ein unglaublicher Roman, der mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben wird ? wunderschön und zugleich schockierend!