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Gedichte

Sammlung von 1922

Reclam Universal-Bibliothek Band 18036

Als Wunderkind Loris hatte er debütiert, und sehr früh schon, mit etwa zwanzig Jahren, fand Hofmannsthal in der Lyrik den ihm gemäßen Stil. Mitte der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts entstanden jene berühmten Gedichte, die den Kern seines letztlich schmalen lyrischen Werks ausmachen, das hier in einer Auswahlausgabe präsentiert wird.
Portrait
Hugo von Hofmannsthal (1. 2. 1874 Wien – 15. 7. 1929 Rodaun bei Wien) lebte und arbeitete nach einem Jura- und anschließenden Romanistik-Studium mit Promotion als freier Schriftsteller in Rodaun bei Wien. Der Fin-de-Siècle-Generation angehörend, wandte sich Hofmannsthal vom Ästhetizismus kommend einer skeptischen Reflexion der Realitätserfahrung zu und verarbeitete intensiv kulturelle Traditionen. Für Richard Strauss schrieb er Opernlibretti, mit ihm und Max Reinhardt gründete er der Salzburger Festspiele, für die er den »Jedermann« schrieb.
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  • Am nächtigen Himmel - An Josephine von Wertheimstein - Auf den Tod des Schauspielers Hermann Müller - Auf einem offenen Altane sang - Aus schwarzgewordenem Bronze-Gruftendeckel - Ballade des äußeren Lebens - Bedingung - Bist du die Höhle, darin die Ungebornen sich drängen - Botschaft - Das kleine Stück Brot - Das Wort - Dein Antlitz - Dein Antlitz war mit Träumen ganz beladen - Den Erben laß verschwenden - Der Jüngling in der Landschaft - Der Jüngling und die Spinne - Der Kaiser von China spricht - Der Prophet - Der Schiffskoch, ein Gefangener, singt: - Der tiefe Brunnen weiß es wohl - Der wandernde Wind auf den Wegen - Des alten Mannes Sehnsucht nach dem Sommer - Die Beiden - Die eine füllt die großen Delfter Krüge - Die Gärtner legten ihre Beete frei - Die Liebste sprach - Die Sonne sinkt den lebenleeren Tagen - Die Stunden! wo wir auf das helle Blauen - Die Sturmnacht hat uns vermählt - Die Töchter der Gärtnerin - Dies Haus und wir, wir dienen einer Kunst - Dir wachsen die rosigen Füße - Du hast mich an Dinge gemahnt - Eigene Sprache - Ein Knabe - Ein Traum, von großer Magie - Einem, der vorübergeht - Einmal schon kroch ich den Weg - Entzieh dich nicht dem einzigen Geschäfte! - Er losch auf einmal aus so wie ein Blitz - Erkenntnis - Erlebnis - Es läuft der Frühlingswind - Ferne ist dein Sinn, dein Fuß - Flieg hin, du bist meine Magd - Gesang der Ungeborenen - Gesellschaft - Gespräch - Glückliches Haus - Größe - Großmutter und Enkel - Gülnare - Gute Stunde - Hier lieg ich, mich dünkt es der Gipfel der Welt - Hörest du denn nicht hinein - Hohe Gitter, Taxushecken - Ich habe mich bedacht, daß schönste Tage - Ich weiß ein Wort - Ihr gleicht nun völlig dem vertriebnen Herzog - Im Grünen geboren - Im Grünen zu singen - In der Mitte aller Dinge - In einer Halle hat er mich empfangen - In hohen Bäumen ist ein Nebelspiel - Inschrift - Kunst des Erzählens - Lang kannte er die Muscheln nicht für schön - Leben - Lebenslied - Lieben, Hassen, Hoffen, Zagen - Lied der Welt - Liedchen des Harlekin - Manche freilich - Mein Garten - Melusine - Merkt auf, merkt auf, die Zeit ist sonderbar - Mit silbergrauem Dufte war das Tal - Nach einer Dante-Lektüre - Namen - Nennt ihr die Alpen groß? - Noch glaub ich dem einen ganz mich gehörend - Noch spür ich ihren Atem aus den Wangen - Nox portentis gravida - Nun liegt und zuckt am fahlen Himmelsrand - Nun schweig, Musik! Nun ist die Szene mein - O hätt ich seine Stimme, hier zu singen - Prolog zum Buch Anatol - Psyche - Regen in der Dämmerung - Reiselied - Schildern willst du den Mord? - Schimmernd gießt die Ampel Dämmerwogen um dich her - Schön ist mein Garten mit den goldenen Bäumen - Sie liebt mich! Wie ich nun die Welt besitze - Sie trug den Becher in der Hand - Siehst du die Stadt - Sind wir jung und sind nicht alt - Sollen wir mit leeren Händen kommen - Spiegel der Welt - Stille - Sturmnacht - Südliche Mondnacht - Terzinen über Vergänglichkeit - Verse auf ein kleines Kind - Verse auf eine Banknote geschrieben - Verse zum Gedächtnis des Schauspielers Josef Keinz - Vor Tag - Vorfrühling - Was ist die Welt! - Weltgeheimnis - Wir gingen einen Weg - Wolken - Worte - Zerbinetta - Zu einem Buch ähnlicher Art - Zu einer Totenfeier für Arnold Böcklin - Zum Gedächtnis des Schauspielers Mitterwurzer
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Mathias Mayer
Seitenzahl 115
Erscheinungsdatum 01.03.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-018036-5
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14,8/9,8/0,8 cm
Gewicht 64 g
Buch (Taschenbuch)
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Begegnungen mit Hofmannsthal
von Zitronenblau am 13.10.2009

