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Der Hals der Giraffe

Bildungsroman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2012

(40)
Anpassung im Leben ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. In einer Stadt im hinteren Vorpommern. Dass ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – die Stadt schrumpft, es fehlt an Kindern. Aber noch vertreibt Inge Lohmark, Lehrerin vom alten Schlag, mit ihrem Starrsinn alles Störende. Als sie schließlich Gefühle für eine Schülerin entwickelt und ihr Weltbild ins Wanken gerät, versucht sie in immer absonderlicheren Einfällen zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Judith Schalanskys Bildungsroman wurde 2011 zum großen Presseund Publikumserfolg. Kritikerinnen und Kritiker bejubelten den »besten Roman des Jahres« und die Leserinnen und Leser machten ihn zum Bestseller. Schauplatz der Geschichte ist eine der irrwitzigsten Anstalten der Welt: die Schule.
Portrait
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr literarisches Debüt, der Matrosenroman Blau steht dir nicht, erschien 2008. Für ihren Atlas der abgelegenen Inseln und für Der Hals der Giraffe wurde sie unter anderem mit dem Preis der Stiftung Buchkunst (Die schönsten deutschen Bücher) ausgezeichnet. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 21.10.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46388-8
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 19,1/12/1,8 cm
Gewicht 240 g
Auflage 9
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10,30
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„wundervolles Leseerlebnis“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Inge Lohmark ist Lehrerin für Biologie. Seit mehr als 30 Jahren versucht sie, mit mal mehr, mal weniger Erfolg, dieses Wissen an ihre Schüler weiterzugeben. ....
"Inge Lohmark war dafür bekannt, dass sie die Zügel anziehen und die Leine kurz halten konnte, ganz ohne Tobsuchtsanfall und Schlüsselbundwerferei" und bei Inge Lohmark gab es kein Mitspracherecht ..........

"Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky ist ein großes Lesevergnügen.
Inge Lohmark ist Lehrerin für Biologie. Seit mehr als 30 Jahren versucht sie, mit mal mehr, mal weniger Erfolg, dieses Wissen an ihre Schüler weiterzugeben. ....
"Inge Lohmark war dafür bekannt, dass sie die Zügel anziehen und die Leine kurz halten konnte, ganz ohne Tobsuchtsanfall und Schlüsselbundwerferei" und bei Inge Lohmark gab es kein Mitspracherecht ..........

"Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky ist ein großes Lesevergnügen.

„intensiv und nahegehend“

Claudia Horvath, Thalia-Buchhandlung Tulln

Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin an einem Gymnasium am Land, das vor der Schließung steht. Ihre Strenge und Menschenverachtung ganz besonders ihren Schülern gegenüber läßt sie nicht sympathisch erscheinen. Ihr Unterricht ist desillusionierend, verachtend und unzeitgemäß. Nur kurz gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken, als sie sexuelle Gefühle für eine Schülerin empfindet, die noch dazu am Ende der grausam-hierarchischen Kette der Klassengemeinschaft steht. Konkurrenz, Härte und Strenge prägen Lohmarks Leben - nicht zuletzt zur eigenen Tochter, die den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. In dieser ihrer Welt steht die Natur über Erziehung, Humanismus ist ihr ein Fremdwort. Dieses Gedankengut hat für die Lehrerin Konsequenzen. Sie wird zu guter Letzt ausgesondert, aus dem System der Lehrerschaft wegselektiert, denn die Zeiten ändern sich.
Ein hervorragend umgesetztes, aussagekräftiges Buch mit nachdenklichem Inhalt.
Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin an einem Gymnasium am Land, das vor der Schließung steht. Ihre Strenge und Menschenverachtung ganz besonders ihren Schülern gegenüber läßt sie nicht sympathisch erscheinen. Ihr Unterricht ist desillusionierend, verachtend und unzeitgemäß. Nur kurz gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken, als sie sexuelle Gefühle für eine Schülerin empfindet, die noch dazu am Ende der grausam-hierarchischen Kette der Klassengemeinschaft steht. Konkurrenz, Härte und Strenge prägen Lohmarks Leben - nicht zuletzt zur eigenen Tochter, die den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. In dieser ihrer Welt steht die Natur über Erziehung, Humanismus ist ihr ein Fremdwort. Dieses Gedankengut hat für die Lehrerin Konsequenzen. Sie wird zu guter Letzt ausgesondert, aus dem System der Lehrerschaft wegselektiert, denn die Zeiten ändern sich.
Ein hervorragend umgesetztes, aussagekräftiges Buch mit nachdenklichem Inhalt.

