Robin Hood

Geschichte einer Legende

Beck'sche Reihe Band 2767

Andrew James Johnston

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Beschreibung

Jeder kennt Robin Hood, den Rebell aus dem Sherwood Forest. Dieses Buch erzählt die Geschichte seiner Legende. Seit dem Mittelalter kursieren Erzählungen über ihn und sie haben sich bis in die heutige Populärkultur fortgesetzt. Zahlreiche Kinofilme zeigen seine Taten immer wieder in neuem Licht. Doch gab es ihn, den "wahren", den "historischen" Robin Hood? Andrew James Johnston begibt sich auf die Spuren dieses Helden, dessen Bild die Zeiten überdauerte. Dabei stellt sich heraus, dass die Figur des Robin Hood, des Rächers der Armen und Entrechteten, eher einer Sehnsucht entsprang als tatsächlichen historischen Ereignissen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 12.03.2013
Verlag C.H.Beck
Seitenzahl 128
Maße (L/B/H) 18/11,8/1,2 cm
Gewicht 119 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-64541-9

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Buchhändler-Empfehlungen

Robin Hood und das Spätmittelalter

Philipp Brandstötter, Thalia-Buchhandlung Linz

Robin Hood ist heute einer der bekanntesten Figuren des mittelalterlichen Räubertums. Er gibt den Armen und nimmt den Reichen. Dabei stellt er sich mit seinen höchst unterschiedlichen Getreuen immer wieder gegen die englische Obrigkeit, meist in Form des Sheriffs von Nottingham. Das ist in ganz kurzen Worten das Wesentliche was der Durchschnittsbürger über Robin Hood weiß. Doch stimmt diese mittelalterliche Überlieferung? Hat es tatsächlich so eine Person gegeben, oder ist das alles nur von historischen Quellen verfälscht und in der Neuzeit falsch interpretiert worden? Darauf gibt dieses Buch in kurzer und knapper Form Antworten. Zu Beginn erhält man einen Abriss über die Entwicklung der Legende. Die ältesten bekanntesten Aufzeichnungen sind namentliche Vermerke in sogenannten „play games“ zu Mitte des 14. Jahrhunderts. Diese Spiele der unteren Bevölkerungsschicht haben allerdings kaum bis gar nichts mit dem, was wir heute unter diesem Begriff verstehen, zu tun. Diese gesellschaftlichen Spiele fanden immer zu Pfingsten statt und haben sich fast 200 Jahre lang in England und Schottland gehalten. Außerdem wurden diese doch sehr unterschiedlichen Spielarten fast nur in mündlicher Form weitergeben, was den Wahrheitsgehalt einer derartigen Person aus heutiger Sicht doch sehr fragwürdig macht. Erst Mitte des 15. Jahrhunderts taucht der Name auch wirklich so in schriftlicher Form auf und wird für die Spätmittelalterforschung der Neuzeit interessant. Dabei gibt der Autor des hier vorliegenden Buches einen Einblick in verschiedene Arten von Sagenüberlieferungen und Minnesang aus jener Zeit. Da diese auf Papier festgehalten wurden, sind sie für uns wesentlich greifbarer. Sie zeigen ein jedoch völlig anderes Bild Robin Hoods, als wir es in unserer Zeit als Teil der Popkultur sehen. Zum einen sind die frühesten schriftlichen Überlieferungen wesentlich gewalttätiger als heute, außerdem kommen eine ganze Reihe an Personen darin nicht vor. In den frühesten Fassungen wird etwa Lady Marian überhaupt nie erwähnt, es ist eine reine Männergesellschaft. Was ich überhaupt nicht wusste bis ich dieses Buch gelesen habe, ist etwa die Tatsache, das bereits Historiker des 17. und 18. Jahrhunderts mehrere Stellen der früheren Überlieferungen anzweifelten. So ist etwa in mehreren Frühfassungen nie davon die Rede, dass die eigentliche Handlung in Sherwood Forest stattfindet. Neueste Forschungen vermuten einen Teil der Handlung weiter südlich in Barnsdale Forest. Dies wird erst bei Neuübersetzungen und überarbeiteten Versionen hinzugefügt. Selbst Robins Bogen(künste) sind heute umstritten. Manche Forscher glauben viel eher, dass er seine Gefechte mit einem Schwert oder möglicherweise auch einem Stock ausgeführt hat - auch eine weitverbreitete Fehlinformation, welche durch dieses Buch ausgemerzt wird. Das Buch legt am Ende auch noch einen großen Schwerpunkt auf das 20. und 21. Jahrhundert, in welchen durch verschiedene Verfilmungen der Stoff erneut aufbereitet und wieder mehrmals verändert wurde. Viele große Namen der Filmgeschichte haben Robin Hood verkörpert wie etwa Russel Crow oder Erol Flynn. Viele der Geschehnisse und Personen rund um die um Robin Hood entstandene Sagenwelt haben im Laufe der Zeit ihr Gesicht verändert. Wenn Sie wieder am aktuellen Stand der Spätmittelalterforschung sein wollen, hilft auch Ihnen sicher dieses kleine Buch der „Beck Wissen“ Reihe weiter.

