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Kabale und Liebe

Ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen Mannheim 1784

Gefühlsexzesse vor polititscher Brisanz

Dieses Drama um eine nicht standesgemäße Liebe und ihr, durch Intrigen hervorgerufenes, tragisches Ende, gehört zu Schillers meist gelesenen Stücken. Dass die Tragödie bei den Zeitgenossen nicht immer Zuspruch fand, mag ein lapidares Résumé des Stücks in der »Königlich privilegirten Berlinischen Staats- und gelehrten Zeitung« verdeutlichen, geschrieben von keinem Geringeren als Karl Philipp Moritz.

»Der Inhalt des Stückes ist kurz dieser: ein Präsident will seinen Sohn an die Maitresse seines Fürsten verkuppeln, um dadurch seinen Einfluß am Hofe zu erhalten. Das ist die Kabale. Der Sohn des Präsidenten hat sich in eine Geigertochter vergafft, das ist die Liebe. Zuletzt vergiftet er sich zugleich mit dieser Geigertochter, das ist denn die vollständige Tragödie.«

Portrait
Friedrich Schiller (seit 1802 von Schiller) wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren und starb am 9. Mai 1805 in Weimar. Er studierte Jura, später Medizin und wurde 1780 Regimentsmedikus in Stuttgart. Allerdings fühlte er sich mehr zum Schriftsteller berufen, begann Dramen und Gedichte zu schreiben und hatte mit der Uraufführung der ›Räuber‹ im Jahr 1782 großen Erfolg. Das herzogliche Verbot jeglicher poetischen Tätigkeit veranlasste ihn zur Flucht aus Stuttgart. Schiller wurde Professor in Jena, begann einen intensiven Ideenaustausch mit Goethe und prägte mit ihm ab 1799 das »klassische Weimar«. Das seiner Dichtung und seinen Schriften zugrunde liegende Denken wurde später als pathetisch empfunden. Heute werden seine Werke vielfach neu gedeutet und die Dramen inszenatorisch neu interpretiert. Mit seinen lyrischen, dramatischen, erzählerischen, ästhetischen und historischen Werken gilt er − neben und mit seinem späteren Freund Johann Wolfgang von Goethe − als bedeutendster Dichter des »Sturm und Drang« und der »Weimarer Klassik«.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Joseph Kiermeier-Debre
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 01.10.1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-02622-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 17,2/11,6/1,9 cm
Gewicht 206 g
Abbildungen 1 Abbildungen
Buch (Taschenbuch)
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7,10
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Stürmische Intrige und Drängende Liebe

Sabrina Reiter, Thalia-Buchhandlung Wien, Donauzentrum

"Kabale und Liebe" ist eines der bekanntesten Dramen Friedrich Schillers und ein bedeutendes Werk des Sturm und Drang. Das Trauerspiel handelt von zwei Liebenden, Luise Miller und Ferdinand von Walter, deren Beziehung unter keinem guten Stern steht. Da sie aus verschiedenen sozialen Schichten stammen, sind ihre Väter mit dieser Verbindung alles andere als einverstanden. Ferdinand ist für Größeres vorgesehen und sein Vater lässt nichts unversucht um seinen Willen durchzusetzen. Mir hat dieses Drama gut gefallen. Es ist interessant aufgebaut und aufgrund der überschaubaren Charaktere übersichtlich und einfach zu lesen. Daher eignet sich dieses Werk hervorragend als Einstieg in die Welt der Dramen, auch wenn man eher an Prosa gewöhnt ist.

Gesselschaftliche Unsittilichkeiten.

Fabian Greiter, Thalia-Buchhandlung Linz

Ein Adliger der eine Bürgerliche liebt? Unvorstellbar! Zumindest zu Schillers Lebzeiten. Und genau das wird kritisiert. Es kommt wie es kommen muss: Die Protagonisten sind tot und die Trauer groß. Was lernen wir daraus? Gesellschaftliche Zwänge sind schlecht, Suizid noch schlechter. Schreibt euch das hinter die Ohren liebe Kinder.

Kundenbewertungen

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Optimal für den Unterricht
von einer Kundin/einem Kunden aus Werder (Havel) am 27.03.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Preis-Leistungsverhältnis ist hier sehr gut. Es ist halt ein Buch, welches optimal für den Schulunterricht gemacht ist. Ansonsten ist Kabale und Liebe ein typischer Klassiker, das man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Da es hier nichts zu bemängeln gibt, gibt es volle fünf Sterne.