Dass H. v. Hofmannsthal zur geistigen Elite der Wiener Klassik gehörte, ist unumstritten wie bekannt. Im hier vorliegenden Bändchen von Reclam wird sein lyrisches Werk anthologisiert (Sammlung von 1922, Gestalten, Prologe/Nekrologe, verstreute Gedichte). Ich lese Hofmannsthal mit gemischten Gefühlen. Seine große Zeit war biograp... Dass H. v. Hofmannsthal zur geistigen Elite der Wiener Klassik gehörte, ist unumstritten wie bekannt. Im hier vorliegenden Bändchen von Reclam wird sein lyrisches Werk anthologisiert (Sammlung von 1922, Gestalten, Prologe/Nekrologe, verstreute Gedichte). Ich lese Hofmannsthal mit gemischten Gefühlen. Seine große Zeit war biographisch gesehen bereits vor dem betagten Alter nieder gesunken; selbst bestätigte er dies: "...Nach 'Der Abenteurer und die Sängerin' hätte ich sterben sollen." Er meinte, er war mit 25 Jahren bereits am intellektuellen, also dichterischen Höhepunkt seiner Laufbahn angelangt. Grämig verstirbt er mit weit über 50 Jahren. Da ich sein Gesamtwerk nicht kenne, allen voran die Dramen u. Libretti, ist es schwierig, aus diesen eher wenigen lyrischen Erzeugnissen ein Fazit zu Dichter und Werk ziehen zu können. Laienhaft kann ich allenfalls von mir sagen, dass mich seine Lyrik nicht davonträgt, mir fehlt in ihnen der Reiz. Freilich sind große Stücke dabei, z.B. "Ballade des äußeren Lebens" oder "Weltgeheimnis" oder "Lebenslied". Man sieht, das Leben per se ist mitunter zentral, es liegt ein Hauch philosophischen Atems darüber. Jedoch präferiere ich das Momentane, es ist meist akkute Ergriffenheit in ihm. Das Schwermotivische bringt meist, aufgrund der Verbildlichung des Kompakten, eine erschwerte Auslegung mit sich. Acuh werden mitunter Strenge und Form aufgebrochen, es vollzieht sich beinahe eine Prosaisierung des Lyrischen bei poetischer Konstanz - das lehne ich eher ab. Aber letztlich ist das ja Geschmackssache. Hoffmansthal als Lyriker ist (derzeit) für mich also kein Thema.