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Die Zeit, die Zeit

detebe Band 24261

Martin Suter

(20)
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Beschreibung

Ist es verrückt, wenn einer glaubt, die Zeit lasse sich »zurückdrehen«? Es ist verrückt, denkt Peter Taler anfangs, als er das Vorhaben des alten Knupp begreift, der ihm gegenüber wohnt. Denn der möchte etwas denkbar Unmögliches möglich machen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.08.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783257601893
Verlag Diogenes
Dateigröße 1999 KB
Verkaufsrang 15624

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Buchhändler-Empfehlungen

Tod minus Zeit gleich?

Lukas Bärwald, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Albert Knupp hat vor zwei Jahrzehnte seine Frau verloren. Seine Art der Trauerarbeit: Er leugnet die Existenz der Zeit. Seinen Nachbar Peter Taler ereilte ein ähnliches Schicksal: Vor einem Jahr wurde seine Frau direkt vor der Haustür erschossen, der Mörder blieb unentdeckt. Talers Leben bleibt rückwärtsgewandt und besteht zum Großteil daraus, den letzten gemeinsam erlebten Tag mit seiner Frau aufs immer Neue wiederherzustellen und ihrem Mörder nachzuspüren. Die beiden Witwer finden zusammen, als Knupp ihm von seinem Vorhaben berichtet, dass er vorhabe einen ganz bestimmen Tag an dem seine Frau nach am Leben war bis ins kleinste Detail anhand von fotografischen Belegen zu rekonstruieren – mit dem Ziel, dass somit auch die Zeit an diesen Tag zurückkehren müsse und seine Frau wieder am Leben wäre. Taler bleibt ungläubig, doch je länger seine Form der Trauerarbeit unbefriedigend und wenig Trost spendend bleibt, desto mehr klammert er sich an diesen letzten, wenn auch offensichtlich abstrusen Hoffnungsschimmer und wird der Gehilfe von Knupp. Martin Suter geht, geprägt von einem eigenen privaten Schicksalsschlag, der Frage nach, ob man die Zeit für einen Menschen zurückdrehen kann, dessen Lebensuhr bereits abgelaufen ist und was man dafür zu riskieren und opfern bereit wäre. Der Plot entwickelt sich innerhalb der ersten 100 Seiten auf rasante Weise und das theoretische Gebilde dieses Projektes wider die Zeit fasziniert bis zum abschließenden Twist auf den letzten Seiten. Bisweilen erinnert das neueste Werk des schweizer Romanciers an Aspekte von Paul Austers „Stadt aus Glas“ und Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“. Auch wenn der Roman in der zweiten Hälfte in den ausufernden Schilderungen des Fortschreiten des Projekts einige Längen enthält, sei er trotzdem langjährigen und neuen LeserInnen Martin Suters empfohlen.

Mit der Zeit wird alles leichter

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Martin Suter gehört wohl zu den erfolgreichsten Schriftstellern im deutschsprachigen Raum. Und sein neuestes Meisterwerk ist „die Zeit, die Zeit“ in dem er sich schon wie im Titel ersichtlich mit der Zeit und ihren Tücken auseinandersetzt. Er nähert sich allerdings in keinster Weise wissenschaftlich diesem Thema, sondern rein auf einer literarischen Weise. Es ist die Geschichte eines sehr verzweifelten Mannes. Peter Taler beobachtet seit dem Tod seiner Freundin, den Ausblick auf das Haus gegenüber. Etwas stimmt nicht mit dem Ausblick, aber er kommt nicht darauf was es ist. In einer verrückten Manie arrangiert er seine Wohnung immer wieder auf dieselbe Art. Er kocht immer dasselbe Essen und legt bestimmte Gegenstände immer auf denselben Platz, nur um sich der Veränderung im Ausblick habhaft zu werden. Der alte Knupp wohnt gegenüber. Beide Protagonisten vereint der Schmerz des Verlustes und Knupp weckt in Taler eine Idee, die so absurd wie töricht erscheint. Zur Mitte hin, könnte man kritisieren, ist das Buch ein wenig langatmig geraten. Wahrscheinlich ist jedoch das Suter damit die Pedanterie der Charaktere hervorheben wollte. Knupp und Taler verlieren sich oft in Details die, wenn man die Geschichte nur oberflächig liest, sehr mühselig wirkt. Das Ende ist sehr gut gewählt und zum Schloss weiß der Leser, dass die Zeit lediglich das ist, was man an der Uhr abliest.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
14
2
3
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 01.10.2020
Bewertet: anderes Format

Mein absoluter Lieblings-Suter! Eine Geschichte um Liebe, Verlust und die Sehnsucht, Geschehenes rückgängig zu machen. Unglaublich, dieses Gedanken-Experiment! Und das alles in dem Suter eigenen leisen, schönen Erzählton.

Das Problem mit der Zeit
von einer Kundin/einem Kunden am 10.12.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Martin Suter gibt uns hier auf eine emotionale und spannende Weise einen Einblick in die wissenschaftliche Diskussion über die Zeit. Unterhaltsam und für den Laien präzise umgesetzt.

Zeit war schon immer relativ
von einer Kundin/einem Kunden am 08.07.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Peter Taler der erst kürzlich seine Frau verloren hat, freundet sich mit seinem verschrobenen Nachbarn, ebenfalls Witwer an. Der alte Knupp ist der Meinung, wenn er es schafft alles in der Umgebung exakt in den Zustand vor dem Ableben seiner Frau zu versetzen, müsste sie an ihrem Todestag einfach wieder bei ihm sein. Taler läs... Peter Taler der erst kürzlich seine Frau verloren hat, freundet sich mit seinem verschrobenen Nachbarn, ebenfalls Witwer an. Der alte Knupp ist der Meinung, wenn er es schafft alles in der Umgebung exakt in den Zustand vor dem Ableben seiner Frau zu versetzen, müsste sie an ihrem Todestag einfach wieder bei ihm sein. Taler lässt sich von der Idee anstecken in der Hoffnung, dass auch seine geliebte Frau zurückkehren wird. Gemeinsam wagen sie sich an diese schier unlösbare Aufgabe. Spannend, schräg und wunderschön.

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