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Was Sie schon Immer über die Gastronomie wissen wollten

Ein Blickhinter die Kulissen

Astrid Keim

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Beschreibung

Immer weniger Restaurantbesucher können die Qualität einer Küche überhaupt noch einschätzen, denn inzwischen haben Fertigprodukte die Küchen und leider auch die Gaumen erobert. Dagegen hilft nur Wissen, und hier ist es: serviert in drei Gängen, die es in sich haben.
Im ersten erzählt Astrid Keim von ihrem eigenen gewundenen Pfad in die Gastronomie. Im zweiten bietet sie wertvolle Tipps, Insider-Informationen – und Warnungen! – für jene, die sich als Gastronom selbstständig machen wollen. Der Hauptgang schließlich führt tief in die Welt gastronomischer Geheimnisse, blickt hinter die Kulissen guter und weniger guter Restaurants, verrät Küchen-Interna, die dem Gast sonst verborgen blieben.
Verfeinert mit einem guten Schuss Ironie, wird die Information zum kulinarischen Lesevergnügen. Am Ende weiß man Bescheid – und isst besser.

Ein Buch für Köche, die noch kochen, für Gäste, die noch essen können, und für Fettaugen, die auf einer Consommé nichts zu suchen haben.

Astrid Keim wurde 1947 geboren und ist in Wiesbaden aufgewachsen. Sie studierte in Frankfurt Biologie und Kunst für das Lehramt. Nach über 20 Jahren Schuldienst wechselte sie 1993 durch ihre Heirat in die Gastronomie. 1999 übernahm ihr Mann Eckhardt Keim als Inhaber und Küchenchef das Restaurant Estragon, seitdem ist sie dort für den Service zuständig. Sie war freie Mitarbeiterin für die Frankfurter Neue Presse im Ressort Gastronomie und Gastrokritik. 2010 veröffentlichte sie mit 'Chicago Kid in Frankfurt' die wahre Geschichte eines Gangsters aus dem Frankfurt der 50er Jahre (Societätsverlag).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 132
Erscheinungsdatum 11.11.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-942223-10-2
Verlag Größenwahn Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/15,6/1,7 cm
Gewicht 278 g

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  • RESTAURANTS, DIE SIE BESSER MEIDEN SOLLTEN
    Wer im Laufe der Zeit ein Faible für richtig gutes Essen in richtig guten Restaurants entwickelt hat, muss als Normalverdiener Prioritäten setzen, denn es kostet echtes Geld. Der Betreffende wird schnell feststellen, dass er sich andere Sachen verkneifen sollte, um diesem kost-spieligen Hobby nachgehen zu können. Es ist außerdem kein leichter Weg. So mancher Reisberg muss durchfuttert werden, um ins Schlaraffenland zu gelangen, und häufig verdirbt man sich den Magen dabei. Aber der Weg ist das Ziel. Und jeder Krümel auf diesem Weg sollte probiert, analysiert und eingeordnet werden, so dass schließlich ein Netzwerk von Fragmenten und Mosaiksteinchen entsteht, das sich langsam fügt zu einer sicheren Vorstellung, was ein gutes Essen ausmacht.
    Dann eröffnet sich schon beim ersten Blick auf die Speisenkarte auch eine Chance, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wenn die Empfehlung des Chefs im Originaltext lautet: »Lendchen am Spieß auf zweierlei Saucen mit einem Kartoffelpotpourri und einer Trilogie von Blattsalaten«, ist Vorsicht angesagt. Übertrifft das Gebotene dann noch die Befürchtungen, angesichts strohig gebratener Schweinelende mit Saucen, deren Hauptwürze »Maria Hilf« ausmacht, vorgefertigten, frittierten Kroketten und Pommes sowie einer Ansammlung von ältlichen Salatblättern, die im Mayonnaisedressing aus der Tube welken, sollte man sich nicht wundern. Wir hätten es wissen müssen, befanden uns aber auf der Durchreise und der Hunger zerstreute die Bedenken.
    Bei Speisenkarten, in denen es wimmelt von Ortsbezeichnungen wie »an«, »neben«, »auf«, »unter«, sowie »Süppchen mit Sahnehäubchen« und ähnlichem Firlefanz, ist ebenfalls Misstrauen angebracht. Hier wird etwas aufgewertet, das es nicht verdient. Auf der Hut sollte der hungrige Gast zudem vor frischem Obstsalat oder frischen Kräutern sein und nicht umgehend dort einkehren, wo solches angepriesen wird. Findet dies eigens Erwähnung, liegt der Verdacht nahe, dass alles andere eher weniger frisch ist.
    Studieren Sie also in Muße die Speisenkarte, denn sie gibt Aufschluss über die Leistungsfähigkeit einer Küche:
    • Gibt es verschiedene Speiseabteilungen?
    • Vorspeisen / Zwischengerichte / Hauptgerichte / Käse / Süßspeisen
    • Handelt es sich um einfache Vorspeisen oder anspruchsvollere Kreatio-nen?
    • Sind nur Suppen oder Salate im Vorspeisenangebot?
    • Sind die feilgebotenen Speisen nur Convenience-Produkte oder selbst in der Küche zubereitet?
    • Wie ist die Sprache?
    • Wimmelt es von Ortsbezeichnungen wie »an, unter, neben ...«?
    • Werden Belanglosigkeiten, Phantasienamen oder Unsinnigkeiten mangels Alternative in den Vordergrund gestellt?
    • Gibt es Menü-Angebote?
    • Wie sind sie strukturiert: Sinnvoll, durchdacht oder einfach nur eine plan- und phantasielose Aneinanderreihung von Speisenfolgen?
    • Gibt es Wiederholungen in den einzelnen Gängen?
    • Wiederholen sich Beilagen?
  • VORWORT
    Oliver Klimaschewski
    MENÜ 1. GANG
    DER GEWUNDENE PFAD ZUR GASTRONOMIE
    In der »Frankfurter Szene«
    Einstieg in die Profiliga
    Im Exil
    Stationen in Frankfurt
    MENÜ 2. GANG
    SELBSTSTÄNDIG – SEIN ODER NICHT SEIN?
    TIPPS UND INFORMATIONEN
    MENÜ 3. GANG
    GASTRONOMIE VERSTEHEN
    HINTERGRÜNDE, HINWEISE, ERFAHRUNGEN
    Vom Service …
    … und vom Küchenpersonal
    Die Helfer
    Die Köche
    Bemerkenswertes und Absonderliches
    Sage mir, was du isst …
    Vorsicht bei »Convenience«!
    Gerichte unter falschem Namen
    Restaurants, die Sie besser meiden sollten
    Erfahrungen mit Gästen
    Reklamationen aus der Sicht des Gastgebers
    Reservierungen
    Wovon abzuraten und was zu empfehlen ist
    Rolle und Einfluss der Gastrokritiker
    Ein Blick hinter den Gastraum
    ANMERKUNGEN UND WISSENSWERTES
    BIOGRAPHISCHES