„Wie gehts weiter ?“

Sabine Hutterer, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Mit Inge Lohmark hat die Autorin zweifelsfrei eine Figur geschaffen über die man streiten kann. Obwohl sich die Sympathie in Grenzen hält hegt man doch so etwas wie Mitleid mit Inge Lohmark sei es das baldige Ende ihres geliebten Gymnasiums oder der nicht vorhandene Konntakt zu ihrer Tochter, die wiedersprüchlichen Gefühle für zwei ihrer Schülerinnen: Verachtung für eine und Zuneigeung welcher Art? Für die andere. Am Schluß hegte ich eine gewisse Abscheu gegen sie als Mensch und trotzdem würde ich gerne wissen wie es mit Inge Lohmark noch weiter geht bzw. endet. Mit Inge Lohmark hat die Autorin zweifelsfrei eine Figur geschaffen über die man streiten kann. Obwohl sich die Sympathie in Grenzen hält hegt man doch so etwas wie Mitleid mit Inge Lohmark sei es das baldige Ende ihres geliebten Gymnasiums oder der nicht vorhandene Konntakt zu ihrer Tochter, die wiedersprüchlichen Gefühle für zwei ihrer Schülerinnen: Verachtung für eine und Zuneigeung welcher Art? Für die andere. Am Schluß hegte ich eine gewisse Abscheu gegen sie als Mensch und trotzdem würde ich gerne wissen wie es mit Inge Lohmark noch weiter geht bzw. endet.

„Überlebensstrategien mittels biologistischer Lehrsätze“

Annemarie Blaßnig, Thalia-Buchhandlung Klagenfurt

Inge Lohmark ist Biologielehrerin am Charles Darwin-Gymnasium in einer Provinzstadt in Vorpommern, wo mangelnde Lebensperspektiven die Menschen zum Abwandern zwingen, sodass, infolge Schülerrückgangs, die Schule vor der Schließung steht. Als Landwirbeltiere im Wachstum im Gehege der Schule werden die Schüler von der emotionslos nüchternen Lohmark bezeichnet. Als Pädagogin ist sie zur Überzeugung gelangt, dass man nicht aus jedem Bauernkind einen Hochschulprofessor machen könne. Erziehung sei eben nicht alles, die Natur lasse sich nicht überwinden, so lautet ihr Credo, mit dem sie im Lehrerkollegium natürlich auch Gegenargumente provoziert. Aber humanistische Bildungsideale sind Lohmarks Sache nicht, egal welche Ideologie vorherrsche, Schule diene doch immer nur der Herrschaftssicherung, produziere eben gemäß der herrschenden Marktideologie konkurrenzorientierten Nachschub fürs Rentensystem. Dass dabei die Nichtanpassungsfähigen, Schwachen oder einfach vom System nicht mehr Gebrauchten auf der Strecke bleiben, muß die Lehrerin aber auch selbst hautnah erfahren. Beim Versuch, persönliche Enttäuschungen und Verlusterfahrungen mittels biologistischer Lehrsätze abzuwehren, bleibt das eigene Leben auf der Strecke und wird zum bloßen Überleben. Inge Lohmark ist Biologielehrerin am Charles Darwin-Gymnasium in einer Provinzstadt in Vorpommern, wo mangelnde Lebensperspektiven die Menschen zum Abwandern zwingen, sodass, infolge Schülerrückgangs, die Schule vor der Schließung steht. Als Landwirbeltiere im Wachstum im Gehege der Schule werden die Schüler von der emotionslos nüchternen Lohmark bezeichnet. Als Pädagogin ist sie zur Überzeugung gelangt, dass man nicht aus jedem Bauernkind einen Hochschulprofessor machen könne. Erziehung sei eben nicht alles, die Natur lasse sich nicht überwinden, so lautet ihr Credo, mit dem sie im Lehrerkollegium natürlich auch Gegenargumente provoziert. Aber humanistische Bildungsideale sind Lohmarks Sache nicht, egal welche Ideologie vorherrsche, Schule diene doch immer nur der Herrschaftssicherung, produziere eben gemäß der herrschenden Marktideologie konkurrenzorientierten Nachschub fürs Rentensystem. Dass dabei die Nichtanpassungsfähigen, Schwachen oder einfach vom System nicht mehr Gebrauchten auf der Strecke bleiben, muß die Lehrerin aber auch selbst hautnah erfahren. Beim Versuch, persönliche Enttäuschungen und Verlusterfahrungen mittels biologistischer Lehrsätze abzuwehren, bleibt das eigene Leben auf der Strecke und wird zum bloßen Überleben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
40 Bewertungen
Übersicht
27
10
2
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 14.11.2017
Bewertet: anderes Format

Judith Schalanskys Roman überzeugt nicht nur inhaltlich, besonders ihr flüssiger, präziser Sprachstil bereiten ein großes Lesevergnügen zu dem eher trockenen Thema Schule.

Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch der etwas anderen Art, eine Entwicklungslehre mit offenem Ende.
von einer Kundin/einem Kunden am 26.09.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Judith Schalansky, die Autorin des großartigen Buches ?Atlas der abgelegenen Inseln?, hat mit ihrem neuen Roman, wie sie sagt einem Bildungsroman, wieder ein ungewöhnliches Buch vorgelegt. Schon äußerlich ist dieses Werk ein Buch der etwas anderen Art. Ohne Schutzumschlag, dafür mit einem grob strukturierten Leineneinband und schwarzem Prägedruck, darauf... Judith Schalansky, die Autorin des großartigen Buches ?Atlas der abgelegenen Inseln?, hat mit ihrem neuen Roman, wie sie sagt einem Bildungsroman, wieder ein ungewöhnliches Buch vorgelegt. Schon äußerlich ist dieses Werk ein Buch der etwas anderen Art. Ohne Schutzumschlag, dafür mit einem grob strukturierten Leineneinband und schwarzem Prägedruck, darauf abgebildet das Skelett einer schwarzen Giraffe ohne Kopf. Beim Öffnen des Buches erwartet den neugierigen Leser die nächste Überraschung. Detailverliebte, raffinierte Schwarzweißzeichnungen, die immer einen Bezug zu den einzelnen Kapiteln haben. Aber worum geht es eigentlich? Schalansky, selbst in der damaligen DDR geboren, erzählt die letztendlich tragische Geschichte der Inge Lohmark, einer Lehrerin der ?alten Schule?. Sie unterrichtet seit dreißig Jahren Biologie, ist eine Anhängerin von Darwin und den Naturgesetzen und ist überzeugt, die Welt damit erklären zu können. Ihre Familie kann davon ein Lied singen, denn ihr Mann, in der DDR hat er Kühe besamt, ist nun unter die Straußenzüchter gegangen und geht völlig in seiner neuen Berufung auf. Und vergisst dabei eigentlich, dass er eine Familie hat, denn ?anatomisch gesehen sind wir immer noch Jäger und Sammler. Altmenschen, die in kleinen Gruppen in der Savanne rumlungerten?. Ihre Tochter Claudia hat sich bewusst den Naturgesetzen verweigert, lebt in den USA und denkt nicht einmal daran, Kinder in die Welt zu setzen. Inge Lohmark verdrängt dies alles, drangsaliert weiterhin ihre Schüler und wirft mit kernigen Sätzen nur so um sich. Längst ist die DDR Vergangenheit, der westliche Kapitalismus ist angekommen und nicht nur in Vorpommern schrumpfen die Schülerzahlen. Als Inge Lohmark sich völlig untypisch für sie in eine Schülerin verguckt, gerät ihre Welt aus den Fugen, alle Naturgesetze scheinen außer Kraft gesetzt zu sein. Mit äußerst fragwürdigen Aktionen versucht sie zu retten, was nicht zu retten ist, und am Ende muss sie sich geschlagen geben, wird ihre Welt eine untergegangene sein. ?Einen Fortschritt gab es nicht. Fortschritt, das war ein Denkfehler. Alles war unvollkommen, aber nicht hoffnungslos. Die Gegenwart nur ein Durchgangsstadium, der Mensch nur ein Provisorium. Jedes Ergebnis ein Zwischenergebnis...? Und am Ende, nach drei Tagen, die sich manchmal anfühlen wie dreißig Jahre, steht Inge Lohmark am Zaun und schaut. Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch der etwas anderen Art, eine Entwicklungslehre mit offenem Ende.

von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2017
Bewertet: anderes Format

Bildungsroman mal anders. Grandios geschrieben: die Sprache extra trocken und nüchtern gehalten passend zu der Ich-Erzählerin und doch so farbenfroh und lebhaft wie die Natur.