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Gewalt

Eine neue Geschichte der Menschheit

(7)
Rezension
In seiner brillanten Synthese trägt Pinker viele wissenschaftliche Fakten und Zahlen zusammen.
Portrait

Steven Pinker, geboren 1954, studierte Psychologie in Montreal und an der Harvard University. 20 Jahre lang lehrte er am Department of Brain and Cognitive Science am MIT in Boston und ist seit 2003 Professor für Psychologie an der Harvard University. Seine Forschungen beschäftigen sich mit Sprache und Denken, daneben schreibt er regelmäßig u.a. für die »New York Times« und den »Guardian«. Er war »Humanist of the Year 2006«, das Magazin »Prospect« zählte ihn zu den »Top 100 öffentlichen Intellektuellen«, das Magazin »Foreign Policy’s zu den »100 globalen Intellektuellen« und das »Time Magazine« zu den »100 einflussreichsten Menschen in der heutigen Welt«. Im S. Fischer Verlag ist die viel diskutierte Studie »Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit« (2011) erschienen, außerdem »Wie das Denken im Kopf entsteht« (2011), »Der Stoff, aus dem das Denken ist« (2014) sowie »Das unbeschriebenen Blatt. Die moderne Leugnung der menschlichen Natur« (2017).
Sein Werk ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 1216 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.10.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783104016160
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 8137 KB
Übersetzer Sebastian Vogel
eBook
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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'Frieden auf Erden', nur ein frommer Wunsch ?
von einer Kundin/einem Kunden am 29.06.2017
Bewertet: Taschenbuch

Der moderne Mensch hat von der Forschung die Bezeichnung 'Homo sapiens' (= weiser Mensch) bekommen. Wenn man diese Buch liest bekommt man angesichts der langen Geschichte menschlicher Auseinandersetzungen mehr als Zweifel, ob diese Klassifizierung gerechtfertigt ist. Gewalt als Mittel des Umgangs von Menschen untereinander war bis heute leider eine... Der moderne Mensch hat von der Forschung die Bezeichnung 'Homo sapiens' (= weiser Mensch) bekommen. Wenn man diese Buch liest bekommt man angesichts der langen Geschichte menschlicher Auseinandersetzungen mehr als Zweifel, ob diese Klassifizierung gerechtfertigt ist. Gewalt als Mittel des Umgangs von Menschen untereinander war bis heute leider eine Konstante in der Geschichte. Erst durch die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, der forcierten Ausbeutung der irdischen Ressourcen und menschengemachten Klimafolgen wird uns allmählich bewusst, so kann es nicht weitergehen. Eine messerscharfe Analyse mit durchaus optimistischer Prognose, vielleicht ein wenig lang geraten.

Ein sehr gutes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Amriswil am 04.04.2012

Das Buch ist aufschlussreich, in einer normalen Sprache geschrieben und packend wie ein Krimi-Buch.Ich empfehle es auf jeden Fall.

Auf einen gut ausgearbeiteten hitorischen Abriss folgt ein Spekulationsgebilde dessen Zahlen sehr skeptisch machen
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 13.03.2012
Bewertet: gebundene Ausgabe

Im Lauf der Jahrtausende hat die Entwicklung und Fortentwicklung staatlicher Macht dafür gesorgt, dass die Menschen sich nicht mehr gegenseitig an die Gurgel gehen. Steven Pinker orientiert sich mitunter an Charles Darwin: Während bei den Jägern und Sammlern eine hohe Gewaltbereitschaft der Männer vorteilhaft für die Weitergabe der... Im Lauf der Jahrtausende hat die Entwicklung und Fortentwicklung staatlicher Macht dafür gesorgt, dass die Menschen sich nicht mehr gegenseitig an die Gurgel gehen. Steven Pinker orientiert sich mitunter an Charles Darwin: Während bei den Jägern und Sammlern eine hohe Gewaltbereitschaft der Männer vorteilhaft für die Weitergabe der eigenen Gene gewesen sei, habe die Monogamie die Spielregeln geändert und die Männer zivilisiert. Handel, Bildung und Erziehung brachten die Menschen dazu, ihre empathischen Fähigkeiten zu verbessern und daraus Vorteile für sich zu ziehen, denn sie brachten mehr ein als Krieg und Mord. Und schließlich führte der Siegeszug der Vernunft während der abendländischen Aufklärung zu demokratischen Systemen - und die wiederum förderten und fördern den Frieden. Diese Argumentationskette füllt mehr als die Hälfte des Buches. Dann folgen zahlreiche psychologische Experimente und neurowissenschaftliche Untersuchungen, mit denen Pinker der Frage nachgeht, was eigentlich den Menschen zu Habgier treibt, zu Wollust, Dominanz, Rache oder Sadismus. Insgesamt stellt Pinker fest, dass die Menschheit seit 65 Jahren in einer der friedlichsten Epochen der Weltgeschichte lebt. Seine Hypothese belegt Pinker mit umfangreichen Statistiken (wer meine Rezensionen kennt, weiß wie ich zu Statistiken stehe). Zwar vermerkt Pinker, dass viele seiner Zahlen unzuverlässig sind, aber dann rechnet er trotzdem mit ihnen weiter und zieht daraus Schlüsse. So sind diese Zahlenspiele eher schmückendes Beiwerk denn echter Beleg für seine Thesen. Rein statistisch betrachtet ordnet er die Ermordung von Millionen Juden im Dritten Reich nicht einmal mehr unter die Top-20 der schrecklichsten Gewalttaten der Menschheit. Der Zweite Weltkrieg landet auf dem Ranking nur auf Platz 9, die mongolischen Eroberungen am 2. und der Sklavenhandel am 3. Platz. Dahinter steckt folgender Ansatz: Er nimmt beispielsweise die Zahlenangaben über die Gewaltopfer bei den Eroberungszügen Dschingis Khans und multipliziert sie mit dem Faktor, um den die Weltbevölkerung heute größer ist. So sollen die Auswirkungen von Gewalt und Terror quer durch die Geschichte miteinander vergleichbar werden. Die Rangfolge kann sicherlich diskutiert werden, in einem könnte Steven Pinker recht haben: Unter dem Nazi-Regime zum Beispiel geschahen viele der Grausamkeiten des Holocaust mehr oder weniger verborgen (unabhängig von der Debatte, wer wieviel hätte wissen können oder nicht): Was aber an Unmenschlichkeiten im Römischen Reich, im Mittelalter oder zu Zeiten von Reformationen und Gegenreformation ablief, geschah vor den Augen der Öffentlichkeit und sehr zu deren Gefallen und Amüsement. Wie sehr sich in den vergangenen Jahrhunderten in Europa und Nordamerika die Einstellung zur alltäglichen Gewalt gewandelt hat, offenbaren die Krisenzonen, wo ein Leben immer noch nicht viel gilt. Und so erklärt Steven Pinker dann auch, dass dort, wo heute noch Terror und nackte Gewalt herrschten, das Mittelalter noch nicht vorüber sei. Und die Zukunft? Für Pinker ist sie friedlich: Immer mehr Staaten werden Kriege für veraltet und überflüssig erklären - wobei Gewalt immer wieder aufflackern kann, so sein Fazit, mit dem er "Auf Engelsflügeln" in die Zukunft schwebt. Ob der Leser ihm angesichts der weltpolitischen Lage folgen mag, steht auf einem anderen Blatt.