Gesellschaftskritik anno 1784
von Jakob B. aus Laberweinting am 08.12.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der junge adelige Ferdinand, geleitet von aufklärerischen Ideen und Emotion zugleich, liebt die bürgerliche Luise. Doch sowohl die Eltern Luisens als auch Ferdinands halten von dieser utopischen Beziehung nichts. Durch eine Intrige wird versucht, die Liebenden zu entzweien, was aber fehlschlägt, da Ferdinand aus Besessenheit Lui... Der junge adelige Ferdinand, geleitet von aufklärerischen Ideen und Emotion zugleich, liebt die bürgerliche Luise. Doch sowohl die Eltern Luisens als auch Ferdinands halten von dieser utopischen Beziehung nichts. Durch eine Intrige wird versucht, die Liebenden zu entzweien, was aber fehlschlägt, da Ferdinand aus Besessenheit Luise und anschließend sich selbst vergiftet, damit er sie im Himmel heiraten kann. Schiller hat dieses bürgerliche Trauerspiel 1784 veröffentlicht, es zählt bis heute zu seinen erfolgreichsten Werken und ist ein echter „Klassiker“ der Sturm-und-Drang-Zeit. Hier wird die Gesellschaft kritisiert – insbesondere der absolutistische Hof, das zu konservative Bürgertum, die Intrigenvielfalt, das Mätressenwesen usw. Doch heute noch genießt dieses Werk hohe Aktualität, da sich die Gesellschaft noch nicht grundlegend geändert hat.

Meine Meinung
von einer Kundin/einem Kunden aus Michendorf am 23.09.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Luise Miller und Ferdinand von Walter lieben sich. Allerdings ist ihre Liebe verboten, da die feudale Ständegesellschaft es verbietet. Und so schmieden der hinterlistige Sekretär Wurm, der Präsident von Walter und der schleimige Hofmarschall von Kalb eine feingesponnene Intrige, die dem Liebespaar letztendlich den Tod bringt … ... Luise Miller und Ferdinand von Walter lieben sich. Allerdings ist ihre Liebe verboten, da die feudale Ständegesellschaft es verbietet. Und so schmieden der hinterlistige Sekretär Wurm, der Präsident von Walter und der schleimige Hofmarschall von Kalb eine feingesponnene Intrige, die dem Liebespaar letztendlich den Tod bringt … Du hast ein Herz, lieber Walter. Ich kenne es. Warm wie das Leben ist deine Liebe und ohne Schranken wie's Unermessliche – Schenken sie einer Edeln und Würdigern – sie wird die Glücklichsten ihres Geschlechts nicht beneiden - - (Tränen unterdrückend.) mich sollst du nicht mehr sehn – Das eitle betrogene Mädchen verweine seinen Gram in einsamen Mauern, um seine Tränen wird sich niemand bekümmern – Leer und erstorben ist meine Zukunft – Doch werd ich noch je und je am verwelkten Strauß der Vergangenheit riechen. (Indem sie ihm mit abgewandtem Gesicht ihre zitternde Hand gibt.) Leben Sie wohl, Herr von Walter. Meine Meinung: Als wir es im Deutschunterricht ausgeteilt bekamen, haben wir alle natürlich gestöhnt. Auch das noch! Ein altes Buch in komischer Sprache geschrieben. Das dachte ich auch zuerst. Die erste Szene las ich drei Mal und verstand sie trotzdem nicht. Ich las trotzdem weiter. Und so langsam gewöhnte ich mich an die Sprache, die Handlungen, die ständigen Dialoge. Ich konnte mit Luise mitfühlen, aber auch mit Lady Milford. Immer wenn Kalb seinen Auftritt hatte, musste ich schon unwillkürlich grinsen. Mir war auch von Anfang an klar, dass beide sterben würden. Trotzdem ging mir ihr „Limonaden-Tod“ sehr nahe. Und: Ich hatte es freiwillig und ohne Aufforderung zu Ende gelesen. Fazit: Ein tolles, wenn auch altes Buch. Auf jeden Fall ein Klassiker! Und Leseratten, die Romeo & Julia lieben, müssen es gelesen haben ...