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Rücken an Rücken

Roman

(9)

Ostberlin, Ende der 50er Jahre. Die Geschwister Thomas und Ella wachsen verloren im Haus der Bildhauerin Käthe auf. Nur Dank glücklicher Umstände hatte die jüdische Kommunistin die Nazizeit überlebt. Danach entschied sich die ebenso leidenschaftliche wie schroffe Frau voller Hoffnung für das sozialistische Deutschland. Doch ihr glühendes Engagement für die Gesellschaft fordert Opfer: die Abkehr vom Einzelnen, die Kälte gegen die Nächsten. Sie erkennt Ellas schutzlose Einsamkeit so wenig wie Thomas' melancholische Sehnsucht. Als 1961 die Mauer errichtet wird und Thomas in die unglückliche Liebe zu Marie flieht, kann niemand die Tragödie aufhalten.
Julia Franck erzählt von einer großen Liebe ohne Rückhalt und einer Utopie mit tragischem Ausgang, eine Geschichte, die zum Gesellschaftsroman wird.

Portrait

Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren. Sie studierte Altamerikanistik, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin. 1997 erschien ihr Debüt ›Der neue Koch‹, danach ›Liebediener‹ (1999), ›Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen‹ (2000) und ›Lagerfeuer‹ (2003). Sie verbrachte das Jahr 2005 in der Villa Massimo in Rom. Für ihren Roman ›Die Mittagsfrau‹ erhielt Julia Franck den Deutschen Buchpreis 2007. Der Roman wurde in 35 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Roman ›Rücken an Rücken‹ (2011).
Julia Francks Roman ›Lagerfeuer‹ wurde 2012/13 für das Kino unter der Regie von Christian Schwochow unter dem Titel ›Westen‹ verfilmt.

Literaturpreise:

1995 Siegerin beim Open Mike-Wettbewerb
1998 Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste
1999 Stipendium der Stiftung Niedersachsen
2000 3sat-Preis in Klagenfurt
2004 Marie Luise Kaschnitz Preis
2005 "Roswitha Preis" der Stadt Bad Gandersheim
2007 Deutscher Buchpreis
2010 war die englische Ausgabe der ›Mittagsfrau‹ auf der Shortlist des Independent Foreign Fiction Prize und auf der Shortlist des ›Jewish Quaterly‹ sowie für den internationalen IMPAC nominiert.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.10.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783104013121
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 820 KB
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Anne K., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Julia Francks Roman erzählt von der Kindheit und Jugend der Geschwister Ella und Thomas in der ehemaligen DDR. Während die Mutter nicht fähig ist ihnen Liebe zu schenken, kommen die Beiden Rücken an Rücken zusammen und erzählen sich Geschichten, besprechen ihre Gefühle und Geheimnisse. Im Laufe der Zeit entfernen sich die Geschwister allerdings voneinander. Ella verkriecht sich nach sexuellem Missbrauch in ihre eigene Welt, wird zusehends mut-, orientierungs- und hoffnungslos. Thomas, der stark unter den politischen Umständen leidet, trifft mit seiner Freundin eine unumkehrbare Entscheidung.
„Rücken an Rücken“ ist große Literatur. Nicht nur sprachlich („Ella hörte ihre eigene Stimme in Käthes, auch sie kannte jede Zeile, ihrer Mutter Sprache, ihrer Mutter Lied, wenn man es sang, prickelte es in den Armen und Beinen, man wollte bersten und aufbrechen.“ S. 174), sondern auch inhaltlich handelt es sich um ein Meisterwerk. Der Leser/ Die Leserin wird gepackt, fühlt sich betroffen, möchte eingreifen, wachrütteln.
Unbedingt lesen!
Julia Francks Roman erzählt von der Kindheit und Jugend der Geschwister Ella und Thomas in der ehemaligen DDR. Während die Mutter nicht fähig ist ihnen Liebe zu schenken, kommen die Beiden Rücken an Rücken zusammen und erzählen sich Geschichten, besprechen ihre Gefühle und Geheimnisse. Im Laufe der Zeit entfernen sich die Geschwister allerdings voneinander. Ella verkriecht sich nach sexuellem Missbrauch in ihre eigene Welt, wird zusehends mut-, orientierungs- und hoffnungslos. Thomas, der stark unter den politischen Umständen leidet, trifft mit seiner Freundin eine unumkehrbare Entscheidung.
„Rücken an Rücken“ ist große Literatur. Nicht nur sprachlich („Ella hörte ihre eigene Stimme in Käthes, auch sie kannte jede Zeile, ihrer Mutter Sprache, ihrer Mutter Lied, wenn man es sang, prickelte es in den Armen und Beinen, man wollte bersten und aufbrechen.“ S. 174), sondern auch inhaltlich handelt es sich um ein Meisterwerk. Der Leser/ Die Leserin wird gepackt, fühlt sich betroffen, möchte eingreifen, wachrütteln.
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„Alles schon da gewesen, aber nicht so...“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Mit "Mittagsfrau" trat sie in das Licht der Öffentlichkeit, und nichts ist schwerer als auf einen gefeierten Erfolg noch was draufzusetzen. Julia Franck hat sich bemüht, und gewonnen. Die scheinbar triviale Geschichte einer Familie in der DDR in den 50er und 60er Jahren, wird durch die subtile Zeichnung der handelnden Figuren mehr als lebendig. Irgendwie lebt der Leser mit. "Und das ist gut so", würde Klaus Wowereit sagen. Mit "Mittagsfrau" trat sie in das Licht der Öffentlichkeit, und nichts ist schwerer als auf einen gefeierten Erfolg noch was draufzusetzen. Julia Franck hat sich bemüht, und gewonnen. Die scheinbar triviale Geschichte einer Familie in der DDR in den 50er und 60er Jahren, wird durch die subtile Zeichnung der handelnden Figuren mehr als lebendig. Irgendwie lebt der Leser mit. "Und das ist gut so", würde Klaus Wowereit sagen.