Kundenbewertungen

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sehr interessant
von Hägar aus Saulgrub am 15.12.2018

Hier habe ich wirklich viel gelernt. Ein Mythos wird entschlüsselt und das Buch ist lesbar. Die Engländer sind clever... Der Tourismus freut sich...

Nichts Genaues wird man wissen....
von Michael Lehmann-Pape am 04.04.2013

.... ist die Quintessenz dieser, trotz des schmalen Buches durchaus aussagebreiten, Untersuchung des „Phänomens Robin Hood“ durch den Berliner Professor für Philologie Andrew James Johnston. Dass eine „nachweisbare und historisch zu belegende“ Figur hinter der Legende des Gesetzlosen aus dem Sherwood Forest stehen könnte, ist... .... ist die Quintessenz dieser, trotz des schmalen Buches durchaus aussagebreiten, Untersuchung des „Phänomens Robin Hood“ durch den Berliner Professor für Philologie Andrew James Johnston. Dass eine „nachweisbare und historisch zu belegende“ Figur hinter der Legende des Gesetzlosen aus dem Sherwood Forest stehen könnte, ist allerdings bereits seit geraumer Zeit widerlegt, Quellen oder andere historische Spuren lassen sich für eine konkrete Person nicht finden. Den Stand der Forschung fasst Johnston komprimiert und verständlich zusammen und geht dann der Legende bis in die Neuzeit durchaus anregend weiter nach. Von den ersten Balladen, die (vielleicht) mit der Entstehung der Legende zu tun haben könnten über die „Robin Hood Spiele“ bis dahin, deutlich aufzuweisen, dass jener Hollywood Stempel des „den Reichen nehmen, den Armen geben“ sicherlich so gut wie Nichts mit der Realität im beginnenden Mittelalter in England zu tun haben kann. Dies ist vor allem eine Image Prägung des Films der Neuzeit. Wie es aber dazu kam, warum überhaupt eine nicht historische Gestalt in dieser Form solche auch aktuelle Verbreitung noch erfährt und andere, durchaus historische Figuren wie „William Wallace“ oder andere nicht im Gedächtnis der Gegenwart wirklich verhaftet geblieben sind, diese Entwicklungen und Begründungen im Buch lesen sich sehr überzeugend und interessant. Zum einen also ist das Buch interessant für den an der konkreten Figur des Robin Hood interessierten Lesers, der hier in kompakter Form eine Gesamtschau auf den Stand der historischen Forschung erhält. Zum anderen ist das Buch ebenso interessant aber auch in der „Blaupause“, die Johnston für die „Entstehung einer Legende“ an sich vorlegt. Mitsamt den Gründen, warum bestimmte „Corporate Identitys“ sich grundlegend und langfristig in das Gedächtnis der Völker verwurzeln und in welchen Etappen eine solche Legend entsteht und sich im Lauf der Jahre und Jahrhunderte differenziert entfaltet. Alles in allem eine fundierte und im Stil gut zu lesende Darstellung von Legendbildungen anhand einer konkreten Legendenfigur.

  • artikelbild-0

  • Einleitung




    1. Die Suche nach dem ‹echten› Robin




    2. Die Anfänge der Legende




    3. Robins erste Verkörperung: die Robin-Hood-Spiele


    4. Die Robin-Hood-Balladen

    Die drei ältesten Balladen

    Bogen und Bogenschützen

    Der yeoman und sein historischer Kontext

    Der Robin der frühen Balladen: links oder konservativ?

    5. Erste Anzeichen des Aufstiegs:

    A Gest
    of Robyn Hode







    6. Die Robins der Frühen Neuzeit

    Wandel und Ende der Robin-Hood-Spiele

    Robin auf der Londoner Bühne

    7. Robin zwischen 1600 und 1900


    Angelsachsen und Normannen

    8. Robin auf der Leinwand


    Der linke Film-Robin

    Der späte Robin: das Unbehagen an der Legende

    Schlussbemerkung




    Danksagung

    Weiterführende Literatur

    Filmografie

    Personenregister