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Angst

Roman

Das saturierte Leben von Randolph Tiefenthaler scheint mit dem Kauf der schönen Berliner Altbauwohnung seine Erfüllung zu finden. Der Architekt und seine Familie ahnen nichts Böses, als der schrullige Herr Tiberius ihnen Kuchen vor die Tür stellt. Doch bald wird der Nachbar aus dem Souterrain unheimlich. Er beobachtet Tiefenthalers Frau, schreibt erst verliebte, dann verleumderische Briefe, erstattet sogar Anzeige. Die Ehe stürzt in eine Krise, das bloße Dasein des Nachbarn vergiftet den Alltag. Tiefenthaler vertraut lange auf den Rechtsstaat, der aber zeigt sich hilflos gegenüber dem Stalker. Die zerstörte Sicherheit erschüttert Tiefenthaler im Innersten. Denn er kennt die Angst schon lange. Sein eigener Vater ist ein Waffennarr, als Kind musste Randolph schießen lernen und fürchtete stets das Schlimmste. Vater und Sohn sind sich seit Jahren fremd – doch nun bringt die unerträgliche Situation Randolph auf einen entsetzlichen Gedanken ...Dirk Kurbjuweit schildert mit beklemmender Spannung, wie Ohnmacht eine Familie zur Selbstjustiz treibt. «Angst» ist das Psychogramm einer Gewalttat, die Geschichte einer extremen, in ihrer Sprachlosigkeit berührenden Vater-Sohn-Beziehung – und ein erzählerisches Experiment, das die dünne Haut unserer bürgerlichen Zivilisation auf die Zerreißprobe stellt.
Rezension
Der Feind im eigenen Haus: Dirk Kurbjuweit hat einen Psychothriller geschrieben ... spannend, effektvoll retardierend und unglaublich beklemmend.
Portrait
Dirk Kurbjuweit, geboren 1962 in Wiesbaden, war Redakteur der „Zeit“, seit 1999 arbeitet er für den „Spiegel“. Er hat bislang sechs hochgelobte Romane geschrieben, drei davon wurden fürs Kino verfilmt, darunter „Schussangst“ und „Zweier ohne“; zuletzt erschien „Kriegsbraut“ (2011). Für seine Reportagen erhielt Dirk Kurbjuweit 1998 und 2002 den Egon-Erwin-Kisch-Preis sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 18.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87134-729-0
Verlag Rowohlt, Berlin
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/2,5 cm
Gewicht 340 g
Originaltitel Fear
Auflage 3. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,50
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Glück und Glas ...
von einer Kundin/einem Kunden am 28.03.2017

Ein intelligenter und packender Roman über Selbstjustiz, eine ungewöhnliche Vater-Sohn-Beziehung und die Brüchigkeit des Glücks und der bürgerlichen Existenz. Spannend und perfekt inszeniert!

von Christiane Strecker aus Neuss am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Großartige, beklemmende Geschichte. Nach der Lektüre betrachtet man seine Nachbarn mit anderen Augen und ist sehr froh, wenn diese keine Ähnlichkeit mit Herrn Tiberius haben.

Beklemmende Geschichte eines Mordes
von einer Kundin/einem Kunden am 22.03.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Interessanter und spannender kann kein Kriminalroman sein! Beängstigend und glaubhaft wird die Ohnmacht des Ehepaares angesichts der Bedrohung nachvollziehbar. Der Journalist und Buchautor Kurbjuweit hat die Belästigung von einem Nachbarn selbst erlebt und erzählt vielleicht auch deshalb so scheinbar authentisch. Fast anal... Interessanter und spannender kann kein Kriminalroman sein! Beängstigend und glaubhaft wird die Ohnmacht des Ehepaares angesichts der Bedrohung nachvollziehbar. Der Journalist und Buchautor Kurbjuweit hat die Belästigung von einem Nachbarn selbst erlebt und erzählt vielleicht auch deshalb so scheinbar authentisch. Fast analytisch schildert er als Ich-Erzähler die Auswirkung des Stalkings auf das gesamte Familienleben - einmal durch die Bedrohung selbst und, auch wenn die Vorwürfe noch so abstrus erscheinen, weil der Verdacht unterschwellig gärt. Berührend sind für mich aber insbesondere die Schilderungen aus der Kindheit der Hauptfigur Randolph Tiefenthaler, in der Waffen schon immer eine bestimmende Rolle einnahmen. („Für mich war zu Hause ein Ort, an dem man erschossen werden konnte.“ ). Auch wenn Robert die „versteckte“ Liebe des Vaters im Erwachsenenalter versteht, bleibt der Vater-Sohn-Konflikt prägend. So legt der Roman glaubhaft und beklemmend Schicht um Schicht die Geschichte eines Mordes und seiner Hintergründe frei. Zugleich reflektiert er sehr nachdenklich den Waffenbesitz in den eigenen vier Wänden.