Kundenbewertungen

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Geschwisterliebe
von Christa Kromminga aus Aurich am 30.09.2012

Die Geschwister Ella und Thomas wachsen in der DDR der 50er und 60er Jahre auf. Sie schützen sich gegenseitig vor der Kälte und Lieblosigkeit ihrer Mutter, deren einzige Leidenschaft ihre Kunst als Bildhauerin ist. Die Mutter, eine linientreue Anhängerin des neuen, sozialistischen Deutschlands, ist blind für die Leiden ihrer... Die Geschwister Ella und Thomas wachsen in der DDR der 50er und 60er Jahre auf. Sie schützen sich gegenseitig vor der Kälte und Lieblosigkeit ihrer Mutter, deren einzige Leidenschaft ihre Kunst als Bildhauerin ist. Die Mutter, eine linientreue Anhängerin des neuen, sozialistischen Deutschlands, ist blind für die Leiden ihrer Kinder. Thomas entwickelt sich zu einem intelligenten und sanftmütigen jungen Mann, doch er fühlt sich immer mehr eingesperrt hinter dem eisernen Vorhang. Und Ella, die sich vor den Übergriffen der Liebhaber ihrer Mutter nicht wehren kann, ist eingesperrt in ihrem Leben. Als Thomas sich verliebt, zieht er sich immer mehr aus der Familie zurück. Die Geschwister können sich nicht mehr gegenseitig den Rücken stärken und verlieren den Halt.

Wieder eine lesenswerte Julia Franck
von Bärbel Jacob aus Meißen am 30.03.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Ella und Thomas wachsen in Berlin der 50 - 60 -ziger Jahre bei der Bildhauerin Käthe, ihrer Mutter, auf. Käthe gibt sich dem neuen deutschen Staat DDR total hin. Für ihre Kinder hat sie keine Zeit und Liebe. Die Geschwister entwickeln sich Rücken an Rücken in verschiedene Richtungen mit... Ella und Thomas wachsen in Berlin der 50 - 60 -ziger Jahre bei der Bildhauerin Käthe, ihrer Mutter, auf. Käthe gibt sich dem neuen deutschen Staat DDR total hin. Für ihre Kinder hat sie keine Zeit und Liebe. Die Geschwister entwickeln sich Rücken an Rücken in verschiedene Richtungen mit tragischem Ende. Das Buch ist sehr empfehlenswert für Leser, die über diese Zeit und den Mauerbau lesen möchten.

Wieder schildert uns Julia Franck eine "Rabenmutter",
von Birgitt Schweren-Wolters aus Krefeld am 09.01.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

wie sie es bereits in der „Mittagsfrau“ getan hat. Diesmal müssen sich die Geschwister Ella und Thomas Rücken an Rücken, aber jeder für sich, mit der unerbittlichen Härte ihrer Mutter Käthe abfinden. Zwei Kinder hat die egozentrische, wilde Bildhauerin bereits ins Heim gegeben, weil sie ihr Leben stören.... wie sie es bereits in der „Mittagsfrau“ getan hat. Diesmal müssen sich die Geschwister Ella und Thomas Rücken an Rücken, aber jeder für sich, mit der unerbittlichen Härte ihrer Mutter Käthe abfinden. Zwei Kinder hat die egozentrische, wilde Bildhauerin bereits ins Heim gegeben, weil sie ihr Leben stören. Im Ostberlin der späten 50er Jahre wachsen die Geschwister in einem lieblosen, verwahrlosten Haushalt auf, sind sich selbst überlassen und erfahren Gewalt und Übergriffe durch Bekannte der Mutter. Käthe denkt nur an ihre Selbstverwirklichung und schenkt ihre Liebe und Aufmerksamkeit ihren Freunden und dem neuen Staat. Natürlich endet dies alles in einer fürchterlichen Tragödie, die den Leser bedrückt und schaudernd zurücklässt.