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Mademoiselle singt den Blues

Mein Leben

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Die Autobiografie der französischen Sängerin Patricia Kaas: zutiefst bewegend, ehrlich und spannend erzählt

Patricia Kaas erzählt bewegend von ihrem kometenhaften Aufstieg von der lothringischen Bergarbeitertochter zur international erfolgreichsten französischen Sängerin unserer Zeit. Ihre volle, dunkle Stimme erregt Aufsehen, wenn sie als Kind in Bierzelten singt. Die ehrgeizige, deutsche Mutter meldet sie bei Gesangswettbewerben an. Mit 13 Jahren tritt die Kaas bereits regelmäßig in einem Saarbrücker Nachtclub auf, wo sie entdeckt wird. Damit beginnt eine internationale Karriere mit vielen goldenen Alben und Welttourneen. Doch der Ruhm hat auch Schattenseiten: Das ständige Herumreisen lässt keine feste Partnerschaft zu, und die Liebe der Fans wird zum Albtraum, als ein Stalker bis in ihre Wohnung vordringt. Offen erzählt sie, welche Nöte, Selbstzweifel und Schicksalsschläge ihr glamouröses Leben überschatten, aber auch von dem Halt, den ihr Freunde wie Alain Delon, Jeremy Irons und ihre Familie geben.

Rezension
„Frankreichs Chanson-Star Patricia Kaas hat ein großartiges Buch geschrieben: über die Suche nach der wahren Liebe, ihre Kinderlosigkeit und ihren überwältigenden Erfolg“
Zitat
"Sehr beeindruckend!"
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.06.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783641091965
Verlag E-Books der Verlagsgruppe Random House GmbH
Originaltitel L'ombre de ma voix
Übersetzer Doris Heinemann
eBook
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Hinter der Fassade
von Michael Lehmann-Pape am 07.05.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

„Ein Künstlerleben. Das erträumte sie sich für mich. „Ich will, dass Du große wirst“, sagte sie zu mir. Und so bin ich unablässig gewachsen“. „Sie“, das ist die Mutter, die stets unterstützte und die seit 23 Jahren nun tot ist. Einen Jahrestag, den Patricia Kaas jedes Jahr begeht. Eine enge... „Ein Künstlerleben. Das erträumte sie sich für mich. „Ich will, dass Du große wirst“, sagte sie zu mir. Und so bin ich unablässig gewachsen“. „Sie“, das ist die Mutter, die stets unterstützte und die seit 23 Jahren nun tot ist. Einen Jahrestag, den Patricia Kaas jedes Jahr begeht. Eine enge Bindung, die gerade zu Anfang der Karriere Kaas enorm antrieb, damit die Mutter noch erleben konnte, dass ihre Tochter es schaffen würde. Aber, und das machen bereits die ersten Sätze dieser atmosphärisch dichten Autobiographie deutlich, ein unablässiges Wachsen, dass seinen Preis hatte und noch fordert von einer Frau, einer Person, die im Eigentlichen nicht laut ist, die im Leben nicht nach außen drängt. All dies geschah nur auf der Bühne und so ist dieses Buch auch ein Schritt in der eigenen, persönlichen Entwicklung der Patricia Kaas. Eine Funktion des Buches, die durchaus hinter den Zeilen präsent und spürbar ist. „Mit Abstand betrachtet habe ich über meine Verhältnisse gelebt. Unfähig zur Wirklichkeit. Ich habe viel gesungen, aber nicht gesprochen. Es ist nicht meine Art, große Worte zu machen“. Eine Art, die ihr auch im Buch erhalten bleibt, denn „große“ Worte macht sie nicht, aber viele leise, persönliche Töne, mit denen sie nun spricht und eben nicht auf der Bühne ihre Kunst präsentiert, sondern sich selbst nachgeht. Von der Kindheit an am „Kohleherd“ über vielfältige Stationen einer erfolgreichen, äußeren Karriere und einer doch auch inneren Entwicklung, wie man am Buch ablesen kann. Im Kapitel, das sie „Lebensstil“ nennt, spricht Kaas von dem Preis, den es sie gekostet hat durchaus auch trotz Kopfschmerzen, Liebeskummer, einer äußerst schmerzhaften Wunde am Fuß oder gar mit einem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule gesungen, aufgetreten, getanzt zu haben. Befindlichkeiten innerer und äußerer Natur, die dem Besucher der jeweiligen Konzerte nicht aufgefallen sind. Erst hier nun öffnet Kaas sich für einen „Blick hinter die Fassade“ und fasziniert durchaus auch als Persönlichkeit in ihrer Sensibilität und der Reflektion all der Ereignisse ihrer Karriere. Momente auch tiefer, persönlicher Entscheidungen. Offen spricht Kaas über ihre Abtreibungen im Buch, distanziert in der Emotion und dennoch lassen ihre Worte ahnen, das auch dies ein hoher Preis war, den sie für ihre Karriere, für ihr „so sein“, zahlte. Und auch in anderen privaten Bereichen gilt dies. „Männer sind in mein Leben getreten, aber sie haben selten einen Platz darin behalten“. Wunderbare Formulierungen gelingen Kass im Buch, die hängen bleiben und tief blicken lassen. Patricia Kaas gibt einen Einblick. Einen persönlichen Einblick der leisen Töne und doch der intensiven Art. Eine große Künstlerin einerseits, ein Arbeitstier und ein Mädchen, eine sensible Person auf der anderen Seite, die durchaus sieht und benennen kann, an was es ihr noch mangelt und was der Preis für all den Erfolg war. Das Buch ist eine sehr empfehlenswerte, anrührende und schöne Lektüre.