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Sunset

Roman

Eichborn digital ebook

Feuchtwanger, Brecht und das kalifornische Exil - der Roman einer ungewöhnlichen Freundschaft.

Weltberühmt und wohlhabend, aber argwöhnisch beschattet von den Chargen der McCarthy-Ära, lebt Lion Feuchtwanger 1956 noch immer im kalifornischen Exil - der letzte der großen deutschen Emigranten. Als ihn an einem Augustmorgen die Nachricht vom plötzlichen Tod Bertolt Brechts erreicht, ist er tief erschüttert. Er hatte Brechts Genie entdeckt, hatte ihn gefördert, war ihm eng verbunden gewesen.

In stummer Zwiesprache mit dem toten Freund ruft Feuchtwanger die Stationen dieser Freundschaft wach, ihren Beginn im München der Räterepublik, die literarischen Triumphe der Zwanzigerjahre, die Flucht und das Leben im Exil. Aus seinen Erinnerungen kristallisieren sich zugleich die Antriebsfedern des eigenen literarischen Schaffens heraus: die Trauer um die als Säugling verstorbene Tochter, seine Schuldgefühle und sein Ehrgeiz, die Traumata seiner Kindheit - und schließlich die Liebe und die Vergänglichkeit. Am Ende des Tages, als die Sonne im Stillen Ozean versinkt, ist der alte Feuchtwanger sich seiner Stärken und Schwächen hell bewusst und hat eine Bilanz des eigenen Lebens gezogen.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 01.12.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783838723365
Verlag Lübbe
Dateigröße 1880 KB
Verkaufsrang 25274
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Buchhändler-Empfehlungen

Erinnerung

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Pacific Palisades, eine schöne Adresse, auch wenn man, so wie Lion Feuchtwanger auch 1956 noch immer im Exil wohnt. Missträuisch beäugt von den Lemuren McCarthys. An diesem noblen Ort erreicht ihn die Nachricht vom Tode Bertolt Brechts.Feuchtwanger ist tief betroffen, er hat Brechts Genie entdeckt, er hat ihn gefördert, er ist ihm Freund geworden. Feuchtwanger beginnt sich zu erinnern.

Ein besonderer Tag im Leben Lion Feuchtwangers

Helene Oberleitner, Thalia-Buchhandlung Linz

Lion Feuchtwanger, der letzte große deutsche Schriftsteller im amerikanischen Exil, erhält am Morgen eines Tages, den er alleine verbringt, seine Frau ist unterwegs, ein Telegramm, in dem er vom Ablebens Bertold Brechts informiert wird. Diese Nachricht erschüttert ihn, schließlich hat er Brecht entdeckt, gefördert und war mit ihm befreundet. Erinnerungen an viele Stationen und Geschehnisse dieser Beziehung werden wach, aber auch tiefe Einblicke in sein eigenes Innenleben, seine Motive, Ängste, Freuden und alles, was wichtig war in seinem Leben. Als die Sonne an diesem Tag untergeht, hat Feuchtwanger eine klare hellsichtige Lebensbilanz gezogen. Klaus Modick erzählt hier, zum Teil dokumentarisch, zum Teil fiktional in beeindruckend dichter Sprache vom Leben Lion Feuchtwangers und seines Umfelds und bietet spannende Einblicke, wie Literatur entsteht

Kundenbewertungen

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Ein Tag in Kalifornien
von einer Kundin/einem Kunden am 23.08.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft und über das Leben eines von der Vergangenheit gezeichneten, Autors. Immer wieder versinkt Lion Feuchtwanger in seine Gedanken und wir mit ihm. Wir treffen die Manns, Einstein und Chaplin. Wir diskutieren und trauern gemeinsam mit dem Schriftsteller. Eine Geschichte über einen Tag i... Ein Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft und über das Leben eines von der Vergangenheit gezeichneten, Autors. Immer wieder versinkt Lion Feuchtwanger in seine Gedanken und wir mit ihm. Wir treffen die Manns, Einstein und Chaplin. Wir diskutieren und trauern gemeinsam mit dem Schriftsteller. Eine Geschichte über einen Tag im Leben eines Autors im Exil und doch gleichzeitig so viel mehr.

