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Weiter leben

Eine Jugend. Ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis 1993, dem dem Marie Luise Kaschnitz-Preis 1994 und dem Johann-Jakob-von-Grimmelshausen-Preis 1993

(3)
Kindheit einer Jüdin in Wien
Mit sieben Jahren durfte sie in ihrer Heimatstadt Wien auf keiner Parkbank mehr sitzen. Mit elf kam sie in KZ. Ruth Klüger erzählt ihre Kindheit und Jugend.
Mit unbestechlicher Klarkeit und souveräner Menschlichkeit berichtet sie vom Grauen der Vernichtungslager und vom »weiter leben«. Als sie trotz der Verbote für Juden ins Kino geht, um Walt Disneys Schneewittchen zu sehen, stellt eine Nachbarstochter sie bloß und droht mit Anzeige.
»Der Tod, nicht Sex war das Geheimnis, worüber die Erwachsenen tuschelten, wovon man gern mehr gehört hätte. Ich gab vor, nicht schlafen zu können, bettelte, daß man mich auf dem Sofa im Wohnzimmer (eigentlich sagten wir Salon) einschlafen ließe, schlief dann natürlich nicht ein, hatte den Kopf unter der Decke und hoffte, etwas von den Schreckensnachrichten aufzufangen, die man am Tisch zum besten gab. Manche handelten von Unbekannten, manche von Verwandten ...«
Portrait

Ruth Klüger wurde am 30. Oktober 1931 in Wien geboren. Als Jüdin wurde sie nacheinander in die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt verschleppt. 1947 wanderte sie in die USA aus und studierte dort Anglistik und Germanistik. Heute lebt sie als Literaturwissenschaftlerin in Irvine/Kalifornien - mit einem zweiten Wohnsitz in Göttingen. Ihre Biographie ›weiter leben‹ war ihre erste literarische Veröffentlichung. Sie fand damit ein überwältigendes Echo bei Kritikern und Publikum und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.11.1994
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-11950-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,3/12,1/1,7 cm
Gewicht 242 g
Auflage 15. Auflage
Verkaufsrang 5.041
Buch (Taschenbuch)
8,20
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Erscheint demnächst (Nachdruck)
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„Motto: niemals aufgeben! “

Ines F., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Ruth Klüger beschreibt in ihrem Buch "Weiter leben- Eine Jugend" ihre Kindheit und Jugend in Wien. Mit einer ehrlichen und klaren Sprache erzählt die Autorin über ihre Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und über den Schrecken der Konzentrationslager.
Das Buch ist für mich eine großartige Lektüre und sehr empfehlenswert!
Ruth Klüger beschreibt in ihrem Buch "Weiter leben- Eine Jugend" ihre Kindheit und Jugend in Wien. Mit einer ehrlichen und klaren Sprache erzählt die Autorin über ihre Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und über den Schrecken der Konzentrationslager.
Das Buch ist für mich eine großartige Lektüre und sehr empfehlenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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von einer Kundin/einem Kunden am 27.10.2017
Bewertet: anderes Format

Unfassbar & unvorstellbar ist es und doch fasst Ruth Klüger das erlebte Grauen in Worte, bringt es uns nahe & Demut dafür bei, dass wir nicht erleiden mussten, was sie überlebte.

Auf der Suche nach einem neuen zu Hause
von P. Ritter aus Aschaffenburg am 03.11.2010

Auf einmal war für die junge Ruth im Wien der 30er Jahre nichts mehr so, wie es einmal war. Sie durfte nicht mehr mit der Straßenbahn fahren, nicht mehr ins Kino gehen, ohne eine Anzeige zu fürchten und am Ende durfte sie nicht mal mehr auf einer Parkbank sitzen.... Auf einmal war für die junge Ruth im Wien der 30er Jahre nichts mehr so, wie es einmal war. Sie durfte nicht mehr mit der Straßenbahn fahren, nicht mehr ins Kino gehen, ohne eine Anzeige zu fürchten und am Ende durfte sie nicht mal mehr auf einer Parkbank sitzen. Mit elf kommt sie dann mit ihrer Mutter ins Konzentrationslager. Dort beginnt ein weiterer Abschnitt ihrer Jugend, der nicht mit dem Ende des zweiten Weltkriegs vorbei ist. Als Displaced Person irrt sie mit ihrer Mutter durch das vom Krieg versehrte Deutschland, auf der Suche nach einem neuen Heim... Vor allem ihre Schilderungen von Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt sind mir in Erinnerung geblieben. Man merkt das sie nicht „erst gestern“ befreit wurde. Sie hat mit ihren Erfahrungen gelebt und dadurch gelernt. Sie erzählt ihre, ganz persönliche Geschichte, ohne dabei rührselig zu werden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass sie das Buch erst fünfzig Jahre nach den Geschehnissen geschrieben hat und so besser reflektieren konnte.