Alles zerfällt

Roman

Fischer Klassik Band 90574

Chinua Achebe

(5)
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Beschreibung

Der Afrika-Roman, der die moderne afrikanische Literatur begründete und die Weltliteratur prägte – endlich in neuer Übersetzung!

Chinua Achebe erzählt von Verrat und Rache, von Leidenschaften, die keine Ruhe finden, und von Sehnsüchten, die keine Zukunft haben. Okonkwo, stark und jähzornig, stösst sich an den strengen Stammesregeln und zerbricht an dem Regime der britischen Kolonialherren.

In seinem Meisterwerk beschreibt Achebe den Konflikt einer archaischen Kultur in einer Sprache, die rituell-sprichwörtlich, dokumentarisch und wunderbar poetisch ist: Mit diesem Roman erhielt der Kontinent eine Stimme.

Chinua Achebe wurde 1930 in Ogidi im Osten Nigerias als Sohn eines Katechisten aus dem Stamm der Igbo geboren. Er studierteam University College von Ibadan und lehrte seitdem als Professor an nigerianischen, englischen und amerikanischen Universitäten.1958 erschien sein erster Roman ›Alles zerfällt‹, eines der wichtigsten Bücher des zwanzigsten Jahrhunderts. 2002 wurdeAchebe für sein politisches Engagement mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt, 2007 erhielt er den Man BookerInternational Prize. Chinua Achebe starb 2013 in Boston..
Uda Strätling lebt in Hamburg und hat u. a. Emily Dickinson, Henry David Thoreau, Sam Shepard, John Edgar Wideman, Aldous Huxley und Marilynne Robinson übersetzt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 05.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-000540-3
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 21,2/13,4/2,5 cm
Gewicht 359 g
Originaltitel Things fall apart
Auflage 2. Neuausg.
Übersetzer Uda Strätling

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Toller Roman, erstaunlich wenig angestaubt.
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 14.07.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Es ist so erhellend, die nigerianische Geschichte (kurz bevor und gleich nachdem die Missionare beim Stamm auftauchten) von einem Nigerianer erzählt zu bekommen. Der Roman ist toll geschrieben, er beginnt im Tempo und in der Schwere einer Sage, eines Märchens, voller Poesie und schöner Sätze. Gegen den zweiten und dritten Teil n... Es ist so erhellend, die nigerianische Geschichte (kurz bevor und gleich nachdem die Missionare beim Stamm auftauchten) von einem Nigerianer erzählt zu bekommen. Der Roman ist toll geschrieben, er beginnt im Tempo und in der Schwere einer Sage, eines Märchens, voller Poesie und schöner Sätze. Gegen den zweiten und dritten Teil nimmt das Geschriebene an Tempo zu, genau wie der Verlauf der Geschichte. Die Handlung tritt in den Vordergrund. Die einzelnen Figuren kommen uns nahe, das ist sehr wichtig. Wir, die Leserinnen und Leser, verstehen die Leute vom Igbo-Stamm, verstehen, warum sie etwas tun und etwas lassen. Chinua Achebe versteht es, uns dieses traurige Kapitel Geschichte nahe zu bringen.

Ein Stück nigerianische Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 05.10.2019

Als Sohn eines verschmähten Versagers in Nigeria geboren, steht für Okonkwo schon früh fest, dass er so ein Leben nicht führen möchte. Schon in frühen Jahren ist er ein angesehener Krieger in seinem Dorf Umofia und gründet eine große Familie. Er hat drei Frauen und dementsprechend viele Kinder, was ihm großen Respekt in der Dorf... Als Sohn eines verschmähten Versagers in Nigeria geboren, steht für Okonkwo schon früh fest, dass er so ein Leben nicht führen möchte. Schon in frühen Jahren ist er ein angesehener Krieger in seinem Dorf Umofia und gründet eine große Familie. Er hat drei Frauen und dementsprechend viele Kinder, was ihm großen Respekt in der Dorfgemeinschaft einbringt. Der jähzornige und auf Stärke bedachte Mann hat sich seinen Platz in der Gesellschaft gesichert. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die verschiedene Abschnitte von Okonkwos Leben. Achebes Beschreibungen von den Tradition und Bräuchen in der Kultur der Igbo haben mich zutiefst berührt. Eine Kultur, in der hauptsächlich die Leistungen und Stärken eines Mannes zählen und Frauen ihre Mehrgeburten in den ‚bösen Busch‘ werfen müssen. Doch auf der anderen Seite stehen die Tradition, die Achtung der Familie und das Erhalten dieser besonderen Kultur. Mit Starker Sprache, welche auch mit Worten auf Igbo geschmückt ist, erzählt er die Geschichte eines Mannes, der sich in dieser Zeit neu erfinden muss.

Von innen betrachtete afrikanische Kultur und ihre Zerstörung durch den "weißen Mann"
von PMelittaM aus Köln am 04.10.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nigeria, Ende 19., Anfang 20. Jahrhundert: Okonkwo gehört dem Stamm der Igbo an, sein Vater war ein Taugenichts, aber er hat es geschafft aus eigener Kraft zu etwas zu bringen und sich einen guten Status im Dorf zu sichern. Als christliche Missionare im Dorf eintreffen, ändert das das Leben des ganzen Stammes für immer. Chinu... Nigeria, Ende 19., Anfang 20. Jahrhundert: Okonkwo gehört dem Stamm der Igbo an, sein Vater war ein Taugenichts, aber er hat es geschafft aus eigener Kraft zu etwas zu bringen und sich einen guten Status im Dorf zu sichern. Als christliche Missionare im Dorf eintreffen, ändert das das Leben des ganzen Stammes für immer. Chinua Achebe, selbst Nigerianer, veröffentlichte diesen Roman bereits 1958. In einem sehr interessanten Vorwort erfährt man einiges über den Autor und den (zunächst geplanten) Roman, der letztlich in die Afrika-Trilogie mündete, „Alles zerfällt“ ist der erste Band dieserTrilogie und erzählt das Leben eines afrikanischen Stammes „von innen“, Anmerkungen im Anhang vertiefen manches. Der Roman lässt sich sehr gut lesen, wird aber manchen erschüttern. Nicht immer wird deutlich, warum der Stamm dieses oder jenes tut, und für unser eigenes Verständnis wirkt vieles fremd und „barbarisch“. Hier hilft aber der Blick von innen, den der Autor einnimmt, der eben nicht wertet, und so sollte man es auch als Leser halten, und den Kontext der Zeit und des Ortes berücksichtigen. Dabei hilft, dass viele verschiedene Lebenslagen erzählt werden. Der Eingriff des „weißen Mannes“ in die Kultur ist heftig, wenn auch zunächst schleichend, aber nach und nach wird sie komplett zerstört, die Würdenträger des Dorfes gedemütigt, die Jugend verliert die bisherigen Werte – die Veränderung, die der Stamm durchmacht, ist gravierend. Nicht nur Okonkwo zerbricht daran. Der Roman ist gut geeignet, das urtümliche Afrika aus Sicht der Afrikaner kennen zu lernen. Es zeigt auch die Zerstörung einer Kultur durch eine andere auf, die sich für höher entwickelt hält und es daher nicht für nötig hält, sich erst einmal mit ihr auseinanderzusetzen – ein Roman, den man gelesen haben sollte.


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