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Liverpool Street

(9)
»Wenn Mamu mich alleine nach England schicken wollte, würde ich abhauen und mich so lange verstecken, bis der Zug ohne mich abgefahren war  ! Um nichts in der Welt würde ich ohne meine Eltern gehen …«

Winter 1939, Bahnhof Liverpool Street, London. Die elfjährige Ziska Mangold aus Berlin steigt aus dem Zug. Es ist nicht irgendein Zug, der sie hierhergebracht hat, sondern einer der Kindertransporte, die fast zehntausend jüdische Jungen und Mädchen aus Nazi-Deutschland befreiten. Ziska hat ein klares Ziel vor Augen: So schnell wie möglich will sie ihre Eltern und ihre beste Freundin Bekka nachholen. Doch viel Zeit bleibt ihr nicht, schon wirft ein mörderischer Krieg seine Schatten voraus. Auf Ziska warten eine fremde Familie, eine fremde Sprache, Heimweh und Ungewissheit - aber auch das Abenteuer ihres Lebens und sieben Jahre später eine schwere Entscheidung.
Portrait
Anne C. Voorhoeve, geboren am 19. Dezember 1963, schrieb ihre erste Geschichte mit sechs Jahren.
Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft, Amerikanistik und Alter Geschichte arbeitete sie als Verlagslektorin, Drehbuchautorin und in der Öffentlichkeitsarbeit.
Anne C. Voorhoeve möchte jüngste Geschichte für ihre Leser erlebbar machen. Ihr erstes Jugendbuch "Lilly unter den Linden" erschien 2004 und verschaffte der Autorin sofort große Aufmerksamkeit. Seither hat sie mit ihren Romanen "Liverpool Street", "Einundzwanzigster Juli", "Unterland" und "Nanking Road" immer wieder unbekanntere zeitgeschichtliche Aspekte in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt und sich eine große Fangemeinde erschrieben. Ihre Bücher wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Buxtehuder Bullen und dem Batchelder Award 2013 für die amerikanische Übersetzung von "Liverpool Street"
Anne C. Voorhoeve lebt in Berlin.
Zitat
Es gibt unzählige Bücher für Kinder und Jugendliche zum Holocaust, kein Blickwinkel blieb unbeleuchtet und doch finden sich immer wieder neue Geschichten, die die Leser in besonderer Weise fesseln. Ziska Mangold bleibt vieles erspart, was andere jüdische Kinder erleiden mussten, und vielleicht gerade deshalb, weil sie scheinbar Glück hatte, ist ihr Bericht für die Leser so eindrücklich, dass sie Ziska für immer mit in ihr eigenes Leben nehmen. Das kleine Mädchen, sie ist gerade elf Jahre alt, reist 1939 mit einem fast ganz normalen Zug nach England und doch ist gar nichts in Ordnung. Ziska wollte nicht verreisen und schon gar nicht ohne ihre Eltern und ohne ihre Freundin Bekka. Sie findet es gemein, dass sie ganz allein und sogar statt Bekka, die so gerne nach England wollte, weggeschickt wird in ein Land, wo sie niemanden kennt und sich zunächst absolut allein und unglücklich fühlt. Niemand kann dieses Buch heute lesen ohne das Wissen, was Ziska erspart blieb: die Viehtransporte in den Osten, in die KZs, in denen diejenigen, die nicht nach England reisen durften, ermordet wurden. Aber Ziska weiß davon noch nichts, sie erlebt ihre Rettung als Zumutung und begreift erst ganz langsam, dass wohlbehütet zu sein keine Selbstverständlichkeit ist, dass der Frieden ganz leicht verloren gehen kann und dass ein Zuhause zu haben vor allem mit der Fähigkeit zu tun hat, die Menschen, die dabei helfen können, es zu finden, zu erkennen. Das alles hat viel mit Wahrnehmung zu tun und damit, ehrlich zu sich selbst zu sein. Ziska muss das mühsam lernen, aber dieser Lernprozess ist eine Chance für sie selbst und für die Leser ihrer Entwicklungsgeschichte. Glück zu haben, ist eine Verantwortung für Ziska und für ihre Leser.
Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 576 (Printausgabe)
Altersempfehlung 14 - 13
Erscheinungsdatum 23.02.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783473384730
Verlag Ravensburger Buchverlag
Dateigröße 2119 KB
eBook
6,99
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„Nicht ohne meine Eltern!“

Brigitte Schuster, Thalia-Buchhandlung Wr. Neustadt

Im Winter 1939 hat die 11 jährige Ziska die Möglichkeit Berlin mit einem Kindertransport zu verlassen. Sie versteht die Welt nicht mehr. Von einem auf den anderen Tag wird sie von ihren Eltern getrennt und bekommt ein neues zuhause in England. Sie möchte dass ihre Eltern schnell nachkommen. Ihre Pflegefamilie ist ihr so fremd, sie hat heimweh. Im Winter 1939 hat die 11 jährige Ziska die Möglichkeit Berlin mit einem Kindertransport zu verlassen. Sie versteht die Welt nicht mehr. Von einem auf den anderen Tag wird sie von ihren Eltern getrennt und bekommt ein neues zuhause in England. Sie möchte dass ihre Eltern schnell nachkommen. Ihre Pflegefamilie ist ihr so fremd, sie hat heimweh.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 11.01.2017
Bewertet: anderes Format

Trotz des geschichtlichen Themas überhaupt nicht langweilig/dröge. Super gelungener Roman -nicht nur für Jugendliche- der einem die schwere Thematik näherbringt. Bin begeistert!

von I. Schneider aus Mannheim am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ziska kommt mit dem Kindertransport nach London, da in Nazideutschland 1939 Krieg herrscht. Aber auch dort hat es Ziska schwer. Eine berührender, spannender Jugendroman!

Meine Meinung
von einer Kundin/einem Kunden aus Michendorf am 28.08.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das erste Mal las ich es, weil ich das Buch bei meiner Freundin entdeckt hatte. Mich sprach sofort dieses Cover an, und als ich es mir dann hinten durchgelesen hatte, war ich sofort begeistert. Ich liebe solche historischen Romane!!! Jedenfalls brauchte ich fünf Tage, bis ich durch war. Ich musste... Das erste Mal las ich es, weil ich das Buch bei meiner Freundin entdeckt hatte. Mich sprach sofort dieses Cover an, und als ich es mir dann hinten durchgelesen hatte, war ich sofort begeistert. Ich liebe solche historischen Romane!!! Jedenfalls brauchte ich fünf Tage, bis ich durch war. Ich musste immer wieder aufhören mit lesen, weil mir das Thema so sehr zu Herzen ging. Öfter lag ich da auf der Matraze bei meiner Freundin, sie schlief schon, ich lag noch da und las das Buch mit der Leselampe, während ich weinte. Das Buch ist so mega toll geschrieben, dass man sich alles super gut vorstellen und mitfühlen kann! Und auch, wenn es wirklich mega traurig ist und die knallharte Realität zeigt, liebe ich solche Bücher. Ich bin natürlich auch großer Fantasy-Fan, aber das hier ist in WIRKLICHKEIT passiert... Fazit: Unbedingt lesen!!! Und zwar nicht nur welche, die historische Romane lieben, sondern ALLE. Dieses Buch zeigt einfach mal die Wirklichkeit, wie sie mal war. Es ist echt, vom supertollen Inhalt einmal abgesehen, ein Pflichtbuch für alle Deutschen. Finde ich jedenfalls.