Ein Buch, in das man eintaucht und sich zusammen mit Feuchtwanger durch diesen Tag treiben lässt...
von einer Kundin/einem Kunden am 25.09.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

1956 befindet sich Lion Feuchtwanger, einer der letzten deutschen Schriftsteller im Exil, in Los Angeles. Ein Tag wie jeder andere, der wie immer mit dem immer sonnigen Wetter und seinen morgendlichen Gymnastikübungen beginnt. Ein Postbote unterbricht diese jäh und überreicht ihm ein Telegramm mit der Nachricht, dass Bertolt Bre... 1956 befindet sich Lion Feuchtwanger, einer der letzten deutschen Schriftsteller im Exil, in Los Angeles. Ein Tag wie jeder andere, der wie immer mit dem immer sonnigen Wetter und seinen morgendlichen Gymnastikübungen beginnt. Ein Postbote unterbricht diese jäh und überreicht ihm ein Telegramm mit der Nachricht, dass Bertolt Brecht in Berlin gestorben ist. Völlig erschüttert hält Feuchtwanger inne und erinnert sich an „seinen“ Brecht, denn er hatte ihn gefördert und sich um ihn gekümmert, war sein väterlicher Mentor geworden. Beide standen sich nahe, obwohl sie in vielen Dingen grundverschieden waren. Während Feuchtwanger seinen üblichen amerikanischen Alltag durchlebt, kreisen seine Gedanken und Erinnerungen nicht nur um Brecht, sondern wandern zurück in die 20er Jahre in Deutschland, in die Zeit seiner ersten schriftstellerischen Erfolge, aber auch die politisch schwierige Zeit des Dritten Reichs, die ihn schließlich wie so viele andere Schriftsteller ins Exil nach Amerika führt. Hier entsteht eine große deutsche Gemeinde, ein Treffpunkt intellektueller und künstlerischer Größen wie Einstein, Chaplin, die Brüder Mann, Zuckmayer, Werfel und vielen anderen. Eine Zeit, erfüllt von lebhaften und geistvollen Diskussionen, aber auch immer wieder vergiftet von Neid und Missgunst untereinander. Zumal der dunkle Schatten der McCarthy-Ära drohend über allen hängt und die einzelnen Befindlichkeiten oft den Rand des Unerträglichen steigert. Der Tag zieht langsam an Feuchtwanger vorbei, seine Gedanken versinken auch in seine eigene Vergangenheit, an die schwierige Zeit, als seine kleine Tochter starb, an seine Trauerphase und seine Schuldgefühle. So ist dieser denkwürdige Tag, der mit Brechts Todesnachricht begann, auch ein zuweilen erschütterndes Resümee seines Innenlebens. Am Ende zieht der Nebel der Nacht zur Tür hinein und legt sich wie ein tröstlicher Schleier über den Tag. Klaus Modick hat über Lion Feuchtwanger promoviert, ist ein exzellenter Kenner dieses großen Schriftstellers – und das spürt man einfach in jedem Satz. Ein Buch, in das man eintaucht, sich zusammen mit Feuchtwanger durch diesen Tag treiben lässt und bei dem man am Ende, wenn die Sonne untergeht, auch ein wenig traurig zurückbleibt, weil die letzte Seite gelesen ist. Wer mehr über diese bewegende Zeit der deutschen Exilgemeinde in den 50er Jahren in Amerika erfahren will, dem sei auch das großartige Buch „Das unbelehrbare Herz“ von Salka Viertel empfohlen.

von einer Kundin/einem Kunden am 07.06.2017
Bewertet: anderes Format

Für Liebhaber biographischer Romane ist dieses Buch ein Muss: Brecht und Feuchtwanger im Exil - mit all ihren Befindlichkeiten.